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Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Rheinische Bildarchiv.
Wir haben 6 Buchtipps zu "Rheinische Bildarchiv" gefunden.

Herausgegeben vom Rheinischen Bildarchiv

Chargesheimer und der Jazz Zwischen 1950 und 1970 fotografierte der Kölner Fotograf Chargesheimer Kölner Jazzveranstaltungen mit großartigen Musikern. Seine Bilder eröffnen ein spannendes Kapitel der Kölner Jazzgeschichte vom Cool Jazz der 50er Jahre bis hin zur Musik der großen Kölner Jazz-Big-Bands in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Chargesheimer fertigte eindringliche Porträts von Musikern und ihren Auftritten in Kölner Jazzlokalen, begleitete sie bei Studioaufnahmen, schuf Vorlagen für Plakate und Plattencover. Rund 600 Negative befinden sich heute im Rheinischen Bildarchiv, von denen ein großer Teil in diesem modern gestalteten Bildband erstmals veröffentlicht wird.

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Jugendkultur und Opposition im Nationalsozialismus

Ob Swingjugend, Edelweißpiraten, Meuten, Fahrtenstenze in Hamburg, Köln, Leipzig, Berlin, München und anderswo – überall in Deutschland gründeten sich zwischen 1933 und 1945 Jugendgruppen, die sich dem NS-Regime verweigerten und stattdessen ihre eigenen Subkulturen pflegten. Mit eigenem Dresscode, eigenen Liedern und eigener Freizeitgestaltung, autonom und selbstbestimmt. Dafür scheute man auch nicht die direkte Konfrontation mit der Hitlerjugend und drängte stellenweise sogar deren Einfluss zurück, mit Flugblättern, Anti-Nazi-Graffitis, Überfällen auf HJ-Heime - nicht nur in Großstädten, sondern auch in der Provinz.

Erstmalig bietet ein Buch eine breite Übersicht über oppositionelles bzw. Widerstandsverhalten von Jugendlichen während der NS-Zeit. Der Fokus liegt dabei auf selbstbestimmten, informellen Gruppen, die sich aufgrund persönlicher Sympathien sowie kultureller Vorlieben für Musik und Kleidung zusammengeschlossen haben. Demgegenüber wird die Entwicklung der Hitlerjugend aufgezeigt und ihr Scheitern an der Aufgabe, die gesamte deutsche Jugend zu führen.

Amerikanische Swing-Musik ließ zudem Mitte der 1930er-Jahre die erste Jugendkultur der Moderne in Deutschland entstehen – eine Keimzelle für alle folgenden Subkulturen des 20. Jahrhunderts. Wie es zu dieser Entwicklung kam, erklärt dieses Buch.

Sascha Lange hat für „Meuten, Swings & Edelweißpiraten“ viele ehemalige subkulturelle Aktivistinnen und Aktivisten zu Interviews getroffen, Quellen und Archivmaterial ausgewertet und ein umfangreiches Bildarchiv angelegt. So ist das Buch Materialsammlung und Einführung in die ersten Jugendkulturen der Moderne zugleich, ein bildreiches Nachschlagewerk, das zeigt, wie und wo Jugendliche sich dem Zwang des Nationalsozialismus entzogen.



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Eine Reise durch Ostafrika

„Ein großartiger Reporter – neugierig, offen und schwer zu ermüden.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung Navid Kermani ist vom Süden Madagaskars bis in die Nuba-Berge im Sudan gereist. Behutsam, am einfühlsam beobachteten Detail, läßt er den Osten Afrikas lebendig werden. Aber zugleich, aus neuer Perspektive, denkt Kermani über die Themen auch unserer Gegenwart nach, über Klimawandel, Krieg, Entwicklung und Identität sowie die grundsätzlichen Fragen der Existenz. Bis heute gilt Afrika als der «vergessene Kontinent», dabei ist es spätestens seit dem 19. Jahrhundert vor allem der umkämpfte Kontinent. Europäische Kolonialmächte haben hier tiefe Wunden hinterlassen. Der arabische Norden trägt seine Religion und Kultur in den Süden, oft mit Gewalt. China und der Westen konkurrieren um Bodenschätze und Einfluß. Vergessen ist Afrika vor allem da, wo es nichts zu holen gibt, etwa auf Madagaskar. Hier haben die Vereinten Nationen die erste Hungersnot deklariert, die vom Klimawandel verursacht wurde. Hier beginnt die Reise, die Navid Kermani für DIE ZEIT unternommen hat. Sie führt ihn weiter über die Komoren, Mosambik, Tansania, Kenia und Äthiopien bis in den Sudan. Wo andere Schriftsteller Ursprünglichkeit suchten, entdeckt Kermani Bevölkerungen und Kulturen in Bewegung, oft auf der Flucht vor Krieg und Dürre. Vor allem aber haben sie schon immer kreativ neue kulturelle Einflüsse aufgegriffen und zu etwas Eigenem gemacht. Das zeigt sich nirgends so deutlich wie in der Musik. Sie bildet den heimlichen roten Faden des glänzend geschriebenen Buches, das einem unwiderstehlichen literarischen Rhythmus folgt. „Ein zeitgenössischer Herodot.“ Rheinische Post Literarisch, neugierig, einfühlsam: Navid Kermanis Reportagen aus Ostafrika Die großen Themen unserer Gegenwart: Klimawandel, Krieg und Kolonialismus „Als Zuhörer und Beobachter hat es Navid Kermani zu einer Meisterschaft gebracht, die ihresgleichen sucht.“ Kölner Stadtanzeiger „Kermanis Gabe, tief zuzuhören und bewußt zu sehen, ist eine seltene, die in Zeiten von Fanatismus, Fake News und Fremdenangst Gold wert ist.“ REPORTER

