Wir haben 14 Buchtipps zu "Übersetzungen" gefunden.
Was macht die anhaltende Faszination am Werk Thomas Bernhards aus? Der neue Profile-Band über den »toten Giganten« (Elfriede Jelinek) zur Ausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek ab 30. April 2026 »An diesem toten Giganten wird niemand mehr vorbeikommen«, schrieb Elfriede Jelinek in ihrem Nachruf auf Thomas Bernhard im Februar 1989. Was fasziniert heute an diesem unverwechselbaren Autor, radikalen Provokateur und vermeintlichen Misanthropen? Wie lässt sich das anhaltende Interesse an Übersetzungen, Inszenierungen, literarischen Fortschreibungen erklären? Und ist Thomas Bernhards Stil tatsächlich so leicht imitierbar, wie manchmal behauptet? Der Band rückt nie gezeigte Fundstücke in den Fokus, darunter Manuskripte, Briefe und Fotografien aus allen Lebensphasen: von der Landgarderobe bis zum New Yorker Hemdenkauf, von Kinderzeichnungen bis zu selbstentworfenen Möbeln. Neue Einblicke in sein Werk zeigen Bernhard weniger als Propheten einer verfinsterten Welt, vielmehr als einen wachen Beobachter, der die zentralen Themen unserer Existenz auf einzigartige Weise zur Sprache bringt: unser Verhältnis zur Natur, zum Körper, zu den uns prägenden Gebäuden und Institutionen – schließlich die Lebensnotwendigkeit menschlicher Nähe. Mit Beiträgen u. a. von Alexander Honold, Renate Langer, Thomas Macho, Manfred Mittermayer, Fatima Naqvi, Theresia Prammer, Eduardo Souto de Moura.
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»Caro Carlo«, »Dear Harry« – so beginnen oft die Briefe und Postkarten, die sich Carl Weissner und Jörg Fauser über Jahre schrieben. Darin zu spüren ist stets die große Zuneigung füreinander, während die Themen um oft prekäre finanzielle Situationen, um Urlaube und durchzechte Nächte und um den großen Frust über das Konstrukt ›Literaturbetrieb‹ kreisen. Während Fauser in diesem nie wirklich Fuß fasste, hatte sich Carl Weissner mit den Übersetzungen von Charles Bukowski oder Songtexten von Frank Zappa bereits einen Namen gemacht und tritt oft als Ratgeber, beruhigende Stimme oder auch Lektor auf.
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Die Suche nach Wasser erzählt die Geschichte der Menschheit als getrieben von Durst. Virginia Mendoza kombiniert darin persönliche Erfahrungen am trockensten Ort Europas mit einer ansteckenden Neugier für die Ergebnisse anthropologischen Forschens. So entsteht eine packende, einmalige Zivilisationsgeschichte, die den Blick auf das Wasser und sein Ausbleiben grundlegend verändert. Ihre ersten Erinnerungen handeln von der Trockenheit. Denn Virginia Mendoza wächst in La Mancha, Spanien, auf, in der trockensten Region Europas. Vater, Mutter, Großeltern, dazu fast jedes Wort, Werkzeug oder Tradition ihrer Heimat vermitteln eine Überzeugung: Ohne Wasser kein Leben, ohne Wasser keine Zivilisation. Als Virginia Mendoza schließlich fort geht und Anthropologie studiert, wird diese über Generationen tradierte Einsicht zum Leitgedanken ihres wissenschaftlichen Arbeitens. Intensiv befragt sie fortan die Geschichte der Menschheit nach den Auswirkungen von Dürre, Durst und Wasserknappheit. Und entwickelt eine Perspektive, aus der jede unserer Wegmarken – seien es Migrationsströme, Ackerbau, der Blick in die Sterne, das Brot, die ersten Städte, Schriften, Wissenschaften – als eine Etappe auf der Suche nach Wasser erscheint.
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Die Schuld austreiben, das ist der Plan, als Horace in einer Frühlingsnacht in den Garten seines Großvaters hinaustritt. Ein Ritual soll Horace befreien. Von den Erwartungen, die seine Familie an ihn und seine Begabung stellt, von den rasenden Gedanken, vom Begehren, das ihn Mitte der Achtziger in dieser Schwarzen Baptistengemeinde im Süden alles kosten kann. Doch die Befreiung missglückt, und Horace, getrieben von den erlittenen Ungerechtigkeiten aus Hunderten von Jahren, irrt gefährlich durch die Nacht. Bis ein anderer Mann aus seiner Familie, am Glauben verzweifelt wie er, dem berechtigten Wahnsinn Einhalt gebieten will … Entdeckt von Toni Morrison, als sein Jünger mit James Baldwins Nachlass betraut, so stand Randall Kenan 1989 nach Erscheinen seines Romans an der Spitze der nachfolgenden Generation, einsam und zu früh. Mehr als dreißig Jahre mussten vergehen, damit Der Einfall der Geister international gefeiert werden kann, als ein Meisterwerk Schwarzen Erzählens, über die Gefahren der Erlösung, über Wünsche, die an Grenzen stoßen.
