Wir haben 15 Buchtipps zu "beharrlich" gefunden.
NORBERT SCHEUERS GROSSER NEUER ROMAN Die junge, elternlose Nina Plisson weiß nicht, was aus ihrer Mutter geworden ist und auch nicht, wer ihr Vater war. Wissen andere in ihrer kleinen Heimatstadt Kall mehr? Was wird ihr vorenthalten? Nachdem das vereinsamte und widerspenstige Mädchen lange Zeit große Schwierigkeiten hatte, lesen und schreiben zu erlernen, wird sie sich, angeleitet von der pensionierten Lehrerin Sophia Molitor, grundlegend verändern. Sie beginnt, Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit aufzuschreiben, vom Liebhaber ihrer verschollenen Mutter, in der Gestalt eines schwarzen Storches, von der Reise mit Großvaters Opel Kapitän ins sagenhafte Byzanz, zum Palast der Störche, und später dann, von ihrer großen, zunächst vergeblichen Liebe zu Paul Arimond. Für Nina verwandelt sich das Urftland mehr und mehr in einen Ort voller Märchen und Mythen, wie sie auf den Bierdeckeln von Evros, dem griechischen Gastwirt, stehen. Immer näher kommt sie einem Geheimnis, das ihr all die Jahre beharrlich verschwiegen wurde. Einfühlsam und spannend erzählt Norbert Scheuer in seinem neuen Roman mit dem ihm eigenen poetischen Ton von der Suche einer einsamen jungen Frau nach ihrer Geschichte, nach Zugehörigkeit und Glück. Eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Herkunft Eine Waise wird zur Autorin ihrer eigenen Geschichte
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Seltsame Dinge geschehen in Waldburgen: Menschen verschwinden und tauchen rätselhaft verändert wieder auf. Franka versteht nicht, warum die Bewohner so beharrlich darüber schweigen. Sie ist erst vor kurzem in das Elbdorf gezogen und rasch wird ihr klar: Irgendetwas stimmt hier nicht. Als sie eine abgesperrte Ruinenlandschaft am Waldrand entdeckt, spürt sie, dass sie etwas Großem auf der Spur ist. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr gerät ihre Welt ins Kippen … »Unland« wurde ausgezeichnet mit dem ver.di Literaturpreis.
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Der preisgekrönte Dokumentarfilm "Gwendolyn" (2017) von Ruth Kaaserer hat uns mit einer außergewöhnlichen Frau bekannt gemacht, die an Abenteuern mehr in sich vereint, als in einem einzigen Leben Platz zu haben scheint. Sie ist dreifache Weltmeisterin im Gewichtheben, eine renommierte Altorientalistin, aber auch eine begnadete Literatin, die mit der ihr eigenen Contenance gesellschaftliche Verhältnisse stoisch, anmutig und präzise zur Sprache bringt. Aufgewachsen ist Gwendolyn Leick u.a. in Graz, wo ihre Mutter eine geräumige Wohnung im ersten Stock eines gründerzeitlichen Zinshauses mietete. Dieser Bau präsentiert sich nach außen hin stolz und vornehm wie ein Palais, innen aber sind die Etagen zugleich der Spiegel eines sozialen Raumgefüges aus Wohnparteien unterschiedlicher Klassenzugehörigkeit. In 22 Kapiteln – vom Kohlenkeller über die Räume, Zimmer und Kammern der eigenen Wohnung bis hinauf zum Dachboden – zeichnet Gwendolyn Leick ein faszinierendes Porträt eines Mietshauses im Graz der 1960er Jahre. Lakonisch knapp, voll schillernder Details erzählt sie vom eigenen Heranwachsen, dem Beobachten der anderen Hausbewohner und auch von den Spannungen, die zwischen ihr und der beharrlich deutschnational gesinnten Mutter sich auftun. Mikrogeschichten, deren Topographie die Anschrift Franckstraße 31 trägt.
