»Bildet Banden - lest dieses Buch!« ALENA SCHRÖDER
Wer sich an die Regeln hält, hat das Spiel nicht verstanden
Leonie handelt nach ihren eigenen Vorstellungen von Moral. Sie verwüstet das Büro ihres Chefs, sie prellt die Zeche, sie lügt im Bewerbungsgespräch - aber sie hat stets gute Gründe. Als ihr das Geld ausgeht, nimmt sie einen Job in München an. Doch die Stadt ist zu teuer für ein normales Gehalt. Als sie drei Frauen kennenlernt, die sich ihren Lifestyle mit zweifelhaften Methoden finanzieren, ist sie fasziniert. Schnell findet Leonie ihr eigenes Geschäftsfeld: Menschen mit frisch gebrochenem Herzen bezahlen sie für raffinierte Racheaktionen. Doch nach einer Weile kommen ihr Zweifel: Wie viel Geld braucht man wirklich für ein gutes Leben? Und wie viel Risiko ist sie bereit, dafür einzugehen?
»Dieses Buch ist die witzigste Antwort auf die Frage, wie wir im Kapitalismus überleben können: Wer gründet jetzt eine kriminelle Freundinnengruppe mit mir?« MAREIKE FALLWICKL
Svea Mausolf hat einen pointierten, kurzweiligen und zeitgeistigen Roman geschrieben mit dem für sie typischen Mix aus Satire, Humor und Ekel. Ein sensationelles Debüt, so aktuell wie klug, so komisch wie überraschend.
Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era versucht der allgegenwärtigen Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester, die im Wald Festplatten in die Luft jagen. Als Tochter zweier Momfluencerinnen will Maja vor allem eines: die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auslöschen. Während die Turteltaube ausstirbt, verlieben sich die beiden Mädchen ineinander. Doch kann es in dieser immer prekärer werdenden Welt einen gemeinsamen Ort für sie geben?
Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era versucht dem schleichenden Prozess der Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester, die im Wald Festplatten in die Luft jagen. Maja ist die Tochter zweier Momfluencerinnen, die versucht, die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auszulöschen. Während Era Notizbücher führt und all das Wissen, auf das sie Zugriff hat, zu ordnen versucht, bildet Maja eine zerstörerische Gegenkraft. Dennoch sind sie verbunden in ihrer Suche nach Intimität und analogen Reizen. Als die Turteltaube ausstirbt, verlieben sich die beiden ineinander. Aber nicht nur die Vögel sind bedroht: Nach einem großflächigen Brand verlieren auch die Mädchen einen bedeutenden Teil ihres Lebensraums.
Eine literarische Reise durch Tschechien – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026
Tschechien hat weitaus mehr zu bieten als Prag und die weltberühmte Literatur, die die Metropole hervorgebracht hat. Zwölf Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Deutschland und der Schweiz reisten für jeweils einen Monat in eine der zwölf tschechischen Regionalhauptstädte. Von Karlsbad bis Ostrava, von Liberec bis Budweis erkundeten sie Straßen und Landschaften abseits der ausgetretenen Touristenpfade und verwandelten ihre Eindrücke in Literatur. So entstanden Vampir-Stories, Coming-of-Age-Geschichten oder autofiktionale Reiseerzählungen – die einzige Vorgabe: ein Bezug zur Stadt, in der sie zu Gast waren. So laden die in Jenseits von Prag versammelten Texte dazu ein, die vielen Gesichter der Republik literarisch zu entdecken – damit das tschechische »Hinterland« kein böhmisches Dorf bleibt.
Alle Erzählungen sind neu und eigens für diesen Band entstanden.
Mirko Bonné über einen Oscar-Wilde-Doppelgänger und eine Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte in Zlín.
Marion Brasch über Pilsens Vergangenheit und Geister, die zum Leben erwachen.
Judith Hermann über einen wunderlichen Dichter in Brünn, der zwischen den Jahrhunderten lebt.
Peggy Mädler übers Erwachsenwerdenin Ústí nad Labem, wo nichts und alles passiert.
Clemens Meyer über die wilde Jagd auf das Messemännchen eines ukrainischen Hauptmanns in Karlsbad.
Anselm Neft über eine blutdürstige Vampirin auf ihrer Mission in Budweis und einen Schriftsteller, der ihr behilflich ist.
Ronya Othmann über zwei Frauen in Olmütz: verstohlene Blicke, flüchtige Berührungen und eine einseitige Obsession.
Inka Parei über die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart von Liberec.
Gregor Sander über Tausendschönchen und Stahl in Ostrava und eine Tochter, die ihrem blinden Vater zum Sehen verhilft.
Anette Selg über eine Reise nach Königgrätz, die in Trauer beginnt und mit einer Heilung endet.
Peter Stamm über ein Möglichkeitsleben in Pardubitz und die Unausweichlichkeit des Abschieds.
Anke Stelling über eine Schriftstellerin, die sich auf ein Abenteuer nach Jihlava begibt.