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Das erste weibliche Weltpanorama der literarischen Moderne – Erzählungen und Prosastücke aus über 25 Sprachen Frauen schreiben anders! Katherine Anne Porter schreibt anders als Eileen Chang, Alfonsina Storni schreibt anders als Marina Zwetajewa, Edith Wharton schreibt anders als Else Lasker-Schüler, Clarice Lispector schreibt anders als Carson McCullers, Marguerite Duras schreibt anders als Tania Blixen, Djuna Barnes schreibt anders als Grazia Deledda, Selma Lagerlöf schreibt anders als Silvina Ocampo, Anaïs Nin schreibt anders als Tove Ditlevsen und Sofja Tolstaja schreibt anders als Virginia Woolf. Diese erste globale Prosasammlung weiblichen Schreibens um und nach 1900 zeigt: Die literarische Moderne war ganz wesentlich weiblich! Nicht nur in Europa, überall auf der Welt veränderte sich das künstlerische Selbstverständnis von Frauen von Grund auf. Sie eroberten sich kreative Freiräume, machten weibliches Denken und Fühlen literaturfähig, vor allem aber schufen sie große Erzählkunst und behaupteten sich so auf dem Feld der Hochliteratur, die bis dahin als exklusive Männerdomäne galt. Ab 1900 ist Weltliteratur nicht mehr bloß ein Gruppenbild mit Dame. Sandra Kegel, renommierte Literaturkennerin und -liebhaberin, hat für diesen einzigartigen Band moderne Kurzprosa aus aller Frauen Ländern zusammengetragen – Klassikerinnen, deren Rang unbestritten ist, neben solchen, die erst noch entdeckt werden wollen. Ein längst überfälliges Panorama weiblicher Erzählkunst!
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»Der Master ist alles, was ich vom Teufel weiß«, sagte Robert Louis Stevenson über den Helden seines Romans, in dem er vom lebenslangen Kampf zweier Brüder im Schottland des 18. Jahrhunderts erzählt: Als James Durie, tollkühn und skrupellos, unter den Fahnen von »Bonnie Prince Charlie« in den Krieg zieht, nimmt Henry, redlich und zuverlässig, den Platz des Bruders auf Schloss Durrisdeer ein und heiratet die für den anderen bestimmte Frau. Bis der tot geglaubte James eines Tages zurückkehrt . . . Stevenson erzählt nicht nur eine packende Abenteuergeschichte, sondern erweist sich einmal mehr als Meister der Figurenpsychologie, womit er seiner Zeit weit voraus war. Der Roman wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen; bereits zu Stevensons Lebzeiten galt er als Meisterwerk. Endlich nun liegt mit dieser Ausgabe eine moderne deutsche Übersetzung von Stevensons Klassiker vor, und zugleich eine, die nicht auf älteren Übersetzungen basiert. Als erste Ausgabe enthält sie auch Stevensons Entwürfe für ein Vorwort, liefert eine Erklärung der Widmung und erscheint im Schmuckschuber mit ausführlichen Anmerkungen und einem Nachwort der Herausgeberin.
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Nominiert für den Prix Goncourt, den Prix Renaudot und den Prix littéraire Le Monde; zahlreiche Übersetzungen
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»Der gelbe Stern« erschien 1960 als eines der ersten Bücher zum Thema. Er ist bis heute ein Standardwerk, das noch immer als Quelle zitiert wird. Das Buch, von der Kritik des In- und Auslands einhellig als hervorragende Dokumentation gelobt, erlebte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Neuauflagen, Taschenbuchausgaben und Übersetzungen. Viele der hier seinerzeit zum ersten Mal veröffentlichten Fotos sind inzwischen zu Ikonen geworden, die in Schulbüchern und anderen Publikationen immer wieder nachgedruckt und von Film und Fernsehen reproduziert wurden. Es handelt sich um eine Auswahl, die der Autor in allen damals erreichbaren Archiven zwischen Paris und Moskau, später auch in Washington und Jerusalem, unter Zehntausenden von Aufnahmen getroffen und zu einer Geschichte in Bildern montiert hat. »Der gelbe Stern« zeigt in acht Kapiteln den Leidensweg von Millionen Menschen und seine einzelnen Stationen, von Hasspropaganda und Entrechtung, Beraubung und Deportation bis zum Massenmord. Einer knappen instruktiven Einführung folgen jeweils ausgewählte Schlüsseldokumente, die die Anweisungen der Befehlszentralen den Berichten der von ihnen betroffenen Menschen gegenüberstellen. Den Hauptteil jedes Kapitels bildet eine in sich geschlossene Bilderzählung, in der sich Fotos und prägnante Textzitate von Verfolgern und Verfolgten gegenseitig kommentieren. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die den Mördern in die Hände fielen. Ihrem Andenken ist das Buch gewidmet.
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Daphne du Maurier ist eine Meisterin der Täuschung und der langsam aufziehenden Bedrohung – oft imitiert und niemals übertroffen
Nach Mitternacht vereint die schaurigsten Geschichten Daphne du Mauriers – vom literarischen Thriller bis zur abgründigen Liebesgeschichte. Neben bekannten Klassikern wie »Die Vögel« und »Wenn die Gondeln Trauer tragen« stellt Stephen King hier auch bislang weniger bekannte Erzählungen vor, wie »Monte Verità«, ein Meisterwerk über Besessenheit, Mystik und tragische Liebe, oder »Das Alibi«, die beklemmende Geschichte vom Abstieg eines Mannes in Lügen, Manipulation und finstere Fantasien. In »Die blauen Linsen« sieht eine Frau nach einer Augenoperation plötzlich ihre Mitmenschen mit Tierköpfen, die ihrem wahren Wesen entsprechen und in »Der Durchbruch« führt ein Wissenschaftler Experimente durch, um die Kraft des Todes nutzbar zu machen.
In allen Geschichten zeigt sich Daphne du Mauriers außergewöhnliche psychologische Scharfsicht und ihr einzigartiger Blick für menschliche Schwächen und für das Makabre. Unheimlich, provokativ und bis ins Mark erschütternd halten diese Geschichten ihre Leser:innen bis lange nach Mitternacht wach ...
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