Wir haben 8 Buchtipps zu "arbeitslos" gefunden.
Der Brief des Anwalts ist unmissverständlich: Seine Frau will die Trennung, er muss die gemeinsame Wohnung verlassen, der Sohn bleibt bei der Mutter, das Auto kann er behalten. Weil er arbeitslos ist, hat er keine andere Wahl, als in ein altes Ferienhaus in einem Bergdorf zu ziehen, eine Stunde von der Stadt entfernt. Getrieben von der Angst, auch noch seinen Sohn zu verlieren, rast er den Berg hinauf und hinunter, nimmt jeden Gelegenheitsjob an, den er bekommen kann, pendelt zwischen seinem Psychiater und seiner Anwältin, pumpt sich voll mit Bier und Tabletten. Die Tage ohne Arbeit verschwimmen im Delirium, bis er anfängt, seine Umgebung wahrzunehmen, den Garten in Ordnung zu bringen, im Kamin Feuer zu machen. Er beginnt wieder zu malen, wie früher, wie Alfonso Ossorio, sagt man ihm, einer, der gemalt habe wie Jackson Pollock, nur ein bisschen anders. Vor allem aber wird das Ferienhaus zum Refugium, das er jedes zweite Wochenende mit seinem Sohn teilt. Hier ist Raum für Spiele und Vertrautheit. Hier kommt, zusammen mit dem Winter, langsam wieder Ruhe in sein Leben. "Davonkommen" ist ein einziges großes Decrescendo. Der Roman kann, muss aber nicht, als Vorgeschichte zu "Tage mit Felice" gelesen werden.
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Liebevoller Vater und wütender Hassposter: Paul ist beides, und als er im Netz bloßgestellt wird, kämpft er um seine Würde, Familie – und sein Leben. Mit der Geschichte von Paul Sarianidis gelingt Vladimir Vertlib in „Zebra im Krieg“ ein meisterhaft ironischer, jedoch stets von Zuneigung und Humanität erfüllter Blick in menschliche und politische Abgründe: Paul lebt mit seiner Familie in einer vom Bürgerkrieg heruntergewirtschafteten osteuropäischen Stadt am Meer. Als er arbeitslos wird, verstrickt er sich immer tiefer in die wüsten Debatten, die in den Sozialen Medien toben. Doch eines Tages wird Paul von Boris Lupowitsch, einem Rebellenführer, den er im Internet bedroht hat, verhaftet. Lupowitsch rechnet mit ihm vor laufender Kamera ab. Paul wird verhöhnt und gedemütigt, das Video millionenfach gesehen. Wie kann er mit dieser Schande weiterleben?
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In ihrem Debutroman ≫Schrodingers Grrrl≪ erzählt Marlen Hobrack die Geschichte von Mara Wolf – Schulabbrecherin, Anfang zwanzig, depressiv, arbeitslos in Dresden. Ihren Alltag füllt sie mit Instagram, Dating und Online-Shopping. In einer Bar lernt Mara den PR-Agenten Hanno kennen, der von ihr und ihrem schragen White-Trash-Auftreten begeistert ist. Er engagiert sie für eine Party und überredet sie, sich als Romanautorin auszugeben. Den Roman geschrieben hat ein alter weiser Mann, der genauso wie Hanno und sein Lektor nicht glaubt, dass es sich unter seinem Namen verkauft. Die drei Manner schmieden einen Plan für einen großen literarischen Erfolg, auf den sich Mara einlasst. ≫Schrodingers Grrrl≪ ist ein zeitgenössischer Entwicklungsroman, eine Hochstaplerin-wider-Willen-Studie, eine Geschichte über eine junge Frau, die keinen Platz in der Gesellschaft findet, weil sie gar nicht erst daran glaubt, einen beanspruchen zu können. Doch da gibt es die drei Heldinnen – ihre Mutter, ihre beste Freundin Charis und ihre Sachbearbeiterin Frau Kramer in der Arbeitsagentur, die sie nicht im Stich lassen.
