Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Plagiat.
Wir haben 4 Buchtipps zu "Plagiat" gefunden.
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Auf »Plagiatsjagd« von Stefan Weber | €20,00
Eine Streitschrift
Plagiatsfälle bei Politiker:innen und Intellektuellen, Studierende, die nicht mehr richtig zitieren können oder sich gleich die ganze Abschlussarbeit schreiben lassen, Ideenausbeutung durch Gutachter:innen und Hochschulkorruption in Form fragwürdiger Besetzungspolitik. Geht es in der Wissenschaft noch vor allem um Erkenntnisgewinn und Inhalte? Oder streben Student:innen primär nach dem möglichst schnellen Titelerwerb und Wissenschaftler:innen zuerst nach Macht und Privilegien? Stefan Weber schildert nicht nur die spektakulärsten von ihm aufgedeckten Plagiatsfälle, er sucht die Ursachen für die Bildungsmisere ebenso wie mögliche Auswege. Ein geistreiches und punktgenaues Plädoyer für eine andere, bessere Universität und Wissenschaft.
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Alles ganz schlimm von Julia Pustet | €25,90
Roman
Die irrationale Konsistenz der Unzuverlässigkeit Stehenbleiben, wenn die Welt rast Endlich angekommen – oder? Susanne hat ihre Zwanziger überlebt, sich ein Leben aufgebaut, eigentlich läuft alles ganz gut. Doch irgendwie schleichen sich immer wieder Konflikte in ihre Freundschaften und Romanzen, entstehen Brüche und Intrigen, wird ihr Umfeld immer mehr zu einem Spielfeld, dessen Regeln sie nicht versteht. Das Gefühl der Leere lässt Raum für Erinnerungen, und Susanne beginnt, über ein lang vergessenes Kapitel ihrer jungen Erwachsenenjahre zu schreiben: ihre Zeit als Prostituierte. Der Text entwickelt ungeahnte Durchschlagskraft, als eine Freundin ihn stiehlt und als ihren veröffentlicht – und sich damit nicht nur ihre Gedanken, sondern auch ihr Trauma aneignet. Es folgen Gerüchte, Statements, Shitstorms, die Susanne schließlich zum Abbruch des Lebens bringen, das ihre innere Unruhe in Schach hielt. Bei ihrer Familie sucht sie Ruhe und Halt. Doch schleichend klopft die Befürchtung an, dass gerade hier der Ort liegt, der alles zum Zerspringen bringt … Laut, schnell, leise – ein pulsierender Roman, der den exakten Ton trifft und: süchtig macht „Alles ganz schlimm“ ist Drama, Schmerz, Humor und ein tiefer Blick in die Dynamiken und Zerwürfnisse unserer Zeit. Mitreißend und pointiert liefert Julia Pustet die Geschichte einer Frau, die sich mit der ganzen Welt konfrontiert – um am Ende nur wieder bei sich selbst anzukommen. Sie dehnt darin, manchmal sachte, manchmal unsanft, die Grenzen der Diskurse und Beziehungen, die wir führen, aus. Der Roman erzählt von Feminismus, Politisierung und Privilegien, von tiefgehenden Freundschaften und aufschürfenden Familienkonstellationen – ein kompromissloses Debüt zwischen Härte und Leichtigkeit!
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Das verlorene Kind von Rahel Sanzara | €30,00
Rahel Sanzaras dunkles Meisterwerk über einen Lustmord zum 100. Jubiläum neu ediert. Die fest gefügte Welt eines norddeutschen Gutshofes zerbricht, als die vierjährige Pächterstochter Anna B. Opfer eines grausamen Mordes wird. Sanzara erzählt mit großer Ruhe in sprachlicher Schönheit von den verheerenden Folgen, die diese Tat für die Eltern, die Hofgemeinschaft und den Täter selbst hat, vom Umgang mit Schuld, Trauer und Verantwortung Vor hundert Jahren wurde der Roman über Nacht zu einem der größten Bucherfolge der Weimarer Republik. Bis zu seinem Verbot durch die Nationalsozialisten hat »Das verlorene Kind« eine intensive Rezeption erfahren, die von Bewunderung bis zur Ungläubigkeit darüber reichte, dass eine Frau ein so episches und dunkles Werk verfassen konnte. Die Auseinandersetzung gipfelte in einem Literaturstreit um die Urheberschaftsfrage, in dem Sanzara von Schriftstellern wie Gottfried Benn und Kasimir Edschmid verteidigt wurde. Das Nachwort der kommentierten Ausgabe rekonstruiert den internationalen Erfolg des Romans sowie die Bezüge zur historischen Vorlage im Neuen Pitaval, einer Sammlung historischer Kriminalgeschichten. Erstmals wird auch die zum Teil erheblich gekürzte Fassung in der Vossischen Zeitung berücksichtigt. Der Band enthält ferner eine Auswahl zeitgenössischer Besprechungen, u. a. von Vicki Baum, Erik-Ernst Schwabach, Bernhard von Brentano, Monty Jacobs, Gabriele Reuter, Máximo José Kahn, Osip Mandelstam, Ernst Weiß, Lavinia Mazzucchetti, Carl Zuckmayer und Vita Sackville-West.
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