Mary Shelley auf der Suche nach den Geistern ihrer Vergangenheit
Italien 1822. Mary Shelley, Autorin von Frankenstein, trauert um ihren Mann, der im Golf von La Spezia ertrank. Aber war es wirklich nur ein Unglück, oder steckt mehr dahinter? Die exzentrische Ermittlerin Pat hat den Auftrag, die Umstände seines Todes aufzuklären. Mithilfe fantastischer Technologie führt sie Mary zu den Schauplätzen ihrer Vergangenheit zurück. Gemeinsam stellen sie sich den Geistern von La Spezia ...
Die berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley ist im Winter 1822 im italienischen Exil gestrandet. Ihr Mann, der Dichter Percy Bysshe Shelley, ertrank bei einem Segelunglück. Doch gibt es Zweifel, ob bei seinem Tod alles mit rechten Dingen zuging: Schon länger wurde er von Geistern und Visionen heimgesucht. Welche fantastischen Kräfte wurden ihm aber zum Verhängnis? Mittels der visionären Kunst der Erinnerungsreise führt die waghalsige Spezialagentin Pat Colombari Mary Shelley zurück zum Golf von La Spezia, wo die Gesetze von Zeit und Raum ihre Gültigkeit verloren haben. Sie lernt den skandalumwitterten Lord Byron kennen, dessen Keller ein dunkles Geheimnis birgt. Und sie wird Zeugin unerklärlicher Geschehnisse, die ihren Anfang in jener stürmischen Nacht am Genfer See nahmen, in denen die Shelleys sich mit Mächten jenseits ihrer Welt einließen.
J.R.R. Tolkiens ganz persönlicher Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt
Mit Originalillustrationen von J.R.R. Tolkien
Nahe der alten Stadt Bovadium erfand einst ein Daemon die Motores. Die begeisterten Menschen wurden bald zu ihren Sklaven. Mit diesem Buch beweist Tolkien, dass er erfasste, was die Menschen erst später begriffen: die Katastrophe, die mit der Automobilisierung von Städten auf uns zurollte.
Anfang der 1950er Jahre tobte in Oxford eine Kontroverse, und mitten drin J.R.R. Tolkien. Die nahe gelegenen Morris-Automobilwerke hatten den Verkehr ins Unerträgliche ansteigen lassen, und neue Straßen drohten, den Charakter der Universitätsstadt zu zerstören. Als Reaktion darauf verfasste Tolkien eine satirische Fantasy-Geschichte – Die Bovadium Fragmente –, die erzählen, wie schreckliche Maschinen die Stadt erobern. Und die Motores verstopfen die Straßen mit Lärm und Gestank, bis alles Leben zum Stillstand kommt. Hier zeigt sich Tolkien von seiner ironischen, gelehrten und doch auch tragischen Seite. Die von Christopher Tolkien edierte Ausgabe aus Tolkiens Nachlass ist mit Bildern von seiner Hand, zeitgenössischen Fotos und Plänen versehen. Sie enthält einen exclusiven Essay von Richard Ovenden, dem Direktor der Bodleian Library, zur Geschichte Oxfords in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Eine Reise zu Deutschlands Märchen, Mythen und Legenden
Den Rattenfänger von Hameln, die Heinzelmännchen oder die Loreley kennen vermutlich alle – aber was ist mit der Barbarine und dem Burgfräulein Agnes? Auf ihrer Reise durch sagenumwobene Gegenden Deutschlands taucht Julia Schmitz ein in die Welt von Hexen, Teufeln und Wassernixen, spürt untergegangenen Städten, Märchen und Legenden nach. Dabei wirft sie nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern zeigt uns, warum persönlich erzählte Geschichten in einer digitalisierten Welt umso wichtiger sind.
Ein Buch über Mut, Religion und weibliche Selbstbestimmung
Ausgerechnet 1848, im Jahr der europäischen Revolutionen, betritt die persische Dichterin und Gelehrte Tahirih als einzige Frau eine Versammlung im Ort Badasht in Persien – ohne Schleier und mit dem ungeheuerlichen Anspruch, religiöse Autorität auszuüben. Ihr Auftreten löst bei den anwesenden Männern Entsetzen aus.
Tahirih war eine reisende und lehrende Ausnahmeerscheinung, eine kühne Intellektuelle, die Glauben, Sprache und Macht neu verhandelte. Die Fragen, die sie damals stellte, sind bis heute hochaktuell: Wer darf Religion auslegen? Wem gehört der öffentliche Raum? Wie entsteht Widerstand in einem religiös geprägten System? Und warum zahlen Frauen noch immer den Preis für Freiheit und Selbstbestimmung?
Es ist Shila Behjats Verdienst, diese Frau, genannt Tahirih, in unsere westlichen Geschichtsbücher zurückzuschreiben. Entstanden ist nichts Geringeres als die Rekonstruktion eines ungeheuerlichen weiblichen Willens. In poetischer Sprache, auch das alte Persien spiegelnd, liefert Behjat den Beweis, dass der Kampf um Frauenrechte stets universell war, mit der Herabwürdigung von Frauen einherging und noch immer geht. Besonders gnadenlos ereilt Frauen ihr Schicksal, wenn diese, wie Tahirih, mutige Argumente vorbringen und sich durch nichts beirren lassen, weil die innere Wahrheit nicht verhandelbar ist.
Ein ebenso aktuelles wie kraftvolles und doch zartes Buch über eine unbestechliche Intellektuelle des 19. Jahrhunderts, das den Bogen bis in die ungewisse Gegenwart im heutigen Iran schlägt.
• Von der Autorin des Bestsellers Söhne großziehen als Feministin
• Die erste erzählende Darstellung über die historische Ikone der iranischen Frauenbewegung
• Über die Dichterin, die religiöse Autorität beanspruchte und dafür sterben musste