Wir haben 19 Buchtipps zu "Zeuge" gefunden.
RENÉ AGUIGAHS BRILLANTES PORTRÄT VON JAMES BALDWIN James Baldwin (1924 – 1987) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten machten ihn seine Romane «Giovannis Room» und «Another Country» sowie der Essay "The Fire Next Time" berühmt und brachten ihn auf die Coverseite des «Time Magazine». Aber Baldwin war schwarz und schwul, die Gesellschaft, in der er lebte, rassistisch und schwulenfeindlich. Aus dieser Spannung ist ein einzigartiges Werk entstanden, das die Tore weit aufgestoßen hat, durch die Generationen von Aktivistinnen und Aktivisten nach ihm gegangen sind. In seinem elegant geschriebenen Porträt skizziert Baldwin-Kenner René Aguigah das Leben Baldwins von der Herkunft in ärmlichen Verhältnissen in Harlem bis zur Flucht vor dem alltäglichen Rassismus nach Paris, seinen rasanten Aufstieg zu einem berühmten Schriftsteller und gefragten Redner, seine Beziehungen mit Martin Luther King und Malcolm X. Vor allem aber begibt sich Aguigahs essayistisches Buch auf die Suche nach dem, was Baldwin uns heute noch mitzuteilen hat. Es fragt nach dem Verhältnis zwischen seinem Künstlertum und Aktivismus, der Spannung zwischen Literatur und Politik, seinem Eintreten für Minderheiten und seinen universalistischen Überzeugungen. Baldwin, der Hass so gut kannte, hielt in seinen Romanen und Essays an der Liebe als Hoffnung fest. Aguigah porträtiert ihn als Zeugen – einer Zeit der Gewalt und des Unrechts, die bis heute fortexistieren. "Du hast mir eine Sprache gegeben, in der ich wohnen kann." Toni Morrison, Literaturnobelpreisträgerin, über James Baldwin Ein sprachmächtiger Zeuge von Gewalt und Unrecht Die Hoffnung auf Liebe in Zeiten des Hasses 100. Geburtstag von James Baldwin am 2. August 2024
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Luigi Pirandello trauert um einen Tonkrug Ralph Giordano sucht nach seinen Wurzeln Sebastiano Vassalli wird Zeuge des ersten politischen Mafiamordes Truman Capote schwärmt von Taormina Edmondo De Amicis fährt mit der Eisenbahn um den Vulkan Lara Cardella möchte sich ausleben Iain McCalman erkundet das Haus von Cagliostro Giovanni Verga kennt die Unzufriedenheit der Reichen Simonetta Agnello Hornby liebt alle Pasta-Sorten Gerd Gaiser verpasst einen Ausbruch des Ätna Vitaliano Brancati warnt vor den Folgen sizilianischer Blicke Ernst Jünger ist entzückt von der einheimischen Küche Dacia Maraini ergözt sich an Bagheria Dies und vieles mehr über Sizilien …
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Über der Colorado-Hochebene geht gerade die Sonne unter, als der alte Joseph Joe vor der Münzwäscherei Zeuge eines Mordes wird. Ein Mann wird auf offener Straße erschossen, der Täter flieht in die Schatten des umliegenden Shiprock-Massivs. Officer Jim Chee von der Navajo-Police soll den Mann aufspüren. Joes Beschreibungen führen ihn zu einem abgelegenen Hogan, der Chee vor ein Rätsel stellt: Warum wurde der Ort, entgegen den Navajo-Traditionen, dem Tod überlassen? Die Ermittlungen zwingen Chee, die Tabus seiner eigenen Religion zu hinterfragen und führen ihn weit über die Grenzen der Navajolands hinaus – bis in die schummrige Unterwelt von Los Angeles. Verfilmt als Serie »Dark Winds – Der Wind des Bösen«.
