Wir haben 6 Buchtipps zu "Kulturschock" gefunden.
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Der Vorabend des 8. April 1940, dem Tag der deutschen Invasion in Norwegen. Die norwegische Armee hält noch einige Wochen durch, aber als die Regierung sich nach London absetzt und das Land sich selbst überlässt, ist Sigrid Undset klar, dass sie wegmuss. In überfüllten Zügen, zu Fuß, auf Skiern durchs verschneite Gebirge, über Schleichwege gelangt sie über die Grenze nach Schweden, wo sie für den Moment in Sicherheit ist. In Stockholm möchte sie gern aktiv werden, darf aber nicht, wegen Hans, ihrem Sohn, der noch in Norwegen ist; die Nazis nehmen gern Geiseln und zwingen die Angehörigen so zur Kooperation. Und Schweden ist zwar neutral, aber die führenden Kreise sind überaus Deutschenfreundlich. Nächste Station ist Moskau, ein Kulturschock, protzige Fassaden und gewaltige Neubauten, daneben Verfall, Bettler, Schmutz. Und viele Menschen, zu denen sie als Nobelpreisträgerin und Vorsitzende des Schriftstellerverbandes Kontakt hatte, sind verschwunden und ihr wird bedeutet, deren Namen lieber nicht zu erwähnen. Viel Lauferei, dann geht es mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok. Von dort mit dem Dampfer nach Japan: alles sauber, fließendes Wasser, gutes Essen, eine uralte Kultur, wäre da nicht die Behandlung der Frauen … Schließlich: das Schiff, das sie in die USA bringen wird, in ein Land, das noch eine Zukunft hat. Gibt es etwas im deutschen Wesen, das es für Diktaturen empfänglich macht? Diese Frage treibt Undset um, deren ältester Sohn Anders im Krieg gegen Deutschland gefallen ist. Eine spannende und informative Lektüre, vieles davon ist hierzulande noch immer unbekannt – zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt von Gabriele Haefs.
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… und eine mutige Frau inmitten autoritärer Männlichkeit. Kalabrien 1960. Die junge Amerikanerin Francesca Loftfield soll im abgelegenen Bergdorf Santa Chionia im Dienst einer Hilfsorganisation einen Kindergarten eröffnen. Als durch eine Sturzflut Menschliche Überreste ans Licht gespült werden, zeigt die eingeschworene Dorfgemeinschaft kein Interesse an einer polizeilichen Untersuchung. Die Fremde stellt beharrlich Fragen, ihre Nachforschungen stoßen auf archaisches Schweigen. Tief verwurzelten Traditionen und mafiösen Loyalitäten in einer patriarchalischen Welt steht die stille Macht mutiger Frauen gegenüber.
Ein bildgewaltiges und atmosphärisches Panorama Süditaliens.
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Flucht und Ankommen, Sehnsucht und die Vergangenheit im Gepäck. Und immer wieder der Geschmack der Ostsee im Mund.
Dorit Linke schreibt berührend von Hannas innerer Zerrissenheit zwischen Schuld und Hoffnung. Eine authentische Geschichte über ein Land im Umbruch und mutige Menschen, die ihren Platz in der neuen Freiheit suchen.
Hanna ist nach ihrer Flucht bei ihrer Tante in der BRD angekommen. Sie muss lernen, dass Freiheit nicht nur Aufbruch bedeutet, sondern auch, sich mutig der Vergangenheit zu stellen. Während sie versucht zwischen Schwimmtraining und Party eine neue Normalität zu leben, fällt die Mauer. Sie kehrt in die DDR zurück. Dort trifft sie bei ihren Eltern, Freunden und alten Bekannten auf Hoffnung, Orientierungslosigkeit und auch Misstrauen. Hanna fühlt sich zusehends zerrissen zwischen neuen Bekanntschaften, den Erinnerungen an Andreas und den Erlebnissen in der Nachwendezeit. Einige Jahre später erlebt sie die entfesselte Gewalt beim Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, die das vermeintlich antifaschistische Selbstbild ihrer früheren Heimat brutal zerstört.
Erst als sie ihr Weg weiter führt, von Bremen, nach Berlin und schließlich nach Schottland, kann sie endlich wieder atmen, findet ihre Liebe und gewinnt die Leichtigkeit im Leben zurück.
Dorit Linke ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für ihr Engagement in der Politischen Bildung.
Für diesen Titel stehen Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download auf der Verlagswebsite arena-verlag.de zur Verfügung.
Gedruckt auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem „Blauen Engel“.
Außerdem von der Autorin bei Arena:
Jenseits der blauen Grenze
Jenseits der blauen Grenze. Ausgabe in Einfacher Sprache
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Impressum:
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