Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen. Sie ist ihm vertraut aus dem Sommer 1979, über den er schreibt. Seine Lesung wirft die Frage auf, was wirklich war und was wirklich ist. War er damals zu jung für die große Liebe, und ist sie heute zu alt? Sind nur Illusionen verloren gegangen oder auch Ansprüche und Hoffnungen, die heute fehlen? »Das Wasser im August« ist auch eine Schule des Sehens und des Schreibens – und der Versuch, das eigene Leben so rückhaltlos wie möglich zu erkunden.
Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach Kriegsbeginn in Moskau geblieben ist, doch steckt Konstantin bis zum Hals in Schwierigkeiten, an denen sein Patenonkel nicht unschuldig ist, ein Oligarch mit transhumanistischen Ambitionen, der auch Lada in Bedrängnis bringt. Sprachgewaltig, lustvoll und berauschend. Eine Wunderkammer und ein Höllenritt.
Dieses Angebot kann die Profiturnerin Angel aus dem beschaulichen Fischerdörfchen in Cornwall nicht ablehnen: Eine Reise auf eine abgelegene Insel Tansanias, um die Sprache der Schimpansen zu erforschen – nicht aus der Distanz, sondern mitten unter ihnen, hoch oben in den Baumkronen des Urwalds. Und tatsächlich nimmt die Schimpansenfamilie Angel auf. Doch als die Insel verkauft wird und die neuen Besitzer der Insel ihre ganz eigenen Pläne zu verfolgen scheinen, beginnt ein Kampf ums Überleben – zwischen Trophäenjagd und Naturschutz, Gier und Mitgefühl, Mensch und Natur.
Das erste Mal hat Yrsa nicht die Absicht zu töten. Aber der Cambridge-Professor, der ihr gegenübersitzt, hat die Forschungsergebnisse ihrer Freundin gestohlen. Als sie die Biene in seine Sanpellegrino-Flasche schnippt, denkt sie, dass er einen schmerzhaften Stich abbekommen wird. Dann ist er tot. Und Yrsa, die – seien wir ehrlich – schon seit einiger Zeit gelangweilt ist, fühlt sich endlich wieder lebendig.
Der aufregende Debütroman von Imani Thompson verbindet Campus-Roman mit Thriller-Elementen und Humor. Eine unterhaltsame und wunderbar ins Absurde getriebene Geschichte über feministische Wut, Ungerechtigkeit, Begierde und Rache. Und über das Schwarzsein in einer sehr, sehr weißen Welt.
«Umwerfend – in jeder Hinsicht. Düster, spannend und unbestreitbar heiß, wird dieser Roman Ihnen den Atem rauben.» Glamour
Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten.
Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee – dem Ort, an dem viele der Beteiligten an dem Attentat gegen Adolf Hitler hingerichtet wurden. Als Sohn des Emigranten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut nahm Matthias Brandt die Rede zum Anlass, aus heutiger Sicht über den Mut und die Motive der Verschwörer des 20. Juli und vieler anderer Widerstandskämpfer:innen, zu denen auch die eigenen Eltern gehört hatten, nachzudenken und auch sich selbst über notwendige Konsequenzen aus der
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Ein bewegendes Debüt: zwei Schwestern, ein Roadtrip und die Frage, wie man weiterlebt, wenn sich alles ändert
»Zwei hinreißende Schwestern in einer Geschichte voller Liebe, Mut und Hoffnung – dieser Roman hat mich glücklich gemacht.« Elena Fischer
»Eine Hommage an die Liebe zwischen Geschwistern und die unbezwingbare Kraft der Kunst.«. Annika Büsing
»Es ist eine Wucht!« Alina Bronsky
Juna ist siebzehn und will trotz ihres schwindenden Augenlichts um jeden Preis Malerin werden. Martha ist dreizehn und versucht alles, um aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Die zwei wechseln kaum ein Wort miteinander. Doch dann verschlechtert sich Junas Diagnose, und sie erkennen, dass sie sich nur gemeinsam gegen die Welt wappnen können. Einfühlsam und kraftvoll erzählt Cora Wucherer vom unstillbaren Hunger auf das Leben und von einem Sommer, der alles verändert.