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Kraftwerk und die Erfindung der elektronischen Pop-Musik

Zum 50. Jahrestag des bahnbrechenden Albums »Autobahn« - die unverzichtbare Werkbiografie der einflussreichsten deutschen Popband aller Zeiten »Wir sind die Roboter.« Mit diesem gegen die Konventionen und Traditionen des Rock gerichteten Schlachtruf sind Kraftwerk ausgezogen, um von Düsseldorf aus die Welt zu erobern. Mit ihrem revolutionären Konzept einer elektronischen Popmusik waren die vier Mensch-Maschinen-Musiker vermutlich noch einflussreicher als die Beatles. Im Werk der Formation verschmolzen Klang und Technologie, Grafikdesign und Performance, Autobahn und Roboter, modernistische Bauhaus-Ästhetik und rheinische Industriekultur, um so der modernen Popmusik eine elektronische Richtung vorzugeben. Ihr avantgardistisches Konzept einer »industriellen Volksmusik« aus deutschen Landen schuf den tanzbaren Soundtrack zu unserem digitalen Zeitalter. In der Ära der Künstlichen Intelligenz sind die bis heute aktiv den Globus tourenden Kraftwerk daher so aktuell wie nie.

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Hoffnungsleidvolles über ein verlorenes Ideal Essays

Die Liebesbeziehung des Literaturwissenschaftlers und Essayisten Rüdiger Görner zu England begann vor knapp 45 Jahren: Als der 24-jährige Student »am späten Vormittag des 26. September 1981 in meinem mausgrauen Gefährt von der Autofähre in Dover rollte, die Kreidefelsen weiter vor mir, die langwierige Passkontrolle hinter mir und den grauen Himmel über mir, empfand ich den sofortigen Spurwechsel auf die linke Fahrseite als durchaus angenehm. Gleiches galt für den Kreisverkehr, der hierzulande weitaus ausgeprägter war, als damals auf dem europäischen Festland.«Jetzt, Jahrzehnte später, nach seiner Emeritierung als Professor für Neuere Deutsche Literatur, übersiedelte Görner wieder in eine rheinische Kleinstadt. Der Blick zurück ist keiner im Zorn, aber das Befremden über die durch den Brexit in Gang gesetzte Selbstbeschädigung des einstigen Empires tauchte die Liebe in herbstliche Melancholie: »Mit einem Mal hängt wie eine breite graue Fahne ein Regenschauer über der Szene, jedoch schon bald durchbrochen von tagesspäten Sonnenstrahlen. Es ist, als wollten sich doch zum Abschied nicht nur die Anker, sondern auch so manche Schatten lichten, die mir oft genug Gewichte waren, belastend wie bereichernd, jetzt Partikel für künftige Erinnerungen und Träume …«England, oh England versammelt acht Essays und ein längeres Gespräch, das Klaus Radke (WDR) mit Görner führte: Der Bogen reicht von London als Fluchtort, das »zu einem Zentrum der ›Bodenlosen‹ geworden« war, über die unvermeidliche, aber umso gebotenere Beschäftigung mit dem Brexit, der »unerhörte Folgen zeitigte und weil er, ganz persönlich gesprochen, in mir etwas in Gang setzte, das ich nie für möglich gehalten hatte: die Distanzierung von einem seit Schulzeiten gepflegten Ideal«, bis zu den Rückblicken eines Heimgekehrten, der – die Beziehung zwischen England und Deutschland reflektierend – persönliche Nähe und wissenschaftliche Ferne in erhellenden Essays zur Deckung bringt.

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