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Regenwürmer, die diskret im Erdreich leben, gehören zu den am meisten unterschätzten Tieren überhaupt. Dieses herrlich illustrierte, hochvergnügliche und charmante Buch schafft endlich Abhilfe: Es bringt Richtiges, Wichtiges, Schönes und Witziges wunderbar zusammen und so Licht ins Leben dieser grundsympathischen Spezies. Noemi Volas kurze naturkundliche Abhandlung widmet sich dem Regenwurm in all seinen erstaunlichen Facetten – von seinen Ernährungsgewohnheiten bis zu seinen etwas bizarren Verhaltensweisen, von seinem unterirdischen Lebensraum bis zu den zauberhaften Rosatönen, die er annehmen kann. Über den Regenwurm gibt es Erstaunliches zu erfahren. Doch niemand – mit Ausnahme des großen Charles Darwin – scheint sich jemals wirklich für ihn interessiert zu haben. Viele Aspekte seiner Existenz sind der Wissenschaft daher unbekannt: Wie konnte er sich der natürlichen Auslese entziehen? Warum gräbt er beharrlich endlose Tunnel in die Erde? Wozu ist sein Schwanz da? Wo ist sein Schwanz eigentlich? Und was passiert, wenn der Wurm eine Hälfte verliert und sie ihm fehlt? Spätestens hier wird klar, dass uns der Regenwurm mehr ähnelt, als man auf den ersten Blick glauben mag …
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Eine Zugfahrt von Wien nach Brünn, etwa 1883. Gregor Mendel, Abt des Augustinerklosters Brünn, sitzt allein im Waggon erster Klasse. In Wien hatte er einen letzten vergeblichen Versuch unternommen, im Streit um die Besteuerung des Klosters zu einer Einigung mit der Verwaltung zu kommen. Mendel ist alt und wegen einer Nierenkrankheit dick und unbeweglich. Der endgültige Misserfolg lässt ihn in einer Mischung aus Demut und Auflehnung Rechenschaft über sein Leben ablegen. Als Bauernsohn, zwar nicht brillant, aber beharrlich und sorgfältig, war er aufs Gymnasium gekommen und konnte später als Erster der Familie studieren. Ständig mittellos, findet er schließlich im Brünner Augustinerstift einen sicheren Hafen. Dort bekommt Mendel die Gelegenheit und die nötige Ausstattung für seine Forschungen: Viele Jahre lang züchtet er Erbsen im Klostergarten und führt Kreuzungsversuche durch. Doch seine Ergebnisse zur Merkmalsvererbung werden nahezu ignoriert. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod werden sie wieder aufgegriffen, ausgerechnet im Zusammenhang mit Vorstellungen von »Rassenhygiene« und Eugenik. Am Ende seines Rückblicks steht für Mendel die Gewissheit, mit allem wesentlichen Bemühen gescheitert zu sein. Doch dann nimmt die Erzählung eine Wendung ins Wundersame … Über das Drama dieses Lebens hat Franz-Maria Sonner eine bemerkenswerte Novelle geschrieben.
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Wie kann man die eigene Familie schützen und sich gleichzeitig vor ihr bewahren? In «Blinde Geister» erzählt Lina Schwenk eine berührende Familiengeschichte von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Mit ihrem eindringlichen Romandebüt schreibt sie in eine Zeit hinein, in der drängende Fragen auf ein tiefes Schweigen prallen. Olivia, die Tochter von Rita und Karl, kennt seit jeher die Angst der Erwachsenen vor einem erneuten Krieg, obwohl seit Jahren Frieden herrscht in Deutschland. Beharrlich überprüft Karl die Speisekammer auf Vorräte, und immer wieder sucht die Familie gemeinsam Zuflucht im Keller, wenn der Vater den Einfall der Russen fürchtet. Für Olivia und ihre Schwester Martha ist es ein Spiel, dem sie sich still fügen, auch weil sie längst wissen, dass den Eltern die Worte für Erklärungen fehlen und das Schweigen nur umso lauter wird, je mehr sie fragen. "Bald bin ich tot", denkt auch Olivia, als die Unruhe der Eltern schleichend zu ihrer eigenen wird. In ihrer ersten eigenen Wohnung fehlt Olivia der Keller dieser kleine Schutzbunker ihrer Kindheit, der immerhin eins bedeutete: Familienzeit. Die langen Risse, die von den Eltern bis in ihre Generation reichen, erkennt sie erst, als sie später versucht, ihre eigene Tochter vor jenem Bedrohungsgefühl zu schützen. Doch dann kommt der Februar 2022, und das, was zuvor wie ein Phantom wirkte, wird plötzlich erschreckend real. "Blinde Geister" ist ein vielschichtiger und bewegender Roman, der vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte tief verwurzelte Ängste freilegt und mit feinem Gespür das Sonderbare und Entrückte im Menschen ergründet.
