Bei Maxine läuft es alles andere als rund: Erst erhält sie eine beunruhigende Diagnose, dann entdeckt sie, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Alice findet, Max braucht dringend Ablenkung - und meldet sie kurzerhand bei Tinder an. So lernt Max Johnny kennen: charmant, witzig und überraschend vertraut. Gemeinsam kochen sie sich per Chat durch das Familienkochbuch von Max’ Ex - ohne sich je zu begegnen, denn beide wollen nichts Ernstes. Doch aus dem harmlosen Spiel wird mehr, als Max vor einer entscheidenden Operation steht und alles, was sie bisher für wichtig hielt, hinterfragt. Aber hat sie den Mut, für das Leben - und die Liebe - einzustehen, die sie sich wirklich wünscht?
Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für einen Spottbetrag ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Doch die Renovierungsarbeiten stellen sich als schwieriger heraus als auf YouTube dargestellt. Und was macht man mit den langen Stunden der Stille zwischen den Tagen? Dort, wo nur weite Felder und flirrendes Licht sind, beginnt Sophie endlich, die Erwartungen anderer abzustreifen und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und warum?
»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.
Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.
Nach dem Tod seiner Mutter geht Amedeo nicht mehr zur Schule. Er flüchtet sich in Videospiele, hört viel Musik und geht dem Vater aus dem Weg. Der besorgte Vater hofft, Amedeo auf einer Zweitageswanderung auf die Punta Liberté wieder näherzukommen. Doch es kommt alles ganz anders als geplant. Und bald ist es an Amedeo, in der Abgeschiedenheit der majestätischen, aber auch rauen Bergwelt Verantwortung zu übernehmen.
Über Nacht verändern sich die Straßen von Wolnopol: Dünen wehen über die Promenade, künstlich anmutende Wirbelstürme reißen Schneisen durch die ukrainische Küstenstadt. Was wie ein Naturphänomen wirkt, entpuppt sich schnell als existenzielle Bedrohung. Kommen die Stürme aus Russland? Können Menschen und Stadt ihnen standhalten?
Inmitten dieses Chaos macht Maksym Karriere – als Dealer von synthetischen Drogen. Sein Großvater Bohdan, der den Gulag überstanden hat, bringt ihm Schach bei und zitiert Puschkin. Seine Mutter Nadia, Herzchirurgin des Städtischen Klinikums, traut weder Staat noch Menschen. Wie Bohdan ist sie bemüht, Maksym die Spuren der sowjetischen Diktatur nicht einzuprägen.
Doch während die Stadt im Sand zu verschwinden droht, gerät auch die Familie ins Wanken. Obwohl Maksym sein Drogenbusiness noch als Spiel versteht, steckt er schon in einer gefährlichen Spirale zwischen Macht, Abhängigkeit und Gewalt.
Ulrike Almut Sandig spannt in ihrem neuen Roman einen konsequenten sinnbildlichen Bogen über die drängenden Fragen unserer Zeit: Wie sehr brauchen wir einander im Sturm? Und wie hoch ist der Preis unserer Freiheit?