Wir haben 8 Buchtipps zu "Populärkultur" gefunden.
»Wünschten Sie nicht auch, Sie würden sich weniger für sich interessieren?« Res hat stets geglaubt, etwas Besonderes zu sein – so wie ihr Idol Frances Scott. Doch ausgerechnet an dem Tag, als sie diese größte Popkünstlerin unserer Zeit treffen soll, endet ihr Leben abrupt. Auf der Folie von Film, Musik und Werbung der Jahrtausendwende zieht ihr Leben an ihr vorbei. Und wir tauchen ein in das Unterbewusstsein der westlichen Populärkultur. Wie selbstverständlich wird hier eine Existenz in ständiger Stimulation erwartet, die auf ein grandioses Ende hinauslaufen soll – das nie erreicht werden darf. Im Delir trifft Res endlich Frances. In Lofts und Restaurants, bei Tennis Games und großen Auftritten. Es ist das letzte Aufglühen eines Traums aus einer Zeit, in der Pop scheinbar apolitisch nichts als Hedonismus verkaufte. Weder Res, die den Traum beschreibt, noch Frances, die den Traum verkauft, bestimmen seine Spielregeln. Sie streben danach, Produkt zu werden und Marke. Aber warum denn nur? Sprachspielerisch ergründet »delulu« das gegenwärtige Begehren nach dem Gesehenwerden. Alles hängt mit allem zusammen in diesem filigran konstruierten Roman, der literally so bunt und plastisch ist wie ein Spielzeug.
Ähnliche Bücher wie »delulu«
Wie ein Satzzeichen die Welt bewegte ... Kaum ein anderes Zeichen erregt unsere Gemüter wie das Ausrufezeichen. Ein Pathossymbol, das uns jubeln und wüten lässt, uns warnt und motiviert – und trotzdem wird es als »schreiendes« Symbol verkannt oder fällt populistischen Machtspielen zum Opfer. Die Literaturwissenschaftlerin Florence Hazrat befreit das Ausrufezeichen aus den staubigen Schubladen der Grammatik und geht seiner Bedeutung als universelles, politisches und menschliches Phänomen auf den Grund. Wie konnte es sich seit seiner Erfindung vor 600 Jahren in Florenz über alle Kulturen hinweg durchsetzen? Wo hat es den Lauf unserer Geschichte entscheidend verändert, und wie prägt es unseren Alltag, unsere Kunst und Kultur bis heute? Und warum reiben sich bis heute ganze Generationen an ihm auf? Hazrat erzählt von der Macht, Geschichte und Zukunft eines Zeichens, das es uns auf wundersame Weise ermöglicht, echte Gefühle und körperlichen Ausdruck in unsere Schriftsprache zu legen und nachzuempfinden – eine Eigenschaft, die in unseren postfaktischen Zeiten wichtiger ist denn je! »Florence Hazrats flottes, vergnügliches und schelmisches Buch ist weniger ein Loblied als vielmehr eine Aufforderung, sich von den Vorschriften der Sprachpolizei zu verabschieden und den Sinn für das Wunderbare wiederzuerwecken.« The Times »Ein kurzes Buch mit einem großen Standpunkt« Kirkus Reviews »Dieses schmale Buch ist so satt an interessanten Fakten und Ideen, dass die meisten Leser am Ende einfach nur ›Wow!‹ sagen werden.« Booklist »Florence Hazrats scharfsinnige Analyse ist von einer überzeugenden Sprachphilosophie getragen.« Publishers Weekly
Ähnliche Bücher wie »Das Ausrufezeichen. Eine rebellische Geschichte«
Was hat uns Jandl heute noch zu sagen? Sehr persönliche und höchst originelle Annäherungen der Luchterhand-AutorInnen an einen der wichtigsten Dichter deutscher Sprache. Am 1. August 2025 hätte Ernst Jandl seinen 100. Geburtstag gefeiert. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts hat er die Lyrik revolutioniert: Seine Laut- und Sprechgedichte verbinden Poesie und Performance, Avantgarde und Populärkultur, sie schwanken zwischen der Liebe zur Sprache und ihrer Zertrümmerung, zwischen anarchischem Witz und existenziellem Ernst. Doch was haben sie uns heute noch zu sagen? Der Luchterhand Literaturverlag, in dem Jandls Werk seit über 50 Jahren beheimatet ist, hat seine deutschsprachigen AutorInnen gebeten, mit einem eigenen Text jeweils auf ihr Lieblingsgedicht aus dem Werk von Ernst Jandl zu reagieren – herausgekommen sind sehr persönliche und höchst originelle Annäherungen an einen der wichtigsten Dichter deutscher Sprache. Mit Beiträgen von: Martin Becker, Kristine Bilkau, Marica Bodrožić, Melitta Breznik, Marie Gamillscheg, Christian Haller, Kerstin Hensel, Franz Hohler, Norbert Hummelt, Judith Keller, Terézia Mora, Christiane Neudecker, Hanns-Josef Ortheil, Angelika Overath, Christoph Peters, Benjamin Quaderer, Jaroslav Rudiš, Saša Stanišić, Michael Stavarič und Daniel Wisser
Ähnliche Bücher wie »Ernst Jandl zum 100.«
Ähnliche Bücher wie »La Era Marvel de los cómics 1961–1978. 40th Ed.«
Ähnliche Bücher wie »Die Kindheit der Bösen, der Fiesen und Gemeinen«
Zunächst sieht alles nach Vergnügen aus: Man ölt die Bärte und trägt bauchfrei, Großstädter zelebrieren das «Bionade-Biedermeier», Tausende stehen für «Harry Potter» Schlange, via Facebook werden weltweite soziale Netzwerke geknüpft. In den Nullerjahren lebt der Mensch des Westens die maximale Selbstbestimmung, sorglos, befriedet. Doch die Feier der Freiheit zeigt bald ihre Schattenseiten. TV-Formate wie «Big Brother» bejubeln den gläsernen Menschen; aus dem Silicon Valley heraus entwickelt sich eine neue Kultur des entgrenzten Konsums; Peter Thiel und Elon Musk beginnen ihre Karrieren, Donald Trump steigt auf. Die offene Gesellschaft gerät unter Druck: 2001 beginnt der War on Terror, in Deutschland mordet der NSU, 2008 bricht die Weltwirtschaft ein und lässt die globale Ordnung erbeben.
Jens Balzer nimmt uns mit auf einen flirrenden Erkundungsgang durch Popkultur und Polit
Ähnliche Bücher wie »Confusion Is Next«
Mitte der 70er Jahre wird die Popmusik von einer Kältewelle erfasst, die ihren Höhepunkt um das Jahr 1980 erreicht. Bandnamen, Texte, Mode, Artwork und Sound kühlen ab, sodass von einer popkulturellen Eiszeit die Rede sein kann. Was hat es damit auf sich? Im Zusammenspiel von politischen (Kalter Krieg), ökonomischen (Ölpreisschocks) und ökologischen (Ressourcenknappkeit) Krisen formiert sich im Laufe der 70er Jahre ein Lebensgefühl, das ähnlich dem gegenwärtigen zwischen Zukunftsangst und Hedonismus schwankt. Doch anders als heute, wo zur Empörung aufgerufen wird und sich die Gemüter in permanenter Erhitzung befinden, greift man um 1980 zur Coolness als einer Kulturtechnik der affektiven Distanzierung. »Cool« ist das Modewort der späten 70er und frühen 80er Jahre. Ein derart kalter Zeitgeist artikuliert sich nicht zuletzt in der Populärkultur, insbesondere in der multimedial verfassten Pop-Musik. Anhand von internationalen Beispielen arbeitet Lars Schneider verschiedene Manifestationen dieser Kälte heraus: von emotionaler, über zwischenmenschliche bis hin zu sozialer und politischer Kälte; von apokalyptischer Kälte bis hin zur eiskalten Ironie. Darüber hinaus zeigt sein Essay, wie David Bowie und Joy Division, die Einstürzenden Neubauten, Kraftwerk und Ideal, aber auch die Punk-Band Geisterfahrer oder Icehouse es verstehen, der Kälte eine zukunftsweisende Ästhetik abzuringen: Die kalten synthetischen Sounds und minimalistischen Kompositionen sind Charakteristika einer Neuen Welle, die mit Macht aus dem musikalischen Untergrund in den Mainstream rauscht.
Ähnliche Bücher wie »Eiszeit 1980«
Impressum:
Albatros Buchhandlung e.K.
Michael Hockel
Fedelhören 91
28203 Bremen
T. 0421/327248
info@albatros-buch.de