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Weise und zeitlos wie eh und je
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Sie war eine eindringliche Stimme der Menschlichkeit für diejenigen, die nicht mehr für sich selbst sprechen können. Als Jugendliche überlebte Margot Friedländer als Einzige ihrer Familie den Holocaust. Mit achtundachtzig Jahren kehrte sie nach einem langen Leben in den USA in ihre alte Heimat zurück, war noch nicht ganz fertig mit Deutschland. Sie glaubte beharrlich an das Gute, suchte immer wieder gezielt das Gespräch mit jungen Menschen: denen, die Verantwortung für die Zukunft tragen. Für Margot Friedländer wurde es zur Lebensaufgabe, ihre eigene Zeugenschaft weiterzutragen, eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern, die Gespräche über das Unaussprechliche nicht verstummen zu lassen. Bis zum Ende ihres hundertjährigen Lebens setzte sie sich energisch für das »Nie wieder« ein. Zu sprechen, zuzuhören und zu erzählen: Das war ihr Rezept für Begegnungen auf Augenhöhe. Einige dieser Gespräche, ein kleiner Teil ihres Vermächtnisses, hält dieser Band nun fest.
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… und eine mutige Frau inmitten autoritärer Männlichkeit. Kalabrien 1960. Die junge Amerikanerin Francesca Loftfield soll im abgelegenen Bergdorf Santa Chionia im Dienst einer Hilfsorganisation einen Kindergarten eröffnen. Als durch eine Sturzflut Menschliche Überreste ans Licht gespült werden, zeigt die eingeschworene Dorfgemeinschaft kein Interesse an einer polizeilichen Untersuchung. Die Fremde stellt beharrlich Fragen, ihre Nachforschungen stoßen auf archaisches Schweigen. Tief verwurzelten Traditionen und mafiösen Loyalitäten in einer patriarchalischen Welt steht die stille Macht mutiger Frauen gegenüber.
Ein bildgewaltiges und atmosphärisches Panorama Süditaliens.
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100 Jahre Franz Kafkas »Das Schloss« Das Schloss«, erstmals erschienen 1926, ist Kafkas längstes und figurenreichstes Werk. Der Roman schildert die scheinbar vergessene Welt eines unter Schnee begrabenen Dorfs, in dem eines Tages ein Fremder erscheint: ein Landvermesser namens K., der sich beharrlich um Arbeit und Wohnung bemüht, jedoch an einer unzugänglichen, alles beherrschenden Schlossbehörde scheitert. Mit zahlreichen ebenso bewegenden wie grotesken Wendungen weitet sich die archaische Szenerie allmählich zu einem Panorama von unheimlicher Intensität. Die Leitfrage der Kommentierten Ausgabe ist, wie Kafka das eigentlich gemacht hat. Der ausführliche Stellenkommentar erläutert die wesentlichen Motive, Begriffe und Erzähltechniken. Auch lange gestrichene Passagen des Romans sind im vollen Wortlaut wiedergegeben, was einen tiefen Einblick in Kafkas Werkstatt ermöglicht. Dabei wird eine außergewöhnlich dicht gewobene Textur erkennbar, ein virtuoses Spiel mit verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit, mit Ironie und zahlreichen versteckten Hinweisen des Erzählers. Einen Überblick zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Romans bietet das Nachwort des Herausgebers.
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»Liest sich wie eine Kurzgeschichte von Claire Keegan, die von Elizabeth Strout weitererzählt wird.« The Sunday Times
»Sie taucht immer wieder in meinen Gedanken auf, wie eine Brise, die durch ein Zimmer weht.« Die meiste Zeit ihres Lebens spürte Dawn, dass etwas fehlte. Mit 58, nach einer Scheidung und mit zwei erwachsenen Söhnen, kann sie dieses Gefühl nicht länger verdrängen. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird die Tochter suchen, die sie vor vierzig Jahren weggeben musste. Damals war Dawn sechzehn. Eine Nacht am Strand von Trinidad, ein Moment der Unachtsamkeit – und eine Schwangerschaft, die in ihrer Familie keinen Platz haben durfte. Heimlich wird Dawn außer Landes gebracht, auf einem Schmugglerboot nach Venezuela. Dort, in einem von Nonnen geführten Heim, bringt sie ihr Kind zur Welt — und muss es zur Adoption freigeben. Doch die Frage ist ihr geblieben. Leise, beharrlich, unaufhörlich: Wo ist diese Tochter? Jahrzehnte später beginnt Dawn zu suchen. Sie durchforstet Internetforen, folgt flüchtigen Spuren — und kehrt schließlich zurück nach Trinidad, an den Ort ihrer Kindheit und ihres größten Verlusts. Dorthin, wo das Schweigen begann.»Was uns immer bleibt« erzählt von einer Frau, die sich ihrer Vergangenheit stellt — und von der unerschütterlichen Hoffnung, das Verlorene eines Tages wiederzufinden. »Zärtlich, hinreißend, erschütternd.« The Guardian
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