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Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Phantásien.
Wir haben 6 Buchtipps zu "Phantásien" gefunden.

Ein Essay

Als »Die Freiheit in der Liebe« 1967 in Frankreich erschien, 150 Jahre nach der Niederschrift, wurde das Buch begeistert aufgenommen und galt als Vorläufer einer sexuellen Revolution. Fourier kritisiert scharf die »Zivilisation« seiner Zeit und erarbeitet ein alternatives Gesellschaftsmodell, die »Harmonie«, die auf dem Ende der monogamen Ehe, der Vervielfältigung von Liebesbeziehungen jeder Art und einer absoluten Gleichheit der Geschlechter basiert. Fourier, immerhin ein Mann des 18. Jahrhunderts, lässt auch Homosexualität, Fetischismus und andere als »pervers« geltende Praktiken als Varianten der Leidenschaft gelten; von den edelsten Gefühlen bis zu den absurdesten sinnlichen Manien, von der heiligen Liebe bis zu schlüpfrigsten Phantasien gilt ihm alles als gleichwertig. Als Visionär und Utopist entwirft er eine offene Gesellschaft, in der neue Regeln keine Verbote mehr sind, sondern Protokolle sozialer, erotischer, ästhetischer Spiele. Margarete Stokowski, kämpferische Feministin mit spitzer Feder, hat diesem wiederzuentdeckenden Sozialutopisten ein aktuelles Vorwort gewidmet.

Ähnliche Bücher wie »Die Freiheit in der Liebe«
Mit Roland Barthes im Sinn hinterfragt Jochen Schimmang Phänomene und Diskurse der letzten Jahre und lässt aus sehr disparaten Mosaiksteinchen – beginnend mit einem Anfangsfinder – ein autobiografisches Wimmelbild entstehen. Darin finden Kleidungsstücke als Fetisch und ein Plädoyer für einen zivilisierten Verkehr unter Hochstaplern ebenso Platz wie Phantasien, die ChatGPT über den Autor entwickelt hat. Auch die Buzzwords der Tagespolitik – sei es die Zeitenwende oder die Spaltung der Gesellschaft – sind vor seinem Zugriff nicht sicher. Schimmang sinniert über Ähnlichkeiten und Unterschiede, etwa zwischen Barthes und Foucault oder zwischen Menschen und Schildkröten; er denkt nach über Giacomettis Sterben und das Rätsel Vermeer, sammelt Träume, Verleser und Verhörer, schreibt alternative Kurznovellen zu seinen eigenen Romanen und findet erste Sätze stark überschätzt. Auf literarischen Geländegängen gelangt er an schon einmal besuchte und an imaginierte Orte. Konsequenterweise führt der Text am Ende nicht ans Ziel, sondern ins Offene: ins Terrain vague.

Ähnliche Bücher wie »Abschied von den Diskursteilnehmern«
WANT | €25,00
Sexuelle Fantasien der Frauen im 21. Jahrhundert | Deutsche Ausgabe – Der New York Times- und Nr.1 Sunday Times-Bestseller

Intim, explizit, echt – Sex in den Köpfen von Frauen

Gillian Anderson brillierte zuletzt als ebenso exzentrische wie liebenswerte Sextherapeutin in der Erfolgsserie ›Sex Education‹. Nun zeichnet sie nicht weniger als das Sexleben, Wünsche und Geheimnisse von Frauen aus der ganzen Welt auf. Inspiriert vom revolutionären Bestseller ›Die sexuellen Phantasien der Frauen‹, der von Nancy Friday zusammengestellt und 1973 erstmals veröffentlicht wurde, bat Anderson Frauen um ihre sexuellen Sehnsüchte. Dabei entstanden mehr als eintausend Manuskriptseiten, aus denen Anderson eine sorgfältig kuratierte Auswahl präsentiert und so zeigt, was es heute bedeutet, eine Frau zu sein. All die Bekenntnisse machen dieses Buch schon jetzt zu einem Klassiker für das 21. Jahrhundert.



Ähnliche Bücher wie »WANT«
Eeva-Liisa Manner (1921–1995) war nicht nur die wichtigste finnische Lyrikerin des 20. Jahrhunderts, auch mit ihren Prosaarbeiten schrieb sie sich in die Literaturgeschichte ein. Ganz besonders mit ihren Erzählungen, die sich zwischen Hellsichtigkeit und Fiebertraum bewegen, zwischen Spiel und Ernst. Versucht man diese Erzählungen auf einen Begriff zu bringen, entziehen sie sich sogleich der Beschreibung, tauchen aus dem Autobiographischen ab ins Reich der Untergründe, ins Un- oder gar ins Unterbewusste. Tiere oder Tierfiguren, Flusspferde, Katzen, Giraffen und Elefanten tauchen immer wieder auf, werden begehrt und verfolgt. Manchmal scheint sich in den Geschichten ein scharfer Umriss abzuzeichnen, aber nach einem Blinzeln muss man sich eingestehen, dass es nur ein flüchtiges Spiegelbild war, eine Reflexion im Gegenlicht. Allerdings scheinen in Manners Erzählungen immer wieder Momente von äußerster Wahrhaftigkeit auf, in denen man sich selbst und die eigenen Empfindungen und Phantasien erkennt. Die Musik, neben der Poesie Eeva-Liisa Manners großes Leitthema, schlägt in diesem Band den Grundton an, und tänzerisch bewegt sich auch Maximilian Murmanns behutsame Übersetzung durch das Kabinett der Sonderlinge und Eigenbrötlerinnen: mal lautmalerisch, mal lyrisch, manchmal impressionistisch, manchmal exzentrisch und mitunter sogar derb realistisch. Manner schöpft alle Register aus und dringt in Schichten der Wahrnehmung, die uns ohne sie gar nicht zugänglich wären. Poetisch verwandelt wird die Welt erkennbar, besungen und bedichtet zeigt sie sich in ihrer ganzen Tiefe und Schönheit.

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