An einem Tag im Mai 1980 steigt die achtjährige Ilaria nach der Schule in das Auto ihres Vaters, der sie abholen soll. Es ist der Beginn einer zweijährigen Irrfahrt durch Italien – denn der Vater hat sie entführt. Ständig wechselnde Hotels, die endlosen Stunden im Auto, auf unbeseelten Autobahnraststätten, Triest, Bologna, ein Internat in Rom, ein Bauernhof in Sizilien, und Ilaria denkt ständig an die Mutter und die Schwester und schwört sich, nicht mehr zu weinen. Manchmal sieht das alles aus wie eine normale Kindheit, dank der Spiele, die sie und der Vater unterwegs spielen, wie sie im Auto die Hits lauthals mitsingen. Aber der Vater trinkt, ist ständig nervös, viel zu impulsiv. Hin und wieder darf sie mit der Mutter telefonieren, Ilaria hat schmerzhafte Sehnsucht nach ihr, doch zugleich will sie den Vater schützen. Und bei alledem muss sie irgendwie versuchen, die andauernde Angst, den Zusammenbruch ihres Lebens, ihre stille Verzweiflung zu bewältigen.
Ilaria ist ein Roadtrip durch ein ungekanntes Italien und ein beeindruckend erzählter, autobiographisch grundierter Roman – über heikle Nähe, die elementare Schutzlosigkeit eines Kindes und die Notwendigkeit einer viel zu frühen Selbstbehauptung.
Leuchtend wie ein Stern
Ein poetisches Bilderbuch für Erwachsene über Hoffnung, Licht und das Wunder des Neubeginns. In einer Nacht, in der selbst die Sterne schlafen, macht sich der Sternengärtner auf den Weg, um Sternensamen zu pflanzen – mit einer Handvoll Sonnenlicht, einem Hauch Mondschein und ganz viel Sternenstaub. Zwischen Licht und Dunkelheit, Traurigkeit und Trost, beginnt etwas Kleines zu wachsen: ein Stern. Und dieser Stern – geboren aus der Dunkelheit – leuchtet hell für eine Welt, die ihn dringend braucht.
Mit zarten Illustrationen und berührenden Worten erzählt die koreanische Künstlerin Han Dam-hee eine metaphorische Geschichte vom Wachsen und Weitermachen, vom Loslassen und Leuchten.
Der Sternengärtner: Ein Bilderbuch über persönliches Wachstum
Die Schönheit des Lebens feiern - mit DRESSLERillustro!
Bei DRESSLERillustro erscheinen sorgfältig kuratierte Bilderbücher für Erwachsene mit einzigartigen Bildern und Texten. Die reich illustrierten Geschenkbücher von namhaften Autor*innen und Illustrator*innen begeistern durch ihre hohe inhaltliche und optische Qualität. Hier dreht sich alles um die großen Themen unserer Zeit: Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Naturverbundenheit, Selbstfürsorge. Jedes Buch ist ein kleines Kunstwerk und ein wertvolles Geschenk für einen lieben Menschen oder für sich selbst.
»Dieser Roman kratzt verkrustete Glaubenssätze über Mutterschaft auf und kommt einem persönlich sehr nah. Ich sehe jetzt klarer, wie ich selbst als Mutter – und als Tochter – sein will.« Mareike Fallwickl
Die Großmutter flieht im Zweiten Weltkrieg aus Polen in den Libanon. Die Mutter verlässt den Libanon für ein Leben in Deutschland. Die Tochter muss für eine Zukunft zurück nach Polen. Über eine Zeitspanne von siebzig Jahren hinweg erzählt Paola Lopez die mitreißende Familiengeschichte dreier Frauen, die sich ein freies Leben erkämpfen. Ein feinfühliger Roman über die komplizierte Liebe zwischen Müttern und Töchtern und die Flucht in die Welt.
Die Großmutter ist eine der ersten Chemikerinnen im Libanon. Die Mutter ist eine angesehene Medizinerin. Die Tochter ist Studentin der Informatik. Sie alle verbindet die Wissenschaft. Doch das Band zwischen den Generationen ist gerissen, Lucy spricht seit Jahren nicht mit ihrer Mutter. Bis plötzlich ein Klavier in ihre Wohnung geliefert wird. Der Steinway, auf dem Lucy als Kind spielen lernte. Sie hasst dieses Klavier. Es erinnert sie an alles, was sie hinter sich lassen wollte: den goldenen Käfig ihrer allzu behüteten Kindheit, die hohen Ansprüche ihrer Mutter und die fehlende Nähe. Als mit dem Klavier auch der polnische Geburtsname ihrer Großmutter auftaucht, setzt Lucy sich kurzentschlossen in den nächsten Zug nach Sopot, den einzigen Ort, den sie mit ihr verbindet. Sie muss die losen Fäden ihrer Familie zusammenführen, um ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen.