Seit sie denken können, teilen sich Juna und Martha ein Zimmer in ihrer engen Familienwohnung in München-Giesing. Doch das ist auch schon alles, was die beiden Schwestern gemeinsam haben. Juna, außergewöhnlich begabt und bedroht von einer seltenen Krankheit, erfährt, dass ihr wohl nur noch wenige Monate bleiben, bis sie ihr Sehvermögen verliert. Ihr Traum, einmal eine ebenso bedeutende Künstlerin zu werden wie ihr großes Vorbild Lotte Laserstein, scheint zu zerbrechen. Ihre jüngere Schwester Martha hingegen kämpft darum, überhaupt gesehen zu werden. Mit Junas Ausweis in der Tasche ergattert sie sich einen Nebenjob in einem Kino – und damit eine völlig neue Unabhängigkeit. Als Juna unbedingt ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen will, ergreift Martha ihre Chance und organisiert eine heimliche Reise für die beiden. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer ungeahnten Herausforderung – und die Schwestern geraten an die Grenzen dessen, was sie voneinander zu wissen glaubten.
»Flusslinien« ist ein großer Generationenroman über das Leben mit den Wunden, die uns zeichnen, und die Frage, wie man lernt, loszulassen, zu vertrauen und weiterzuatmen.
Margrit ist hundertzwei und wartet auf den Tod. Jeden Tag lässt sie sich von Arthur in den Römischen Garten bringen. Dort, mit Blick auf die Elbe, erinnert sie sich – an den Krieg, ihre Liebhaber und an Else, Gestalterin des Gartens und die große Liebe ihrer Mutter.
Margrits Enkelin Luzie hat sich von der Schule abgemeldet und übernachtet nun heimlich am Fluss. Während sie ihre Großmutter tätowiert, versucht sie, Stich für Stich, ihre Kraft und ihr Leben zurückzugewinnen.
Und dann ist da noch Arthur. Wenn er gerade niemanden zur Dialyse fährt, erfindet er Sprachen, sucht mit einer Metallsonde den Strand ab und ringt mit einer Schuld.
Um nicht vom Strom der eigenen Erinnerungen for
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Eine junge Frau zwischen Familie, Emanzipation und Leidenschaft
Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.
Sorgfältig recherchiert und inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte, zieht uns die außergewöhnliche Erzählerin Trude Teige in eine bewegende Geschichte um eine starke Frau in der rauen M
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Magdas Leben verändert sich mit einem Schlag: Ihr Mann Alfred, Botaniker in Münster, verliert 1933 seine Professorenstelle, weil er Jude ist. Als sich die Situation in Deutschland zuspitzt, packt die Familie Heilbronn ihre Koffer. Im fernen Istanbul lockt ein überraschendes Angebot: Republikgründer Atatürk will die Universitäten des Landes modernisieren, und am Bosporus soll ein prächtiger Botanischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt entstehen. Also verstaut Magda im Gepäck auch Samen aus der westfälischen Heimat. Aber wird sie selbst in der Fremde neue Wurzeln schlagen?
Wenige Jahre später ist der Garten in der Altstadt von Istanbul ein blühender Ort der Wissenschaft. Die talentierte Botanikerin Mehpare kümmert sich als Alfreds Assistentin um Beete und Gewächshäuser. So vieles lässt sich in der Welt sammeln und erforschen – nur Mehpares Gefühle bleiben unentdecktes Terra
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An der rauen norwegischen Westküste hat die Schifferin Kristiane ein gutes Leben für sich und ihre Familie erkämpft. Sie wünscht sich, dass ihr Sohn Anders die Familientradition bewahrt und Schiffslotse wird. Doch Anders hat eigene Talente und Träume, er möchte dem Ruf der Musik folgen. Als Kristiane sich zum Nachdenken an ihren besonderen Ort am Strand zurückzieht, macht sie eine dramatische Entdeckung – die nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Fischergemeinschaft ins Wanken bringt.
