Singen ist die Sprache des Glücks
In Deutschland gibt es 60.000 Amateurchöre, und es werden immer mehr. Singen im Chor ist weit mehr als nur eine musikalische Darbietung – es ist ein Gemeinschaftserlebnis, das Glücksgefühle weckt, Stress abbaut und sogar das Leben verlängern kann. In seinem kenntnisreichen und unterhaltsamen Buch begibt sich Stefan Moster auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Chöre. Vom Profiensemble bis zum kleinen Laienchor, vom Männergesangverein bis zum queeren Vokalensemble – er beleuchtet die Vielfalt und die besondere Magie des Chorsingens.
Mit humorvollen und tiefgründigen Geschichten aus der Geschichte und Gegenwart des Chorgesangs zeigt Moster auf, wie Singen Menschen verbindet und Emotionen weckt. Er gibt spannende Einblicke in die verschiedenen Facetten, von historischen Anekdoten über die Rolle von Chören in der Politik bis hin zu überraschenden Momenten wie dem Chorgesang der Roten Armee in der Rudi Carell Show.
Stefan Moster zeigt die faszinierende Welt des Chors und beschreibt, was das Singen in der Gemeinschaft so besonders macht. Ein Muss für alle, die Singen lieben, sei es als aktive Sängerin oder als begeisterter Zuhörer.
Fight for your right to bike! – Frauen, Freiheit, Fahrrad
»Revolutions« ist kein gewöhnliches Fahrradbuch – es ist ein Manifest auf zwei Rädern. Hannah Ross rollt die Geschichte des Fahrrads radikal neu auf: aus der Sicht der Frauen, die damit ganze Gesellschaften in Bewegung brachten. Vom 19. Jahrhundert, als Frauen fürs Radfahren verspottet, bestraft und sogar pathologisiert wurden, bis in die Gegenwart. Die Geschichten vieler Radpionierinnen, Rennfahrerinnen und Abenteuerinnen zeigen, warum eine selbstbestimmte Position der Frau von Beginn an mit dem Radfahren verknüpft war: Das Fahrrad als echte »feministische Freiheitsmaschine«!
New York ist ein vertikaler Albtraum. Doch Manhattan ruht auf einem gewaltigen Felsen aus Granit, einer Horizontale, die alles trägt und verbindet. Die Menschen vergessen das: Hier, in der 26th Street, lebt ein Bibliothekar, der sich auf den Spuren Herman Melvilles verliert. Aber betritt er den Wahn des Anderen oder schließt ihn sein eigener immer dichter ein? In einer anderen Geschichte endet eine labyrinthische Verfolgungsjagd mit Zug und Fähre quer durch Europa auf einer abgelegenen Insel. Doch hier lauert keine Rettung, sondern eine Falle.
Die Erzählungen von László Krasznahorkai entfalten eine hypnotische Wirkung. Oft entwickelt sich der atemlose Sog im Dialog mit Zeichnungen des Malers Max Neumann: Text und Bilder greifen ineinander und entdecken eine Dimension der Realität, die weiter greift als Tag und Nacht, Schlaf und Traum.
Das Glück eines Menschen hängt daran, in der Nähe von anderen zu sein.
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich? In seinem ersten Sachbuch findet Simon Strauß eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen.
Was macht ein gutes Zusammenleben aus? Am Beispiel der Kleinstadt Prenzlau erkundet Simon Strauß, wie Gemeinschaft gelingen kann, wann sie scheitert und welche politische Bedeutung es hat, in der Nähe zu sein. Welche Kraft hat der gemeinsame Glaube an einen physischen Ort? Gibt es noch so etwas wie einen geteilten Himmel oder greift inzwischen jeder nur noch nach den eigenen Sternen? Ein Buch, das das Wissen des Autors um die ersten städtischen Bürgerschaften in der Antike mit seiner Neugier für die Probleme unserer Gegenwart verbindet. Seine Beobachtungsgabe mit seiner Begeisterungskraft. Die Bedeutung von Nähe wird hier zuerst emphatisch gedacht – und dann real betrachtet.
