Wir haben 3 Buchtipps zu "Liebhaberinnen" gefunden.
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Die Erzählerin von Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein hat viel zu tun. Der Kater ihrer Freundin Eva ist verschwunden, und sie befürchtet, er könnte im Bewusstseinsstrom davongeschwommen sein. Ihre andere Freundin Fanny hat kaum Zeit für sie, denn sie arbeitet in der Finanzbranche und ist mit nicht weniger als drei Liebhaberinnen verstrickt. Und vor allem Gertrude Stein macht der Erzählerin das Leben schwer.Sie versucht, einen Essay über Stein zu schreiben, aber das scheint ganz unmöglich zu sein. Sie weiß zu viel und gleichzeitig gar nichts über die wichtige Avantgarde-Denkerin des frühen 20. Jahrhunderts.Was sie weiß, ist Folgendes: Gertrude Stein studierte Psychologie und Medizin, brach dann aber ihr Studium ab, kuratierte stattdessen in ihrer Mietwohnung in Paris moderne Kunst, die die Welt erschüttern sollte, Picasso, Matisse und Hemingway gingen bei ihr ein und aus, sie schrieb Romane, Theaterstücke und Gedichte, die inkohärent und brillant sind,und sie verliebte sich auf den ersten Blick in ihre spätere Frau Alice B. Toklas.Aber so vieles weiß sie auch nicht. Und so versucht sie, herauszufinden, was wir verlieren müssen, um modern zu werden, wie wir mit Ängsten umgehen, mit Unsicherheit leben, mit deprimierenden Vätern, wie wir uns ein neues Leben in einem anderen Land aufbauen. Sie denkt nach über Kunst und Sprache und Freiheit – darüber, was all diese Dinge für Gertrude Stein in den Anfängen des 20. Jahrhunderts bedeutet haben und was sie für sie zuBeginn des 21. Jahrhunderts bedeuten.
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Vincent, einst hoher Ministerialbeamter, kommt kurz nach seinem Fünfundachtzigsten ins Krankenhaus, zu überraschend, um im Keller noch für Ordnung zu sorgen. Was seine Söhne Tom und Alexander da in einem Aktenschrank finden, rückt ihre Kindheit in ein völlig anderes Licht: Fotos von allen dreiundzwanzig Liebhaberinnen des Vaters. Und auch die Mutter hatte andere Männer, allerdings nur drei. Erst jetzt, als Erwachsene, trauen sich die Brüder, das Bild von der Vorzeigefamilie als Lüge zu entlarven. Doch wer waren Vater und Mutter wirklich, die beiden in der jungen Bundesrepublik viel zu früh Verheirateten, Angehörige einer von Krieg und Faschismus beschädigten Generation? Und was haben sie an ihre Kinder weitergegeben, an Tom, der um sein berufliches Überleben als Fotograf kämpft, und an Alexander, in dessen Ehe es vorübergehend leise kriselt? Auch sie beide sind Väter und sehen sich Kindern gegenüber, die ihre eigenen Wege gehen und sie zu hinterfragen beginnen ...
In seinem Drei-Generationen-Roman erzählt Michael Kumpfmüller von den verdrängten Konflikten einer ebenso speziellen wie normalen deutschen Familie und zeichnet mit viel Empathie und Realismus den Wandel von Familienbildern vom Zweiten Weltkrieg bis in unsere unmittelbare Gegenwart nach.
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