Wir haben 3 Buchtipps zu "Männerliebe" gefunden.
Unveröffentlichte, autobiografische Erzählung des zu Unrecht vergessenen, brillanten Schweizer Erzählers Walter Vogt. Zwei Männer in einem Bett, der eine schläft, der andere spricht. Erzählt wird eine Liebe in Zeiten von Aids: Die Geschichte eines »Verschonten«, der sich in einen wesentlich jüngeren Infizierten verliebt, dessen Tod greifbar nahe scheint. So macht sich der Ältere in einem Monolog Gedanken über seine Beziehung, über das Trennende der beiden Männer, über Sexualität, gekaufte Sexualität, aber auch über Freundschaft, Identität und das Verorten zwischen den Geschlechtern. Ein schonungsloser Text, von dem Vogt selbst dachte, dass er nicht publizierbar sei. Über Walter Vogt schrieb Kurt Marti: »Das Ekstatische faszinierte ihn, zugleich behielt er den scharf beobachtenden Blick des Intellektuellen. Der Hunger nach Erlebnis und der Hunger nach Erkenntnis trieben ihn gleichermassen um, trieben ihn auch voran. Erstaunlich die Offenheit, mit der Vogt schliesslich über sich selbst zu sprechen wagte! Worüber er auch immer schrieb und sprach, er schrieb und sprach von sich selbst. Es ist wahr, das tut wohl jeder Autor, nur tun es nicht alle so offen, so obsessionell, auch so gescheit wie Vogt.« Vogts eindrücklicher Text wird flankiert von einem »Vorbeben« von Christoph Geiser und einem »Nachbeben« von Kim de l’Horizon.
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»Eine der ganz großen Stimmen unserer Zeit.« Daniel Schreiber
Zwei Männer begegnen sich in Venedig. Der eine ist ein junger englischer Künstler, der mittellos aus London geflohen ist. Der andere ist der visionäre Danilo Donati, Kostüm- und Szenenbildner von Pasolini und Fellini, der Magier des italienischen Kinos. Die beiden trifft ihr Begehren unmittelbar, sie reisen nach Rom, geben sich der berauschenden Traumwelt der Cinecittà hin und tauchen zwischen Leichtigkeit und Fantasie. Doch in den politisch angespannten Bleiernen Jahre Italiens führen exzessives Leben, Arbeiten und Lieben in ein zunehmend bedrohliches Labyrinth, in dem höhere Mächte erschreckend brutal agieren.
Vor der verführerischen Kulisse Italiens ist Buch der Träume ein Rausch, eine zärtliche Verführung und ein bezwingend schön erzählter Roman über Macht und Illusion, Einsamkeit und kompromissloses Begehren.
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