»Simon Strauß macht hier Ernst mit der Erkenntnis, dass Gesellschaft immer vor Ort passiert. Das gilt erst Recht für Ostdeutschland. Wer wissen will, wie hier die Menschen ihre Gesellschaft machen, muss dieses Buch lesen.« Heinz Bude
»Die Wahrheit ist immer konkret, aber nie einfach. Simon Strauß gelingt mit seinem sehr persönlichen Buch eine exemplarische Erzählung über ostdeutsche und gesamtdeutsche Lebensverhältnisse seit 1945.« Dirk Oschmann
Die Sage von »Sleepy Hollow« gehört zu den berühmtesten Erzählungen der amerikanischen Literatur, Washington Irving hat sie 1820 veröffentlicht: Der etwas tumbe Dorfschulmeister Crane befindet sich auf dem Heimweg von einer Feier. Es ist spät geworden und als er mit seinem Pferd die »schläfrige Schlucht« passiert, nähert sich ihm von hinten ein riesiger, unheimlicher Reiter. Und dieser Reiter scheint keinen Kopf zu haben! Liegt er gar vorne auf dem Sattelknopf? Crane gibt seinem Pferd die Sporen…
Eike Schönfeld hat diesen Klassiker für die Insel-Bücherei neu übersetzt. Von dem Comickünstler und Illustrator ATAK stammen die kongenialen Illustrationen, Philip Tägert alias FIL, Zeichner, Sänger und Comedian, hat ein Nachwort für diese Prachtausgabe verfasst.
Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?
In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.
Dieses Buch ist Teil der Reihe »75 Jahre Bibliothek Suhrkamp«: Willy Fleckhaus hatte für die Bibliothek Suhrkamp ein ikonisches Coverdesign und eine eigene visuelle Ordnung geschaffen. Mit »30 Farben für Willy Fleckhaus« (2026) greift Olaf Nicolai diese Gestaltung auf und aktualisiert die scheinbar zeitlose Gestaltungsgrammatik. Mit deren mathematisch berechneten Kombinationen bespielt er dieses Raster und verändert unseren Blick auf Fleckhaus’ Arbeit: Was ursprünglich als funktionaler Entwurf gedacht war, wird jetzt als konzeptuelle Struktur sichtbar. Nicolai erzeugt so eine neue Aufmerksamkeit für die Reihe als Form, er konserviert sie nicht, er aktiviert sie, er zeigt die Bibliothek Suhrkamp als eine höchstlebendige Struktur.
Es weihnachtet in der Sesamstraße
Wenn das Krümelmonster aus Keksen Festtagsdekoration bastelt und Oskar sein persönliches Weihnachtswunder im Müll findet, dann ist die chaotischste und schönste Zeit des Jahres da! Die Figuren der Sesamstraße erleben fröhliche Festtage und lassen uns mit kleinen Geschichten, Zitaten, Keksrezepten und ihren persönlichen Weihnachtsliedern daran teilhaben. Das perfekte Geschenk für alle Sesamstraßen-Fans.
Gemeinsam feiern
An Weihnachten zeigt sich das Glück der Freundschaft besonders deutlich. Die Sesamstraßen-Figuren beweisen, dass die schönste Dekoration die Akzeptanz des anderen ist und die festliche Gemeinschaft wichtiger als der perfekte Plan.
David Wojnarowicz gibt den Misfits Amerikas eine Stimme
Es sind die späten 70er, Wojnarowicz lebt auf der Straße, zieht kreuz und quer durch ein riesiges, verkommenes Amerika. Die Illusionen ist er los, aber die Menschen, die er trifft, liebt er, unbeirrbar – die Stricher, Pfarrer, Junkies, Soldaten, Trucker, Träumer, Ausreißer, die sich irgendwie durchschlagen, gestrandet in Bars und Stundenhotels, auf Hinterhöfen, an den Rändern der Gesellschaft, auf den gottverlassenen Nebenschauplätzen des Lebens.
