Das berührende Porträt einer verschlossenen Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavík, die ihre akademische Laufbahn an den Nagel hängt und aufs Land zieht. Von der Dorfgemeinschaft aus der Reserve gelockt, beginnt sie ein neues, ein ganz anderes Leben.
Alba ist Dozentin an der Universität von Reykjavík, als Expertin für aussterbende Sprachen fliegt sie von einer Konferenz zur nächsten. Wie viele Bäume muss ich pflanzen, fragt sie sich, um meinen CO2-Fußabdruck zu kompensieren? Wenig später erwirbt sie außerhalb von Reykjavík ein altes Haus mit einem Stück Land. Ihr Leben in der Hauptstadt interessiert sie immer weniger, es ist Zeit, sich neu zu erfinden. Immer mehr fügt sie sich in die Dorfgemeinschaft ein. Es ist, als hätte man dort nur auf sie gewartet. Chor und Theaterverein suchen neue Mitglieder und die im Dorf ansässigen Flüchtlinge brauchen eine Sprachlehrerin. Eine mütterliche Beziehung entsteht zu dem 16-jährigen Waisen Danyel, mit dessen Hilfe sie an ihrem Garten Eden baut - ihrem Zufluchtsort in einer immer chaotischer werdenden Welt.
Als Dilan Sevs Tochter ihr im Alter von zwölf Jahren sagt: «Ich stecke im falschen Körper», stellt dieser Satz das Leben der beiden von einem Tag auf den anderen auf den Kopf. Für Dilan steht außer Frage, dass sie ihr Kind – ihren Sohn – bei allem unterstützen wird, was nun folgt. Und das ist viel: Eine Transition bedeutet unzählige Therapiestunden, Untersuchungen und Behandlungen mit gegengeschlechtlichen Hormonen und schließlich eine Mastektomie. Sie bedeutet euphorische Momente, aber auch Krisen, Unsicherheiten und soziale Herausforderungen. Auf diesem oft schwierigen Weg steht Dilan ihrem Sohn stets zur Seite, egal, wie viel Kraft es ihr abverlangt. Denn auch wenn sein Weg nicht leicht ist und Dilan innerlich um ihre Tochter trauert, weiß sie: Ich liebe mein Kind, und dieser Weg ist richtig.