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Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Beschwörung.
Wir haben 6 Buchtipps zu "Beschwörung" gefunden.

Roman | Schön gebundene Sonderausgabe zum 100. Geburtstag der internationalen Ikone

Malina, der erste und einzige Roman der Lyrikerin Ingeborg Bachmann, ist das Buch einer Beschwörung, eines Bekenntnisses, einer Leidenschaft. In diesem epochalen Meisterwerk beschreibt eine namenlose Erzählerin ihre tragische Liebesgeschichte zu zwei Männern: zu ihrem Geliebten Ivan, schön und unerreichbar, von dem sie besessen ist, und zu ihrem Gefährten Malina, dem nüchternen Militärhistoriker, mit dem sie die Wohnung teilt. Es ist wohl die denkbar ungewöhnlichste Dreiecksgeschichte: weil zwei der Beteiligten in Wahrheit eine Person sind.

Das Buch handelt von den Verheerungen durch die Geschlechterverhältnisse und von der Liebe, es zeigt die Einsamkeit dessen, der liebt. Ein radikales Buch, das seit seiner Erstveröffentlichung vor über 50 Jahren nichts an seiner Kraft verloren hat.



Ähnliche Bücher wie »Malina«
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2023

Der Ausbruch der Covid-Pandemie setzte im März 2020 einem Aufenthalt Maria Stepanovas im britischen Cambridge ein Ende. Zurück in Russland, verbrachte sie die folgenden Monate in einem Zustand der Erstarrung – die Welt hatte sich vor ihr zurückgezogen, die Zeit war »ertaubt«. Als sie aus diesem Zustand auftauchte, begann sie Ovid zu lesen. Motive fanden zueinander, die lange in ihr gewartet hatten. Wie schon in Der Körper kehrt wieder verwandelt sie historische und aktuelle Kataklysmen in ein ungemein feingliedriges, bewegliches Gebilde aus Rhythmen und Stimmen. Das Poem, das in einer rauschhaften poetischen Inspiration entstand, spricht vom Winter und vom Krieg, von Verbannung und Exil, von sozialer Isolation und existentieller Verlassenheit. Stepanova findet grandiose Bilder für das Verstummen: wenn etwa Worte, die wir einander zurufen, in der Luft gefrieren und unser Gegenüber nicht mehr erreichen. Das Werk verwebt Liebesbriefe und Reiseberichte, chinesische Verse und dänische Märchen in eine vielstimmige Beschwörung der gefrorenen und langsam auftauenden Zeit.

Ähnliche Bücher wie »Winterpoem 20/21«
Das Meer ist zu einer riesigen Müllhalde geworden, in der es keine Meeresbewohner mehr gibt. Die beiden Schwestern Kay und Sunan schaffen es, auf der Plastikinsel Sunakay, die nach ihnen benannt worden ist, zu überleben. Mit ihrem Floß fahren sie auf das tote Meer hinaus und tauchen zwischen den Müllbergen auf der Suche nach wertvollen Gegenständen, die sie den fahrenden Händlern zum Tausch anbieten – ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Bis eines Tages der wohl letzte noch lebende Fisch in Kays Besitz kommt, dessen Tod zu einer mächtigen Rebellion der Tiefsee führt, die alles verändert ... Eine brillante und gleichzeitig sehr kindgerechte Betrachtung über die Notwendigkeit, sich um die Umwelt zu kümmern, und über die verhängnisvollen Folgen unseres Handelns für den Planeten Erde. Eine Beschwörung der Hoffnung auf die Macht des Lebens.

Ähnliche Bücher wie »Sunakay«
Über den neuen Faschismus | Eine bahnbrechende Analyse von der bekannten Philosophin

Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht. Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt.



Ähnliche Bücher wie »Dieser Drang nach Härte«
London, 2014: Nach Jahren der Funkstille müssen sich die irakisch-britischen Schwestern Mediha, Zainab und Ishtar einem zwiespältigen Erbe stellen. Verschollen geglaubte Gemälde ihres verstorbenen Vaters tauchen wieder auf – Relikte einer Herkunft, zu der die Frauen ebenso den Bezug verloren haben wie zueinander. Entsprechend unvereinbar sind ihre Pläne für die Verwendung der Bilder. Als Vermittler zwischen den verhärteten Fronten wird Zainabs Sohn Nizar auserkoren. Gegen dessen Willen. Denn eigentlich ist er damit beschäftigt, seine traumatischen Erfahrungen als Kriegsreporter und die gescheiterte Beziehung zu seiner großen Liebe Alfie zu verarbeiten. Doch der Sog der Vergangenheit ist unerbittlich. Die Kunst von damals bringt ein Netz aus Verrat, Verletzungen und politischen Intrigen ans Licht, das die ohnehin entfremdete Familie endgültig zu entzweien droht. Der Ausweg ist eine Flussreise den Tigris hinunter. In einer mesopotamischen Arche, die die Gegenwart mit der Tradition vereint. Das Ziel: die "Rückkehr" nach Bagdad. In "Flutlinien" verdichtet Saleem Haddad die politischen Stürme des 20. Jahrhunderts im Nahen Osten zu einer fesselnden Familiensaga. Inspiriert vom künstlerischen Erbe seines Großonkels, des modernistischen irakischen Malers Jewad Selim, beschwört der Autor die Schatten der irakischen Geschichte herauf. Der Roman ist zugleich ein scharfsinniger Kommentar auf unsere Zeit und eine Beschwörung archaischer Mythen wie des Gilgamesch-Epos. Haddads mal zärtliche, mal brutale Prosa reißt Gräben auf und baut gleichzeitig Brücken – zwischen Generationen, Kontinenten, Kulturen. Ein explosiver Roman über Familie, (Neo-) Kolonialismus, Queerness und die alles verändernde Kraft der Vergebung.

Ähnliche Bücher wie »Flutlinien«
Über das Verschwinden der Arten und unseren Platz in der Natur - »Dieses Buch ist ein funkelndes Stück Literatur.« Matthias Jügler

Auf den Spuren der verlorenen Arten: kluge, berührende und nostalgische Essays über unseren Platz in der Natur

Im Jahr 1844 thronen zwei große, schwarzweißgefiederte Vögel auf einem Basaltfelsen vor der Küste Islands. Doch Museumssammler haben es auf sie abgesehen. Mit ihrem watschelnden Gang versuchen die pinguinähnlichen Tiere zum Rand der Klippe zu fliehen; sie können jedoch nicht fliegen und werden in die Enge getrieben. So rotten die Sammler unwissentlich eine ganze Art aus: die Riesenalke.

In seinen Essays begibt sich John Burnside auf die Spuren einer wilderen, reichhaltigeren Welt, und reflektiert auf kluge und berührende Art und Weise das Problem des menschenverursachten Aussterbens. Dabei geht es nicht nur um Artensterben, Burnside schließt verlorene Orte, Sprachen und kulturelle Vielfalt mit ein. So ist Von Riesenalks und Auerochsen Natur-, Kulturgeschichte und Zivilisationskritik zugleich, die für ein neues Verständnis unserer eigenen Sterblichkeit und unseres Platzes in der Welt eintritt. Eine tieftraurige Beschwörung dessen, was wir verloren haben – und ein dringliches Plädoyer dafür, das zu schützen, was uns noch bleibt.

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