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Vom Abenteuer des Lebens erzählen sie uns, mal auf komische, mal auf tragische Weise und im besten Fall packend. Sie selbst hocken hinter dem Schreibtisch, Tag für Tag. Eher ereignisarm, so stellen wir uns das Leben von Schriftstellerinnen und Schriftstellern vor. Ein Irrtum, wie Rainer Moritz in dieser bunten Anekdotensammlung zeigt. So kommt es mehrfach zu heftigen, ja auch gewaltsamen Auseinandersetzungen. Der sterbenskranke Oscar Wilde kämpft in seinem Pariser Hotelzimmer mit der ästhetisch missglückten Tapete - zum Schaden der Weltliteratur unterliegt der Dichter. Marcel Proust fordert einen Widersacher zum Duell auf - zum Glück für die Weltliteratur schießen beide daneben. Anna Seghers muss sich bei einem Sonnenbad von ihrem Kollegen Johannes R. Becher als »alte Sau« beschimpfen lassen. Aber es geht auch ohne Gewalt: Wir begleiten Albert Camus auf den Fußballplatz und Ernst Jünger nach Venedig, werden Zeuge, wie Siegfried Lenz im Auto übel wird, Eduard Mörike sich in eine Gardine schnäuzt. Wenn das mal nicht ereignisreich ist ...
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Carlo Levis sprachmächtiger Bericht aus Nachkriegsdeutschland Im Jahr 1958 reist der weltberühmte Autor von "Christus kam nur bis Eboli" nach Deutschland. Von Mussolinis Regierung war er verhaftet, verbannt und später ins Exil getrieben worden. Nun sieht er von München bis Berlin wundersam wiederaufgebaute Städte – und dahinter das Schweigen, die Verdrängungen und die Verwüstungen der Vergangenheit. Levi lässt sich durch Münchner Nachtlokale treiben und spricht mit schlesischen Vertriebenen, die in den Baracken des KZ Dachau wohnen. Von Augsburg über Ulm bis Tübingen begegnet er der deutschen Geschichte seit dem Mittelalter und befragt sie im Spiegel der jüngsten Geschehnisse. Er streift durch die beiden Hälften des geteilten Berlin, die "mitleiderregenden Schwestern der inneren Unfreiheit". Im Pergamonmuseum wird er Zeuge der Rückkehr von Kunstwerken, die während des Kriegs nach Moskau verbracht wurden. Mit seinem ethnographischen Röntgenblick schaut Levi in die menschlichen Abgründe von Nachkriegsdeutschland und horcht in die „hohle Stille aus Fragen und Erschütterung“. Sein sprachmächtiger Reisebericht, der sich nie zur Anklage erhebt, besticht durch seinen feinen, warmherzigen Ton. Er ist ein eindrucksvolles Zeugnis von den Spuren einer gewalttätigen Geschichte in einem ganzen Land.
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Andrew McMillans rohe und eindringliche Gedichte sind Hymnen an den männlichen Körper – an männliche Freundschaft und männliche Liebe: muskulös, intim, schockierend und tief bewegend. Wir werden Zeuge einer fast religiösen Feier des verwundbaren Körpers, der begehrt, liebt, unterdrückt und geschlagen wird. In einer außergewöhnlichen Mischung aus Alltagssprache, Aufgeschnapptem und sehniger, metaphysischer, musikalischer Sprache, die alle Tempi variiert, zerlegt McMillans Lyrik vor unseren Augen, was es heißt, ein Mann zu sein, wobei nicht zuletzt die Idee der Männlichkeit selbst infrage gestellt wird. So entsteht eine Poesie, in der jede Verbindung zu einem heiligen Denkmal wird, denn jede Beziehung, jeder Mensch ist es wert, verehrt zu werden. Auf konventionelle Interpunktion verzichtet McMillan. Stattdessen orientiert sich der Rhythmus am Atem desjenigen, der diese Gedichte liest. Denn dazu laden fast alle dieser Stücke ein: sie laut zu lesen, für sich selbst und für andere. All das verleiht diesem Werk ein außergewöhnliches Gefühl von Lebendigkeit und Präsenz.
