Wir haben 10 Buchtipps zu "Selbstinszenierung" gefunden.
Kommissar Kluftingers Ausflug ins digitale Zeitalter
Für Kluftinger könnte es kaum schlimmer kommen: Gerade wurde er in den Gemeinderat gewählt und muss sich dort mit seinem Erzrivalen und politischen Gegner Langhammer herumärgern, da steht er vor der nächsten Herausforderung. Eine Allgäu-Influencerin wird tot in der spektakulären Schlucht des »Eistobels« gefunden. Ein tragischer Unfall, ausgelöst durch ein waghalsiges Manöver, um das beste Instagram-Foto zu schießen? Oder eiskalt kalkulierter Mord? Der Kommissar muss tief in die Scheinwelt digitaler Selbstinszenierung eintauchen. Denn hinter den gefilterten Bildern lauern Neid, Hass und knallharte Konkurrenz. Kluftinger tappt durch ein Minenfeld aus Likes, Followern und Reichweiten und muss dabei feststellen, dass in dieser Welt kaum jemand mit offenen Karten spielt.
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Der erste Erwachsenenroman des Bestsellerautors über Vertrauen, Selbstfindung und den Mut, für die Liebe einzustehen. Caroline Wahl: »Ein Traum. John Green schreibt einen Liebesroman.« Der lang erwartete neue Roman des Weltbestsellerautors John Green: Kai und Juniper sind Anfang zwanzig, als ihr Traum wahr wird. Beide bekommen eine Rolle im groß angekündigten Hollywood-Film über Andy Warhol, den Vater des modernen Persönlichkeitskults. In der berauschenden Atmosphäre des Sets wachsen sie zusammen, verlieben sich vielleicht sogar. Als der Riesenerfolg beide mit einem Schlag berühmt macht, wird ihr Leben Teil der sozialen Medien – auf überwältigende, aber auch beängstigende Weise. Denn wie hoch ist der Preis des Ruhms? Und was geschieht mit uns, wenn das Private öffentlich wird? »Hollywood, Ending« erzählt von zwei jungen Menschen, die versuchen, in einer Zeit der digitalen Selbstinszenierung ihren Traum zu leben und dabei sich selbst und dem anderen treu zu bleiben. Zart, herzzerreißend und mit raffiniertem Witz – eine Geschichte, wie nur John Green sie erzählen kann.
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»Wünschten Sie nicht auch, Sie würden sich weniger für sich interessieren?« Res hat stets geglaubt, etwas Besonderes zu sein – so wie ihr Idol Frances Scott. Doch ausgerechnet an dem Tag, als sie diese größte Popkünstlerin unserer Zeit treffen soll, endet ihr Leben abrupt. Auf der Folie von Film, Musik und Werbung der Jahrtausendwende zieht ihr Leben an ihr vorbei. Und wir tauchen ein in das Unterbewusstsein der westlichen Populärkultur. Wie selbstverständlich wird hier eine Existenz in ständiger Stimulation erwartet, die auf ein grandioses Ende hinauslaufen soll – das nie erreicht werden darf. Im Delir trifft Res endlich Frances. In Lofts und Restaurants, bei Tennis Games und großen Auftritten. Es ist das letzte Aufglühen eines Traums aus einer Zeit, in der Pop scheinbar apolitisch nichts als Hedonismus verkaufte. Weder Res, die den Traum beschreibt, noch Frances, die den Traum verkauft, bestimmen seine Spielregeln. Sie streben danach, Produkt zu werden und Marke. Aber warum denn nur? Sprachspielerisch ergründet »delulu« das gegenwärtige Begehren nach dem Gesehenwerden. Alles hängt mit allem zusammen in diesem filigran konstruierten Roman, der literally so bunt und plastisch ist wie ein Spielzeug.
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"Es fängt mit mir an, und es hört mit mir auf." Karl Lagerfeld stilisierte sich selbst zum lebenden Logo und zu einem Mythos der Modewelt. Was aber steckt hinter dieser überlebensgroßen, charismatischen Figur, die trotz aller Kommunikationslust die eigene Lebensgeschichte geheim hielt? In dieser Graphic Novel kommt man dem Menschen Lagerfeld durch Simon Schwartz' kongeniale bildliche Umsetzung sehr nahe: dem frühreifen Jungen, der lieber auf dem Dachboden zeichnete, als mit Altersgenossen zu spielen; dem Sohn, der mit seinen Eltern stritt, aber nie von ihnen loskam; dem spitzzüngigen Konkurrenten von Yves Saint Laurent, den er am Ende überstrahlte; dem weltgewandten Genie in Paris, das mit preußischer Disziplin arbeitete; und dem Partner von Jacques de Bascher, der großen Liebe seines Lebens.