Ihnen allen gibt Wojnarowicz Stimme und Würde, indem er ihre Begegnungen in einen grellen Bilderstrom aus fiktiven Monologen verwandelt – es sind unfassbare Geschichten, flirrend fremdartig und verstörend vertraut, über ein Land, das jeden Moment einzustürzen droht.
Mit tiefer Ehrlichkeit und halluzinatorischer Intensität erzählt David Wojnarowicz – der überlebensgroße, legendäre Künstler, Bilderstürmer und Aktivist – von Menschen, die nirgends dazugehören, von Aufbruch und Verzweiflung und von harscher Schönheit, wo niemand sie vermuten würde.
Eine literarische Reise durch Tschechien – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2026
Tschechien hat weitaus mehr zu bieten als Prag und die weltberühmte Literatur, die die Metropole hervorgebracht hat. Zwölf Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Deutschland und der Schweiz reisten für jeweils einen Monat in eine der zwölf tschechischen Regionalhauptstädte. Von Karlsbad bis Ostrava, von Liberec bis Budweis erkundeten sie Straßen und Landschaften abseits der ausgetretenen Touristenpfade und verwandelten ihre Eindrücke in Literatur. So entstanden Vampir-Stories, Coming-of-Age-Geschichten oder autofiktionale Reiseerzählungen – die einzige Vorgabe: ein Bezug zur Stadt, in der sie zu Gast waren. So laden die in Jenseits von Prag versammelten Texte dazu ein, die vielen Gesichter der Republik literarisch zu entdecken – damit das tschechische »Hinterland« kein böhmisches Dorf bleibt.
Alle Erzählungen sind neu und eigens für diesen Band entstanden.
Mirko Bonné über einen Oscar-Wilde-Doppelgänger und eine Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte in Zlín.
Marion Brasch über Pilsens Vergangenheit und Geister, die zum Leben erwachen.
Judith Hermann über einen wunderlichen Dichter in Brünn, der zwischen den Jahrhunderten lebt.
Peggy Mädler übers Erwachsenwerdenin Ústí nad Labem, wo nichts und alles passiert.
Clemens Meyer über die wilde Jagd auf das Messemännchen eines ukrainischen Hauptmanns in Karlsbad.
Anselm Neft über eine blutdürstige Vampirin auf ihrer Mission in Budweis und einen Schriftsteller, der ihr behilflich ist.
Ronya Othmann über zwei Frauen in Olmütz: verstohlene Blicke, flüchtige Berührungen und eine einseitige Obsession.
Inka Parei über die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart von Liberec.
Gregor Sander über Tausendschönchen und Stahl in Ostrava und eine Tochter, die ihrem blinden Vater zum Sehen verhilft.
Anette Selg über eine Reise nach Königgrätz, die in Trauer beginnt und mit einer Heilung endet.
Peter Stamm über ein Möglichkeitsleben in Pardubitz und die Unausweichlichkeit des Abschieds.
Anke Stelling über eine Schriftstellerin, die sich auf ein Abenteuer nach Jihlava begibt.
Kekse, Krümel und Lebensweisheiten
Das Krümelmonster schreibt seinen ersten Ratgeber. Worum es geht? Natürlich um das Thema, das dem beliebten Bewohner der Sesamstraße besonders am Herzen liegt: Kekse. Mit einer Mischung aus Humor und Weisheit zeigt er, wie man das Leben auf die leichte Schulter nimmt. Dazu hält er tiefgründige, charmante Einsichten parat sowie selbstverständlich das eine oder andere Keksrezept!
Die Kunst des Genießens
Herzerwärmende Tipps vom kuscheligen Monster aus der Sesamstraße – ein unterhaltsames Geschenkbuch für alle, die das Leben, den Genuss und einen Keks mit Schokoglasur und extra vielen Streuseln lieben.