Thomas Manns lebenslanges Ringen mit Liebe, Leben und Literatur
Er ist der literarische Magier des 20. Jahrhunderts: Nobelpreisträger und gefeiertes Genie und zugleich so unglücklich, wie man nur sein kann. Er liebt und darf nicht lieben, die Vorstellungen seiner Zeit stehen ihm im Weg. Was für ein Antrieb zu großer Literatur – und was für ein leidvolles Leben.
Seit seinem frühen Welterfolg mit den ›Buddenbrooks‹ und zwei Jahrzehnte später mit dem ›Zauberberg‹ öffnen sich ihm alle Türen, bis hin zu der im Weißen Haus. Keine deutsche Stimme kämpft so hörbar gegen Hitler wie seine, kein anderer häuft Ehrungen auf sich wie er. Seine Frau Katia und seine sechs Kinder umringen ihn dabei wie eine Festung. Doch der Abgrund ist immer nur einen Schritt entfernt.
Nach ihrem Welterfolg »Just Kids« gibt uns Patti Smith in diesem neuen Memoir einen zutiefst persönlichen Einblick in ihr Leben, das von Anfang an der Kunst und Liebe gehörte.
Beginnend mit ihrer Kindheit nach dem Zweiten Weltkrieg, betreten wir Patti Smiths ganz eigene Welt, beschrieben in poetischen, lebhaften Szenen und Details. Sie bietet uns intime Einblicke in ihre Teenagerjahre, in die Beziehung zu ihren Eltern, in die ersten Ausflüge in die Kunst und die verwirrende Intensität der Liebe. Im Schreiben findet sie schließlich Halt, getrieben von dem Bedürfnis, das Alltägliche in das Schöne, das Gewöhnliche in das Magische und den Schmerz in Hoffnung zu verwandeln.
»Bread of Angels« ist das Zeugnis einer einzigartigen Künstlerin über ihre Lebensaufgabe, ihre Berufung und den Glauben an die unendliche Macht der S
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Januar 1956: Siebzehn Jahre, nachdem Mascha Kaléko Nazi-Deutschland in letzter Minute verlassen hat, kehrt sie zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit – verbunden mit der bangen Frage, ob sie auch eine in die Zukunft sein kann.
Sie fährt nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, in der sie als Dichterin erfolgreich geworden ist, die sie liebte, und durch das ganze Land, ein ganzes Jahr lang. Fast täglich schickt sie Briefe nach New York, an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, und erzählt – von märchenhaften Erfolgen, einem Wunder in Berlin, Abgründen, von einem alten, neuen Land. Volker Weidermann schreibt über ein einzelnes Jahr und zeigt darin ein ganzes deutsch-jüdisches Leben. Es ist die Geschichte einer Dichterin, in deren Humor, Esprit und Melancholie wir uns selbst erkennen.
Abschied ist immer und überall. Jeden Abend nehmen wir Abschied vom Tag. Jeden Morgen verabschieden wir uns von der Nacht. Wir nehmen Abschied von Jobs, Jahreszeiten, Wohnungen, Träumen, Städten, von der Jugend, der Kraft, der Zeit, von unberührter Natur, von früheren Ichs unserer selbst. Kinder gehen in die Welt, Eltern in den Tod, Liebhaber zur nächsten Frau oder zum nächsten Mann. Dem endgültigen Abschied entrinnt ohnehin keiner. «Manchmal übe ich sterben», schreibt die Autorin.
Und nun nehmen wir auch noch Abschied von der Friedensgewissheit und von der Gewissheit der liberalen Demokratie. Abschiede sind unsere täglichen Lebensgefährten und Lehrmeister. Aber Abschied ist nicht nur Verlust und Traurigkeit, Abschied ist auch befreiend. Viel zu oft vergessen wir den Aufbruch im Abschied. Übersehen die Freiheit der Ungewissheit.
In ihrem Tagebuch erzählt G
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Als Rainer Maria Rilke vor 100 Jahren starb, lagen ruhelose Jahrzehnte hinter ihm. Ob in der Künstlerkolonie Worpswede, bei dem Vorbild Rodin in Paris oder bei den Frauen, die ihn durchs Leben trugen, es hielt ihn nirgends lange. Der europaweit bestens vernetzte Einzelgänger, der bis zu Tolstoi nach Russland kam, wollte Bewegungsfreiheit, Berührungen, Resonanzen. Von einer Ideologie ließ er sich nie vereinnahmen. Allem Festen und Beständigen im Denken und in der Liebe misstraute er genauso wie allem Eindeutigen zwischen Mann und Frau. Wohl auch deshalb vereinte er so viele scheinbare Widersprüche und Aufbrüche seiner Zeit in sich: die Lebensreform, die Religion der Erde, den Spiritismus, die Fortschritts- und Technikkritik, die Kultur der alteuropäischen Aristokratie und das moderne Paris Baudelaires. Rilke fand auf ganz eigenen Wegen Worte und Bilder für den Zusammenhang von Le
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Kathleen Hannas Band Bikini Kill verkörperte den Punkspirit der 90er wie kaum eine andere. Noch heute hallen ihre persönlichen und feministischen Texte in Hymnen wie »Rebel Girl« und »Double Dare Ya« kraftvoll nach. Aber woher kam diese transformative Stimme?
In Rebel Girl nimmt uns Hanna mit auf eine Reise von ihrer turbulenten Kindheit über die prägenden College-Jahre bis zu den ersten Bandauftritten. In diesen Jahren war es alles andere als selbstverständlich, in einer »Girlband« zu sein. Männliche Gewalt und Feindseligkeit lauerten überall, und um sich als Sängerin Gehör zu verschaffen, brauchte es unendliche Entschlossenheit – und den festen Zusammenhalt mit ihren Bandkolleginnen. Hanna dokumentiert die Anfänge der Riot-Grrrl-Bewegung, kritisiert aber auch deren Exklusivität.
In ihrer Autobiografie taucht neben Musiker*innen wie Kurt Cobain, Ian MacKaye, Kim Gordon oder Joan Jett auch Ad-Rock von den Beastie Boys auf, mit dem sie seit 20 Jahren verheiratet ist.