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»Tim Staffels rasendes Gespür für Rhythmus macht süchtig.« Julia Franck Roberto Böger hat Angst vor Wasser. Dennoch ist es sein Element. Als rastloser Zeuge bereist er die Welt, um Wasserverbrechen zu dokumentieren. Dann wird ausgerechnet in seiner Heimatstadt Lüren das Wasser knapp. Roberto kehrt an den Urquell seiner Angst zurück. Er trifft auf Gleichgesinnte und sein jüngeres Ich. Kann er sich freischwimmen? Tim Staffel hat einen großen Roman über ein drängendes Thema unserer Zeit geschrieben. Ebenso visionär wie unterhaltsam erzählt er vom gewaltigen Kampf ums Wasser. In einer Sprache, die fließt.
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Dichter des Decamerone, Zeuge einer Krisenzeit: Das Leben des Giovanni Boccaccio
650. Todestag von Giovanni Boccaccio am 21. Dezember 2025
Giovanni Boccaccio ist bekannt als Wegbereiter der Renaissance und weltberühmt durch den Decameron mit seinen freizügigen erotischen Geschichten. Sein Leben ist jedoch von Rätseln umgeben, sein Werk von starken Spannungen durchzogen. Die Literaturwissenschaftlerin Franziska Meier zeigt ihn in ihrer glänzenden Biographie als unruhigen Zeitgenossen eines krisengeschüttelten Jahrhunderts am Beginn der Neuzeit.
Pandemie, Klimawandel, Bankenkrise, Staatsverschuldung und der politische Umschwung zur Oligarchie: Giovanni Boccaccio (1313 - 1375) war ein Seismograph all dieser Erschütterungen in seiner Zeit. Teils sinnenfroh, teils sittenstreng, traditionsbewusst und zukunftsgewandt reagierte er mit seinem vielfältigen Werk auf die Widersprüche einer Welt im Umbruch. Franziska Meier rekonstruiert seine Kindheit und Schulzeit in Florenz und die Folgen seiner unehelichen Geburt. Wir erleben ihn in Neapel, wo König Robert von Anjou residiert, in Florenz, der stolzen, reichen Commune, die politisch und ökonomisch ins Schlingern geriet, an den Höfen skrupelloser Alleinherrscher in der Romagna und in der Einsamkeit seines Alterssitzes Certaldo. Vor allem aber schildert Franziska Meier ihn als brillanten Erzähler und herausragenden Dichter, als Freund Petrarcas und Verehrer Dantes, als Gelehrten und Biographen, dessen Werk zur Weltliteratur gehört.
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Es geht um Faust und den Teufel, um skandinavische Malerei und den Tod, russische Tankstellen und die amerikanische Prairie: Das Essayistische ist eine treibende Kraft in Karl Ove Knausgårds schriftstellerischem Werk, seine preisgekrönten Romane sind undenkbar ohne essayistische Einschübe, in der sich die großen Fragen zur menschlichen Existenz mit dem alltäglichen Leben seiner Protagonisten verbinden. Knausgårds Interesse ist dabei breit gefächert, gesucht und verhandelt wird immer das Große im Kleinen, und vermeintlich Nebensächliches entpuppt sich nicht selten als das eigentlich Wesentliche. Was sind die Bedingungen für kreatives Schaffen – und was ist es, was unsere Welt und letztendlich unsere Wahrnehmung formt? Das sind die Fragen, um die sein Schreiben kreist und denen er sich auf verschiedene Weise nähert. In dieser Sammlung seiner wichtigsten Texte, die eigens für die deutschen Leser und Leserinnen zusammengestellt wurden, begleiten wir Karl Ove Knausgård auf einer Reise durch Amerika und zu einem Operationssaal in Albanien, gewinnen u.a. Einblicke in norwegische Mentalität, in Malerei und Literatur – und werden Zeuge dessen, was ihn antreibt, Romane zu schreiben, und immer wieder zu versuchen, hinter die unerklärlichen Mechanismen des Lebens zu schauen.
