Wir haben 4 Buchtipps zu "Mediensatire" gefunden.
Sebastian Hotz’ zweiter Roman ist ein gekonntes Spiel mit »kultigen« TV-Figuren und den Kulturkämpfen unserer Gegenwart – eine Mediensatire als Roadmovie, in der Ähnlichkeiten mit realen Personen selbstverständlich rein zufällig sind.
Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an. In unzähligen Sendungen hat er »dem Land den Puls gefühlt«, die Grenzen von Komik und gutem Geschmack ausgetestet und darüber entschieden, wer mitlachen darf und über wen gelacht wird – Letzteres war oft genug: Boris.
Als Sidekick, stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst blickt Boris auf eine spezielle Karriere im Rampenlicht zurück – aber war es eine, die ihn in den Sessel seines Lehrmeisters führt? Programmchefin Marianne hat ganz ander
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Martin Buchholz, Kabarettlegende, Journalist und Autor, legt seinen ersten Roman vor: einen Krimi, der aus dem üblichen Rahmen fällt und manch Genreklischee auf die sarkastische Schippe nimmt. Und doch erzählt er zugleich eine spannende Story aus dem Fernseh- und Politmilieu mit einer verblüffenden Auflösung. Eine Fernsehserie wird brutale Realität: Ein Täter – oder eine Täterin? – stellt die Morde aus der TV-Show »Rosenmörder« nach. Die Opfer: ein zweitrangiges Fernsehstarlet und ein rechtsradikaler Rapper, der Goethes »Heideröslein« zur Vorlage für seine perversen Fantasien machte und mit dem Foto eines Donald Trump zwischen den Pobacken endet. »Ein Arschloch im Arschloch eines Arschlochs«, kommentiert Kommissar Bruns. Er, der eigentlich schon zu alte Kommissar mit Hang zur ausschweifenden Beredsamkeit, ermittelt zusammen mit Irina Schultz, der eigentlich noch zu jungen Feministin mit vorlauter Klappe. Kein Wunder also, dass es in Vernehmungen mitunter zu poin- tierten Screwball-Dialogen kommt. Zumal hinter der Story vom nachgespielten Serienmord der Satireprofi Martin Buchholz steckt, dem es ein lesbares Vergnügen bereitet, die Genreklischees von Fernsehermittlungen genüsslich zu obduzieren und das abgehobene Milieu der Medienbranche spöttisch einzusargen. – Ein spannendes Mordsvergnügen mit satirischer Finesse.
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