Wir haben 3 Buchtipps zu "Groupies" gefunden.
Junge Frauen und ihre Körper – selbstverständlich normschön, jugendlich, sexy – sind das Rohmaterial, aus dem die Musikindustrie und die Logik des Pop gemacht sind. Sie werden in Songtexten angeschmachtet und fetischisiert, beschimpft und degradiert, sie dienen auf der Bühne und im Backstage als Projektionsfläche. Weibliche Fans werden als kreischende Masse oder willenlose Groupies betrachtet, nicht fähig zu einem ernsthaften Interesse an der Musik oder einem ernstzunehmenden Geschmack. Und wenn eine Frau als Künstlerin auftritt, dann ist sie zunächst eine Frau und erst dann eine Musikerin, dann ist ihr Körper entweder zu dick, zu dünn, zu perfekt oder sonst wie falsch, dann ist sie entweder Hure oder Heilige, und dann – plötzlich – ist sie sowieso zu alt. In einer so wütenden wie lehrreichen Mischung aus Analyse und Abrechnung zeigt Sonja Eismann, wie tief Sexismus und Ageismus in die Musikindustrie eingeschrieben sind, wie wir als Konsument*innen den male gaze erlernt und verinnerlicht haben, wie Missbrauch und Pädosexualität in fast allen Szenen und Genres akzeptiert werden. Sie schreibt über alte Männer, die minderjährige Sängerinnen sexualisierte Songs performen lassen, über die scheinbare Unmöglichkeit eines richtigen Alterns, sexistischen Musikjournalismus, Superstars wie Taylor Swift, Beyoncé oder Peaches, über Feminizide in Songlyrics – und natürlich über Beispiele der selbstbewussten Aneignung, des Widerstands, der wütenden Mittelfinger gegen das Musikpatriarchat. »Feminismus ist nicht Fun, er ist komplex und er kotzt die Leute an – und er macht Arbeit! Und die hat sich Sonja Eismann gemacht, indem sie mit Verve und Zorn und zahllosen Beispielen beweist, wie patriarchal es in der Musikindustrie immer noch zugeht.« Christiane Rösinger
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Jetzt oder nie! Nach dem Megaerfolg ihres letzten Buches erfüllt sich Ella Carina Werner endlich einen lang gehegten Traum: mit ihren besten Freundinnen gründet sie eine feministische Punkband. »Menopause Turbosause« soll die immer noch patriarchale Szene ordentlich aufmischen, aber Groupies, Eierlikör-Exzesse, Ruhm und Reichtum gibt es nur, wenn sie einen ersten gigantischen Gig klarmachen. Dafür braucht es mit Mitte vierzig schon ein bisschen Chuzpe und eine gute Portion Größenwahn.
Um nicht vollends abzuheben, schlappt sie zu den Elternabenden ihrer Kinder, zum raffgierigen Bankberater, zu ihrer raubeinigen Frauenärztin und ihrem verrückten Verleger, der sie zwar umschmeichelt, aber nur weil er sich angesichts der musikalischen Ambitionen seiner Starautorin um seine Karriere sorgt. Doch nach 20 Jahren im komischen Kleinkunstbetrieb, hat sie gelernt Komplimente von fremden Männern eiskalt zu parieren und ihr Ding skrupellos durchzuziehen ...
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