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David Szalays einzigartiger, origineller, weltumspannender Roman, der uns rund um den Globus führt Ein Roman wie ein Dominospiel: Jedes Leben berührt ein anderes. Zwölf Menschen begegnen sich, während ihr Leben in Turbulenzen gerät. Auf dem unruhigen Flug nach Madrid kommt eine Frau, die ihren krebskranken Sohn in London besucht hat, mit ihrem Sitznachbarn ins Gespräch. Der Geschäftsmann aus dem Senegal weiß noch nicht, dass ihn in Dakar die Nachricht eines tragischen Unfalls erwartet, bei dem ein Frachtpilot Zeuge wurde. In diesem höchst spannenden Roman berührt jedes Leben das nächste, ob es der indische Golfer ist, der seinen senilen Vater bestiehlt, oder die Tochter einer ausgewanderten Deutschen, die einen syrischen Flüchtling heiraten will. Mit magischer Schwerelosigkeit nimmt uns der international gefeierte Autor David Szalay mit auf eine Reise rund um die Welt.
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Bewundert. Geliebt. Gejagt: Das außergewöhnliche Leben von Prinzessin Diana, erzählt von ihrem jüngeren Bruder Charles
Am 6. September 1997 stand Charles Spencer in Westminster Abbey und teilte die Trauer um seine geliebte Schwester Diana mit der ganzen Welt. Nun, fast dreißig Jahre später, erzählt er von seinem Leben mit dieser außergewöhnlichen Frau und von der tragischen Woche ihres Todes.Als Kinder waren Charles und Diana, die beiden Jüngsten der Familie Spencer, unzertrennlich – heimlich nannten sie sich Duch und Carlos. Aufs Engste miteinander vertraut, strichen sie gemeinsam über die weiten Ländereien ihrer Familie, ertrugen herausfordernde Zeiten in verschiedenen Internaten, überlebten furchteinflößende Kindermädchen und halfen sich gegenseitig über die Scheidung ihrer Eltern hinweg.Das alles veränderte sich dramatisch, als Diana den Prince of Wales heiratete, heute King Charles III., und über Nacht zur globalen Ikone wurde. Charles Spencer wurde Zeuge, wie seine Schwester sich für die Benachteiligten der Gesellschaft engagierte und in ihrer Rolle als Mutter zweier Söhne aufging. Er erlebte auch, wie sie, als ihre Ehe zerbrach und eine barbarische Presse sie verfolgte, völlig allein zurückblieb. Charles Spencer war immer für sie da – bis zu jener schwarzen Nacht im August 1997.Mit SWAN SONG schenkt uns Charles Spencer das bislang intimste, liebevollste und ehrlichste Porträt seiner Schwester, Prinzessin Diana. »Wenn ich gefragt werde, wie es war, mit Diana aufzuwachsen, ist mein erster Gedanke immer: Aber ich weiß doch gar nicht, wie es gewesen wäre, nicht mit ihr aufzuwachsen …«
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Reinhard Mey: eine Würdigung seines Werks und seines Lebens
Vielleicht hat Reinhard Mey es nicht geschafft, den Wind zum Zuhören zu bringen und die Felsen zum Weinen – der Orpheus der Deutschen ist er trotzdem geworden. Seit über 60 Jahren handeln seine Lieder von der Liebe, der Hoffnung und der Schönheit des Alltags. Mey ist dabei immer wiedererkennbar geblieben. In seinem Werk, seiner Haltung, seiner Menschenfreundlichkeit.
Oliver Kobold erzählt mit Wärme, unterhaltsam und berührend von Reinhard Mey und seinen Liedern, die so vielen Menschen zu treuen Begleitern geworden sind. Er schlägt dabei den Bogen von Meys frühen Chansons bis zu den Nr.-1-Alben der Gegenwart.
Ein inspirierendes Porträt des bedeutendsten deutschen Liedermachers.
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