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Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Wasserstraße.
Wir haben 3 Buchtipps zu "Wasserstraße" gefunden.

Zwischen pornografischem Lachkabinett und Orpheusmythos treffen sich Joyce und Karl May, Faulkner und Freud, lesbische Erinnyen und Kühe in Halbtrauer. Unbeschwert zündet Schmidt in der Ereignislosigkeit der Heide sein Sprachfeuerwerk. In den Ländlichen Erzählungen spielt der »Klarglaswitzbold« und »Wortmetz« Arno Schmidt Themen und Situationen durch, die er später in Zettel's Traum wiederverwendet – Fingerübungen für sein Hauptwerk. Zustände der Wohlfahrtswelt, ländlich-sittlich filtriert, werden mit sarkastischer und lakonischer Genauigkeit beschrieben. »Ich finde seinen Humor großartig. Die Art und Weise, wie er aus einem Nichts, aus Alltäglichkeiten, die jeder erleben könnte, wenn er die Augen aufmacht, Literatur macht – also diese Mischung von Banalität und großer Kunst, die ist wunderbar.« Bernd Rauschenbach

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Geschichte eines Seewegs

Jahrhundertelang träumten europäische Seefahrer vergeblich von einer Ostroute durchs sibirische Eismeer: Willem Barents und Vitus Bering erlagen nach ihren »Entdeckungen« Spitzbergens und der Beringstraße den Strapazen ihrer Expeditionen, und selbst der erfolgsverwöhnte James Cook schweiterte an der Suche nach dem östlichen Ausgang aus den Eismassen. Die Sowjetunion erkämpfte sich den Seeweg durch den Einsatz von Eisbrechern, doch noch immer sank aus Hybris so manches Schiff. Ausgerechnet der Klimawandel öffnet nun die lange herbeigesehnte Wasserstraße – und macht sie zugleich zum Gegenstand unterschiedlichster Interessenkonflikte. Wirtschaftsraum für den Export von fossilen Rohstoffen oder Nationalpark im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes? Internationale Transitroute oder russisches Hoheitsgebiet?

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Roman

Der Protagonist Zweifelssohn – wie der jüdische Aufklärer Mendelssohn, aber mit Zweifel – reist von Wien durch verschiedene deutsche Städte bis nach Rügen und ist dabei immer auch auf der Flucht vor einer Welt, deren Ende ihn einzuholen droht. Max Czollek ringt in seinem ersten Roman mit einer Gegenwart zwischen Popliteratur und Untergangsvision, wie es sonst wohl kaum jemand vermag. Emotional, voller bitterbösem Humor und hochgradig aktuell!

Vielleicht ist Zweifelssohn verrückt, vielleicht ein Genie, vielleicht ein Prophet, so genau lässt es sich nicht sagen. Jedenfalls sieht er Dinge, die andere nicht sehen: tote Verwandte auf einer Wiener Wasserstraße, prophetische Visionen in Münchner Vorstädten und eine rauchende Hannah Arendt am Berliner Landwehrkanal. Er ist das Gegenteil von Leichtigkeit, trägt in seinem Koffer die Schwere der Geschichte. Schwebt zugleich über ihr, denn bei ihm besteht alles aus Gas, wie beim Warzenschwein Pumba aus dem König der Löwen. Er hält sich fest an seinen Freund*innen und ist doch endlos weit entfernt von ihrer Gegenwart. 

»Zweifelssohn« ist der poetische, witzige und verzweifelt optimistische Debütroman von Max Czollek.

»Wie sieht eine Literatur aus, die unsere Gegenwart in all ihrer Abgründigkeit, ihrer Absurdität, ihrem Witz, ihrer Gewalt und Zärtlichkeit beschreibt? Genau so!«.  MITHU SANYAL



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