Ortigia, Sizilien, Ende der fünfziger Jahre: Auf der kleinen Insel vor Syrakus wächst die junge Diletta in einer Familie auf, die noch immer den Anschein alter Größe wahrt. Hinter der bröckelnden Fassade herrschen jedoch Heuchelei und starre gesellschaftliche Regeln.
Die Liebe zu einem jungen Mann aus einfachen Verhältnissen eröffnet ihr die Möglichkeit eines anderen Lebens. Doch als die Beziehung in die Konventionen ihrer Familie gezwungen wird, erkennt Diletta, dass auch sie ihre Freiheit bedroht. Vor dem Hintergrund familiärer Skandale und eines Feuers, das Ortigia erschüttert, trifft sie eine schwerwiegende Entscheidung.
Di Falco erzählt von einer Zeitenwende, von der Sehnsucht nach Aufbruch und der universellen Erfahrung, zwischen Vergangenheit und einer hohlen Gegenwart gefangen zu sein.
Mit einem Vorwort von Maike Albath
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttut
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...
Zwei Frauen, zwei Generationen und die heilsame Kraft von Freundschaft und Natur
Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im
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Ein tragisches Unglück, eine zerbrochene Familie – und Heilung von unerwarteter Seite
Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück auf den elterlichen Bauernhof an der windgepeitschten Küste von Wales. Den harten Alltag bestreitet sie allein, ein Unfall auf See hat ihr vor vielen Jahren den Bruder genommen. Nur ein Ritual am Abend spendet Grace Ruhe und Trost: Wenn sie eine alte Tonaufnahme des Seewetterberichts auflegt, die ihren immer vergesslicher werdenden Vater jedes Mal aufs Neue in dem Glauben einschlafen lässt, das Meer sei ruhig und sein Sohn in Sicherheit.
Als eines Tages eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet, Graces Bruder sei tatsächlich noch am Leben, glaubt Grace ihr kein Wort. Doch ihr Vater lässt nicht ab von diesem Hoffnungsschimmer, und so machen die drei sich auf die Suche – eine Suche, auf der sich Grace auch ihre
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