In einer Welt, in der Menschsein manchmal gar nicht so einfach ist, treffen diese Texte direkt ins Herz. Schonungslos ehrlich und mit großer sprachlicher Kraft findet Clara Lösel Worte für das, was wir alle schon einmal gefühlt haben, uns aber oft nicht trauen, auszusprechen. Es geht ihr ums Hinschauen, ums Auf-sich-selbst- und Nach-anderen-Schauen. Es geht um Liebe und Gesellschaft, um Lebensfreude und Trauer, um Schönheitsideale und mentale Gesundheit und die unbändige Stärke, die in der eigenen Verletzlichkeit liegt. Aber vor allem geht es um die eine wichtige Botschaft: Du bist damit nicht allein.
Diese 101 neuen Gedichte werden von ihrer Community schon sehnsüchtig erwartet – darunter bisher unveröffentlichte Texte, die Clara bereits auf ihrer ausverkauften Tour performt hat und die von den Fans geliebt werden.
Bertolt Brechts und Kurt Weills Welterfolg, Die Dreigroschenoper, ist jetzt in einer farbkräftig illustrierten Prachtausgabe neu zu entdecken. Katja Spitzers leuchtende Bilder voller Witz und Dynamik lassen dieses mitreißende Theaterstück in einem neuen Licht erstrahlen. So frisch und frech, so kraftvoll und knallig wurde Die Dreigroschenoper schon seit langem nicht mehr präsentiert.
In den düsteren Straßen Londons kämpft der skrupellose Gangster Macheath, genannt Mackie Messer, um Macht und Liebe ‒ doch sein größter Gegner ist nicht das Gesetz, sondern die noch korruptere Gesellschaft um ihn herum. Als er heimlich die schöne Polly, Tochter des zwielichtigen Bettlerkönigs Peachum, heiratet, entfaltet sich ein intrigantes Spiel um Verrat, Geld und Moral, in dem niemand wirklich unschuldig ist …
Liebe ist für Thomas Brasch (1945–2001) eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Braschs dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet. Und sie belehrt: Wann, wem und wie schreibt man ein erotisches Gedicht?
In dem Band stehen Gedichte, die Brasch eigenständig und zu Lebzeiten publiziert hat, neben literarischen Hinterlassenschaften. Texte aus den frühen Jahren(»Anna, komm …«) sind ebenso vertreten wie Arbeiten aus jüngerer Zeit, etwa eine Gruppe mit Brunke-Gedichten, die in den 1990er Jahren entstanden sind.
Dieses Buch ist Teil der Reihe »75 Jahre Bibliothek Suhrkamp«: Willy Fleckhaus hatte für die Bibliothek Suhrkamp ein ikonisches Coverdesign und eine eigene visuelle Ordnung geschaffen. Mit »30 Farben für Willy Fleckhaus« (2026) greift Olaf Nicolai diese Gestaltung auf und aktualisiert die scheinbar zeitlose Gestaltungsgrammatik. Mit deren mathematisch berechneten Kombinationen bespielt er dieses Raster und verändert unseren Blick auf Fleckhaus’ Arbeit: Was ursprünglich als funktionaler Entwurf gedacht war, wird jetzt als konzeptuelle Struktur sichtbar. Nicolai erzeugt so eine neue Aufmerksamkeit für die Reihe als Form, er konserviert sie nicht, er aktiviert sie, er zeigt die Bibliothek Suhrkamp als eine höchstlebendige Struktur.
Ein Leierkasten voller Weisheit
Marmelade, Schokolade, Wenn die Möpse Schnäpse trinken oder Die Weihnachtsmaus – James Krüss schuf mit seinen Gedichten die schönsten Sprachspiele zum Schmunzeln, Nachdenken und Singen. Sein zeitloser Leierkasten ist ein Klassiker der Kinderliteratur und eine nostalgische Wiederentdeckung für Erwachsene – wie auch schon Erich Kästner wusste, der für die Sammlung ein Nachwort schrieb.
Das Thema der Liebe zieht sich durch alle Jahrzehnte von Brechts Werk hindurch: Die ersten Liebesgedichte schrieb er noch als Schüler, die letzten als weltbekannter Dramatiker.
Diese Auswahl zeigt, wie facettenreich Liebe sein kann: zärtlich und wild, himmlisch und sehr irdisch. Neben berührenden Klassikern wie »Vom ertrunkenen Mädchen« oder »Die Liebenden« stehen Texte, die direkt, sinnlich und manchmal derb sind – ohne Scheu vor dem Körperlichen.
Wie können wir unserer eigenen Sterblichkeit mit Schönheit und Würde begegnen?
»Es könnte auch schön werden« versammelt unterschiedliche Texte und Textformen zu der Frage, wie man dem Alter beikommt und wie dem Tod. Wie in »Hey Guten Morgen, wie geht es dir?«, setzt sich Martina Hefter auch hier auf poetische Weise mit dem Thema Care-Arbeit auseinander.
Martina Hefter begibt sich in die Begegnung mit Krankheit und Pflegebedürftigkeit und fragt so eindringlich wie phantasievoll, wie wir nicht nur als Individuen, sondern auch als Gesellschaft mit Alter und Gebrechlichkeit, mit Pflege und Sorge umgehen können. Szenische Texte und Gedichte ergänzen einander und treten in ein Gespräch mit den Leser*innen. Der titelgebende Text erzählt von den Besuchen der Autorin bei ihrer kranken »Schwermutter« in einem Leipziger Pflegeheim. Die ernüchternde Welt des Heims wird zu einem Ort, der magisch und profan zugleich ist. Im Zentrum steht immer der Blick auf den Menschen und die Frage: Wie können wir unserer eigenen Sterblichkeit mit Schönheit und Würde begegnen?