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»Den Weltuntergang haben ein paar Leute befürchtet, wegen der Banken, wegen irgendeines mystischen Kalenders. Viele Beinahe-Weltuntergänge hast du bereits erlebt. Du hast sie herbeigesehnt und wurdest enttäuscht. Du denkst an die Krisen als Marker. Autofahren hast du während der Ölkrise gelernt, eine Familie in der Jugoslawienkrise gegründet. Während der Terrorkrise hast du die erste Flugreise unternommen, während der Bankenkrise warst du selbstständig. Du fragst dich, was die nächste Krise auslösen wird.«
An der Supermarktkasse stellt Manfred Gruber fest: Die Behörde hat die Sozialhilfe nicht überwiesen. Dass die Kartenzahlung erneut abgewiesen wird, treibt ihm vor Scham die Röte ins Gesicht. Es ist ein kalter und regnerischer Tag, ohne Geld muss er den weiten Weg entlang der österreichischen Bundesstraße zu Fuß auf sich nehmen, um die Beamten zur Rede zu stellen. Er hat alle Auflagen erfüllt, alle aussichtslosen Bewerbungen verschickt, die unsäglichen Bewerbungstrainings und unbezahlten Probearbeitstermine absolviert, er ist seiner Bemühungspflicht verdammt noch mal nachgekommen! Die können ihm gar nichts – doch er irrt sich.
Ein wichtiger Roman zur richtigen Zeit: Sandra Weihs blickt dorthin, wo die Gesellschaft als Erstes wegschaut. Auf empathische Weise beschreibt die Autorin den verzweifelten Kampf eines im Sozialsystem Alleingelassenen. Ihre messerscharfen gesellschaftlichen Betrachtungen, der treffsichere Humor, hinter dem immer wieder eine Bernhard’sche Ironie hervorblitzt, lassen einen nicht los – ein Roman, der mit Vorurteilen aufräumt und der seinem Protagonisten das zurückgibt, wonach ihm am meisten verlangt: die Würde.
»Ein Text wie eine Maschine. Atemlos zu lesen. Mit eisernem Mut. Grandios und bitter.« Andreas Maier
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Es kam alles anders als geplant Wir schreiben das Jahr 1976. Harald Deerberg ist frisch verheiratet und arbeitslos. Ein Bremer Industriebetrieb sucht einen Mitarbeiter für die Exportabteilung. Er bekommt den Job und erlebt erstmals einen Kapitalisten, der rücksichtslos profitieren will. Zusammen mit Arbeitern gründet er eine Gewerkschaftsgruppe, wird Betriebsratsvorsitzender und tritt einer kommunistischen Organisation bei; ist mit 23 Jahren jüngster Gesamtbetriebsratsvorsitzender innerhalb der IG Chemie und engagiert sich erfolgreich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Es folgen fünf Jahre erbitterte Auseinandersetzungen, mit verdeckten Informanten, abgehörten Telefongesprächen, Mobbingattacken, Abmahnungen und vielen vergeblichen Kündigungen. Es wird detailreich und lebensnah geschildert, man fühlt sich unwillkürlich in diese aufregende Zeit versetzt, nimmt teil an den heutzutage fast unwirklich erscheinenden Auseinandersetzungen im Betrieb und den politischen Aktionen zur Abschaffung des Kapitalismus. Auch das private Leben ist turbulent, so gehören häufige WG- und Wohnungswechsel dazu. Im KBW steigt er stetig auf, übernimmt noch mehr Aufgaben, organisiert viele Aktionen, unter anderem gegen die Rekrutenvereidigung im Bremer Weserstadion am 6. Mai 1980. Am Ende gibt er müde und ausgelaugt auf und studiert. Der KBW ist in Auflösung begriffen und die Geduld der Gewerkschaft begrenzt. Doch seine Vergangenheit holt ihn schnell wieder ein.
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Gut kannte sie ihren Vater nicht, die Familie ging früh auseinander. Trotzdem, sein unerwarteter Tod ist ein Schlag für Martina, Mitte dreißig, die arbeitslos durch ein unstetes Berliner Leben trudelt. Also geht sie erst mal so in die Situation, wie es ihr am liebsten ist: sich in langen Nächten mit vielen Gläsern den Ernst des Lebens ein bisschen schöner zu machen – oder sich ihm gerade damit zu stellen? In der Eckkneipe begegnet sie Helden der Nacht, Philosophen, sucht eine stärkende Familie, ein Zuhause. Anderen geht es ja nicht besser, weder dem Jungwitwer Eckhard aus der Kneipe noch den übrigen Weltweisen, die im Spiel des Lebens verloren haben, aber doch auch gewonnen, weil sie trotzdem weitermachen. Wie konnte das alles eigentlich so weit kommen, fragt sich Martina. Mit dem Vater, der verkorksten Familie? Mit ihr selbst? Und wagt sich dabei immer weiter, in eine Zone voll
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