Wir haben 9 Buchtipps zu "Sterbebett" gefunden.
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Rauchend saß sie am Küchentisch, und ein »lasziver Lebensüberdruss, wie man ihn aus Filmen der Nouvelle Vague kennt« umgab sie. Sie studierte Geschichte und Französisch. Als sie sich in einen spanischen Anarchisten verliebte, folgte sie ihm nach Barcelona. Nach jahrelangen Reisen durch die halbe Welt und unzähligen »verzweifelten Liebesversuchen«, wendet sie sich der Traumaforschung zu. Eines Tages kommt eine junge Frau zu ihr in die Praxis, die nicht spricht. Erst nach Jahren werden die ersten Wörter aus ihr herausbrechen. Ist sie Opfer eines realen oder eines eingebildeten Verbrechens? Fest steht: diese Patientin wird ihr, der inzwischen an Krebs erkrankten Therapeutin, die Liebe geben, die sie an keinem Ort der Welt hatte finden können. Die Erzählerin zeichnet das Leben einer Frau nach, die 1973 in ihre Frankfurter WG kam. Lebenshunger und Reiselust, die Grenzen des therapeutischen Berufs, die Ungewissheit, das Gegenüber jemals zu begreifen – Ulrike Edschmid erzählt diese berührende, verstörende, am Ende tröstliche Geschichte, wie wir es von ihr kennen, lapidar, mit Aussparungen, dicht und leichthändig zugleich.
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Der König, ein cholerischer und narzisstischer Vater, herrscht, manchmal subtil, manchmal handfest, über fünf Menschen dreier Generationen. Er kann aber selbst aus dieser Herrschaft, die ihm in gewisser Weise angedienert wird, keinen Gewinn und keine Freude ziehen. Damit wird der Verzicht auf die eigene Entfaltung der Hörigen zu einem sinnlosen Opfer. Die Bindung durch ein mit Blut geschriebenes Abkommen schottet die Hörigen mit ähnlicher Wucht von der Außenwelt ab wie die Stahltür des Josef Fritzl seine Tochter und deren Kinder. Es ist die Spurensuche in der Geschichte einer so genannten dysfunktionalen Familie, die ihren Kulminationspunkt in einem Selbstmord erfährt. Mit dem Roman soll versucht werden, den psychiatrischen Diskurs in einem narrativen „aufzuheben“. Das Handlungsgerüst bezieht sich auf die Jahre 2008 – 2019. 2008 setzt bei der Mutter (während die Zeitungen über den Fall Josef Fritzl berichten) eine schwere psychotische Depression ein. Im Jänner 2010 kommt es zum Kontaktabbruch der Erzählerin zu ihrem Vater. Im selben Jahr nimmt sich die Mutter das Leben. Drei Jahre später begegnet die Erzählerin ihrem Vater zufällig auf der Straße. Neun Jahre nach dem Selbstmord der Mutter sitzt sie als einzige am Sterbebett des Vaters. Durch eingeflochtene fragmentarische Kindheitserinnerungen gewinnt die Idee, der Wahnsinn könnte von Anfang an angelegt gewesen sein wie in einer antiken Tragödie zunehmend Raum. Während die Familie im Irrsinn ertrinkt, werden kausale Hypothesen geknüpft und wieder verworfen.
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Ein Elite-Internat, ein Basketballcoach und eine brisante Einladung aus Nordkorea ...
Frank Bichsel, Sportlehrer an einem Schweizer Elite-Internat, erhält eine persönliche Einladung aus Pjöngjang – von seinem ehemaligen Basketballschüler Kim Jong-un. Was als absurde Erinnerung beginnt, wird zur Reise in die eigene Vergangenheit, zur Konfrontation mit Schuld, Macht und Menschlichkeit. An der Grenze zwischen Realität und Fiktion hat Tom Kummer einen radikalen, berührenden Roman geschrieben über die dunklen Seiten der Erziehung, die Sehnsucht nach Versöhnung und die Kraft der Geschichten, die uns am Leben halten.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Kim Jong-un in Bern zur Schule gegangen ist. Jahrzehnte später erhält sein Basketball-Coach Frank eine Einladung aus Pjöngjang – und steht nun vor der Frage, ob er dem Diktator begegnen soll. Bei den Besuchen am Sterbebett seiner Mutter verdichten sich Erinnerungen, Schuldgefühle und politische Zweifel. Seine Partnerin Renee, radikal und unberechenbar, will Kim töten. Zwischen Internatsintrigen, Influencer-Druck und moralischer Verantwortung muss Frank sich entscheiden: Flucht oder Konfrontation?
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Der großartige Debütroman der als FIVA bekannten Musikerin und Moderatorin (FM4, BR2, 3sat)
Ein heißer Münchner Sommer: Während die ganze Welt im Freibad ist, auch ihr Freund und ihr Kind, sitzt Nele Kastner am Sterbebett ihres Vaters und wartet mit ihm auf den Tod. Und obwohl er doch natürlich ist, dieser Tod, wirkt kurz vorm Ende alles wie Theater. In der Hauptrolle: Das fehlende Gespräch. Denn da der Vater nicht mehr sprechen kann, übernimmt Nele es, die gemeinsame Geschichte zu erzählen. Vom Aufwachsen im kleinbürgerlichen Vorstadtmilieu der 1980er- und 1990er-Jahre. Vom Psychofasten und von Bröselneurosen, von ersten und von letzten Malen, von Kastenläufen und Familienritualen. Von dem, was einen klein hält, und dem, was einen groß macht. Und keine Angst – man glaubt nicht, wieviel Humor in den letzten Erzählungen liegen kann.
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Wie lange kann ein Mensch die Stimme seines Gewissens überhören?
Jill ›Doll‹ Blaine rast im freien Fall auf die Erde zu – nicht zum ersten Mal, denn als himmlische Sterbebegleiterin gehört genau das zu ihrem Job: aus höchster Höhe auf eine arme Seele zustürzen und ihr beim Übergang ins Jenseits tröstend zur Seite stehen. Diesmal jedoch landet Jill vor der Villa von K.J. Boone, der sein Ölunternehmen als CEO mit harter Hand an die Weltspitze geführt hat. Und Boone braucht keinen Trost. Er hat ein tatkräftiges, heldenhaftes, visionäres Leben gelebt, durch ihn ist diese Welt eine bessere. Oder etwa nicht? Je näher der Tod rückt, desto mehr Besucher (lebendige wie tote) erscheinen – es sind Reisende aus fernen, von Naturkatastrophen heimgesuchten Erdteilen und aus lang vergangenen Lebensphasen des sterbenden Patriarchen. Und einige von ihnen wollen nur eines: Rache.Am Sterbebett eines Öltycoons: George Saunders neuer großer Roman begibt sich auf einen wilden Ritt zwischen Himmel und Hölle, Leben und Tod, Gut und Böse – und geht der Frage nach, wie lange ein Mensch die Stimme seines Gewissens überhören kann.
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