Ein mitreißender Roman um eine starke Frau in der traditionellen Gesellschaft der nordischen Fischer und Seefahrer, inspiriert von Trude Teiges eigener Familiengeschichte.
Ende der Achtziger, das ist im letzten Jahrtausend. Ende der Achtziger, das ist genau jetzt.
Marina träumt davon, der Sowjetunion den Rücken zu kehren, die Chance auf ein anderes Leben zu ergreifen, und sei sie noch so klein. Sie weiß: Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel, der nicht stillsitzt und wartet, dass man ihn fängt.
Jahre später und unzählige Kilometer entfernt versuchen Marinas Töchter, sich ihre Mutter als junge Frau vorzustellen. Wie war ihr Leben, bevor sie Mutter wurde? Wie ihr Verhältnis zur Großmutter, die sie nie kennengelernt haben: eine Ingenieurin mit einem Talent nicht nur für Zahlen, sondern auch für Deutungen der Zukunft.
Nach und nach reimen sich Marinas Töchter die Geschichte ihrer Familie zusammen. Eine Geschichte, bevölkert von Geistern, eine Geschichte, die zeigt, wie die Zeiten vergeh
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»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.
Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.
Tirol, Ende des 19. Jahrhunderts: Das entbehrungsreiche Leben hat die 18-jährige Theres hart werden lassen – aber auch mutig, stolz und stark. Als der mysteriöse Xaver im Tal auftaucht, verliebt sich Theres in den Fremden, den alle anderen bald für einen Wilddieb halten. Als die Bauern dem Wilderer eine Falle stellen, ist Xaver spurlos verschwunden. Außer sich verkündet Theres, Xavers Kind unter dem Herzen zu tragen, und flüchtet in die wilde Einsamkeit der Hochalpen. Dort bekommt sie ihre uneheliche Tochter in Freiheit. Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter Maria in den Hochalpen mit Blick auf ihre Heimat, die sie verstoßen hat, aber auch nicht loslässt. Maria kann den unbändigen Wunsch ihrer Mutter nach Freiheit und Selbstbestimmtheit nicht teilen. Und so will das Kind als erwachsene Frau genau das, was Theres zurückgelassen hat und bri
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Clara und Nina kennen sich seit Jugendtagen. Als sie nach vielen Jahren als erwachsene Frauen wieder aufeinandertreffen, leidet Nina bereits an den ersten Symptomen einer unheilbaren Erkrankung. Die beiden verlieben sich und stürzen sich in eine rasende Liebesbeziehung. In ihren Chatnachrichten bricht sich Begehren und Verletzlichkeit Bahn, Alltägliches steht neben Existenziellem. Während Nina trotz ihrer begrenzten Lebenszeit um eine Zukunftsperspektive mit Clara ringt, kämpft diese als alleinerziehende Mutter um Selbstbestimmung in einem Alltag aus Kinderpflege, Studium und Lohnarbeit. Wie lässt sich diese Liebe leben – angesichts der begrenzten Zeit, die Nina und Clara bleibt?
Lebendig, berührend und voller Sehnsucht erzählt »Pizza Orlando« vom Wunsch, der eigenen Geschichte habhaft zu werden.
»Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debütroman.« NDR
In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.
Zwei Frauen, zwei Generationen und die heilsame Kraft von Freundschaft und Natur
Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im
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Niemals hätte Marie gedacht, mit Mitte dreißig wieder am Küchentisch ihrer Eltern zu sitzen und eine Hundetagesstätte im Dorf ihrer Kindheit zu führen. Und doch ist das jetzt ihr Leben. Mitten im Sommer ist auch Magisch zurück, Magisch, der jahrelang in ihrem Bett geschlafen hat, mit dem sie das Punk-Pärchen im Ort war – den sie seit Jahren nicht gesehen, doch zugegeben immer vermisst hat. Aber da ist noch Andi, ihr Bruder und überzeugter Rechter – und für Marie der Zeitpunkt, ihm endgültig die Stirn zu bieten. In ihrem unverwechselbaren Ton erzählt Annika Büsing von einer unübersehbaren Liebe und dem Riss, der sich durch eine Familie zieht.