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Vor ihrer Mutter nach Berlin geflüchtet, strandet die junge Irma vor dem Theater. Dass sie bald schon auf der Bühne steht, hat sie nicht zu hoffen gewagt. Der Alltag am Theater ist weniger glamourös als erwartet, und doch aufregend anders als die alternative Siedlungsgemeinschaft, in der die vaterlose Irma aufgewachsen ist. Da ist die Star-Schauspielerin Blanda, Helene, die Irma bei sich aufnimmt, und der exzentrische Regisseur Taron Capla, der ihr eine wichtige Chance gibt. Irma stolpert durch die Dramen auf und hinter der Bühne, während sie von ihren Erinnerungen eingeholt wird. Die schmerzlichste ist jene an ihre Mutter, ihr warmes Strahlen, ihre kalte Verachtung. Als Irma ihre Rolle so zu sprechen beginnt, wie ihre Mutter sie gesprochen hätte, erntet sie von allen Seiten Applaus. Und doch wird klar: Sie muss aufhören, ihr Leben nur zu spielen, und den Fluch brechen.
Franziska Hauser schreibt über das, was Mütter und Töchter, Freiheit und Abhängigkeit, den Einzelnen und die Gemeinschaft verbindet und abstößt – und über all die schönen und schrecklichen Kleinigkeiten dazwischen. Mit viel Witz und in direktem Ton umarmt sie ihre Figuren und fordert sie heraus, sich zu zeigen. Ein Roman über Wunden, die nie heilen, und Wunder, die trotzdem passieren.
»Hier werden keine Kleinigkeiten verhandelt. Hier wird von Gewalt und Mutterschaft, von Hingabe und Demütigung erzählt. Und dabei gelingt Franziska Hauser etwas Unglaubliches: Zwischen all das setzt sie behutsam ein Mädchen, das zur Frau wird. So durchlässig, dass sie mir das Herz öffnet. Ich darf mit Irma wachsen und heilen. Ich liebe diese Irma. Ich liebe dieses Buch!« Maren Wurster
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Mikolay träumt von einer Karriere als Balletttänzer und ist überglücklich, als er an einer renommierten Ballettschule in Deutschland angenommen wird. Und während er im Leben um Worte ringt, ist Tanzen für ihn jene Sprache, mit der er sich ausdrücken kann und in der er sich mit all seinen Gefühlen und Gedanken wiederfindet. Doch an der Ballettschule ist vieles anders als in Mikolays Träumen. Hart. Kalt. Seelenlos. Als er aufgeben will, lernt er den Maler Luke kennen, freundet sich mit seiner Mitschülerin Rima an und entdeckt am Ende, wie er beides frei von Zwängen verbinden kann: das Tanzen und sich selbst. ›Barfuß bei Luke‹ ist kein Roman über hübsche Mädchen in Tutus. Es ist vielmehr eine Geschichte über Selbstaufgabe und Selbstfindung, über die Abgründe, die wir dabei durchschreiten, über Beziehungen außerhalb der Norm und über die Frage, wie viel wir bereit sind für einen großen Traum auszuhalten. Von Anne Brockmann in einer klaren und doch empathischen Prosa geschrieben, dass wir Mikolays Geschichte nicht mehr vergessen können.
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Rund um den Globus erleben wir gerade das Comeback autoritärer Führungsfiguren. Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit der Normalisierung reaktionärer, frauenfeindlicher und rückwärtsgewandter Denkmuster, die weit über die Politik hinaus in alle Lebensbereiche hineinwirken. Im Zentrum dieses Kulturkampfes steht das Thema Männlichkeit. Zwischen Selbstinszenierung und Vermarktung wird es hier zur Bühne, zum Mythos, zur Ware und zur politischen Waffe. In mehreren Kapiteln beleuchtet der Sachcomic die vielfältigen Facetten dieses Themas: von den historischen Wurzeln unserer Männlichkeitsbilder in der Antike über das Mittelalter bis hin zu seinem aktuellen digitalen Gewand in Form von Manfluencern, Gymbros, Podcastern und Alt-Right-Agitatoren. Mit analytischem Blick und visueller Klarheit verbindet „Strong Men“ Geschichte, Popkultur und Theorie zu einem schonungslosen, zugleich unterhaltsamen und tiefgründigen Panorama fragiler Männlichkeit.
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