»Drei Frauengenerationen in der Wissenschaft, eine kleine Weltreise durch das Jahrhundert – erschütternd und einfühlsam zugleich.« Alina Bronsky
Georg-Büchner-Preis 2025
»Frau Ministerin, ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Sohn.«
Ein radikal gegenwärtiger Roman über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern. Mit einer Sprachkraft, die Staunen macht, erzählt die preisgekrönte Schriftstellerin Ursula Krechel von symbiotischer Mutterschaft, von existenziell gefährdeten Frauen und von politischer Gewalt.
Mit seiner Mutter sprechen zu müssen, ist für den Sohn von Eva Patarak ein Staatsverbrechen. Für Eva hingegen ist es ein Verbrechen, dass ihr Sohn und sie offenbar ausspioniert werden. Welches Ziel verfolgt die Lateinlehrerin Silke Aschauer mit ihrer Observation? Will sie etwa einen Roman schreiben? Bieten die grausamen Familienverhältnisse der Antike, die sie für den Unterricht aufbereitet, nicht ausreichend Stoff für Faszination? Fest steht nur: Silke hält längst nicht alle Fäden in der Hand, denn ihr eigener Körper hat einen blutigen Aufstand gegen sie angezettelt, der sie in die Rolle der Patientin zwingt. In ihrer Ohnmacht wenden sich beide Frauen an die Justizministerin – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie die Staatsvertreterin damit bringen. Ursula Krechel schreibt in ihrem hoch politischen und stilistisch herausragenden Roman eine Kulturgeschichte aller Frauen – von einer römischen Kaisermutter zu einer Studienrätin, von einer Verkäuferin in einem kleinen Kräuterimperium zu einer Ministerin. Es ist die Geschichte ihres Widerstands gegen die Gewalt, die ihnen physisch und psychisch zugemutet wird.
»Niemand erzählt so formbewusst wie Ursula Krechel.« Andreas Platthaus, FAZ
»Mit ihr zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine Autorin aus, die in ihren Gedichten, Theaterstücken, Hörspielen, Romanen und Essays den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt. […] Das Thema der Selbstbehauptung, Wiederentdeckung und Fortentwicklung weiblicher Autorschaft zieht sich als roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen.« Jury des Georg-Büchner-Preises
In "Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch" von Sven Nordqvist steht Weihnachten vor der Tür, doch die Vorfreude des alten Pettersson und seines Katers Findus wird jäh getrübt. Gerade als sie beginnen, sich auf das Fest einzustimmen, verstaucht sich Pettersson den Fuß im Wald. Mit einem verletzten Fuß sieht es düster aus für die beiden: Wie sollen sie nun zu einem Weihnachtsbaum kommen, geschweige denn zu den traditionellen Weihnachtsleckereien wie Stockfisch, Fleischklößchen und Pfefferkuchen? Ihre Sorge um ein tristes Weihnachtsfest ohne die gewohnten Freuden scheint berechtigt. Die Aussicht auf ein Weihnachtsfest ohne die üblichen Vorbereitungen und ohne festliches Essen drückt die Stimmung.
Doch was zunächst wie eine enttäuschende Wendung aussieht, wandelt sich bald zum Positiven. Die Nachbarschaft zeigt sich von ihrer besten Seite: Einer nach dem anderen kommen die Nachbarn vorbei, um Pettersson und Findus zu helfen. Jeder bringt etwas mit – sei es ein Teil des Festmahls oder einen Beitrag zur weihnachtlichen Stimmung. So füllt sich das Haus der beiden mit Wärme, Gemeinschaft und der wahren Weihnachtsfreude. Diese Geschichte zeigt, dass Weihnachten mehr ist als nur Essen und Geschenke; es geht um Nächstenliebe, Gemeinschaft und das Teilen von Freude.
"Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch" ist somit ein wunderbares Buch, das die Herzen der Leser in der Weihnachtszeit erwärmt und zeigt, dass das größte Geschenk die Zeit ist, die wir mit unseren Lieben verbringen.