Was bedeutet es, wenn man sich in hohem Alter noch einmal verliebt? Wenn nicht mehr viel Zeit füreinander bleibt und man sich eigentlich schon im Alleinsein eingerichtet hat? In Natascha Wodins neuem Buch wagt die Erzählerin den Versuch, die Liebe über die Einsamkeit siegen zu lassen, ein letztmögliches Lebensexperiment, in dem sich die Fragen nach Liebe und Tod mit existenzieller Dringlichkeit stellen und die Mühen des Alters zum Alltag gehören. Die Geschichte des Paares ist der rote Faden im Text, einem Gewebe aus Erinnerungen, Reflexionen, Beobachtungen – aufgezeichnet an einem mecklenburgischen See mit Blick auf das Wasser und den gegenüberliegenden Horizont.
Natascha Wodin erzählt von widersprüchlichen Gefühlen, von Nähe und Fremdsein in einer Beziehung, ihren Gedanken an den näher rückenden Tod und den Schmerz des unaufhaltsamen Abschieds.
«Die Sprache Wo
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»Aus allen Sätzen Artem Tschechs spricht nur Wahrheit. Nur Literatur.« Anna Prizkau, FAZ
Vom Bürger zum Soldaten: Diese Verwandlung ist das zentrale Thema der kunstvollen Kriegsbeschreibungen des großen ukrainischen Schriftstellers Artem Tschech. Eine universelle und zutiefst ehrliche Geschichte männlicher Verletzlichkeit, Emotionalität und Verantwortung.
Eine Uniform lässt sich nicht einfach wieder ablegen. Sie verändert den Menschen, der sie trägt, für immer. Von dieser Erfahrung erzählt der große ukrainische Schriftsteller Artem Tschech. Im Jahr 2022 wird er erneut an die Front berufen. In Echtzeit erlebt man mit, wie sich der Schriftsteller zum Soldaten wandelt, und folgt ihm von der Region Kyjiw zu den Frontstädten im Osten, ins friedliche New York und schließlich nach Bachmut. Doch dieser Soldat erzählt nicht vom Krieg. Sondern davon, wie der Krieg alle Sicherheiten fortreißt und welchen Halt man der inneren Zerrissenheit entgegensetzen kann. Für ihn lässt die Musik weiblicher Künstlerinnen – Lana Del Rey, Florence + The Machine und Lola Marsh – diesen rettenden Raum entstehen. So wird in den virtuosen Kriegsbeschreibungen von Artem Tschech eine neue Dimension von Männlichkeit offenbar: zweifelnd, intim, aufrichtig.
Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte die Kontrolle darüber behalten, wie man auf dieses Leben blicken wird.
Als Julian Barnes erfährt, dass er eine Krankheit hat, die für ihn tödlich sein kann, aber nicht sein muss, heißt das für ihn, die Dinge zu ordnen. Was zählt im Leben, welche Lebensphase war wichtig, oder trügt die Erinnerung? Er nimmt Abschied, indem er den Anfang und das vermeintliche Ende dieses außergewöhnlichen Schriftstellerlebens erzählt – und eine fiktive Geschichte, in der auch ganz viel Julian Barnes steckt.
Eine literarische, ehrliche Bilanz, ein Blick zurück und nach vorn von Julian Barnes, dem großen englischen Romancier, der sich vielleicht mit diesem Buch vom Schreiben verabschiedet. Schließlich weiß man
Ähnliche Bücher wie Abschied(e)
Der kleine Sato Reang wäre gern der größte Unruhestifter der Welt, aber sein Vater hat andere Pläne: Er soll ein frommer Junge werden. Also muss Sato Reang aufstehen und beten, wenn selbst die Hähne in seinem javanischen Dorf noch schlafen, und alles, was Spaß macht, ist verboten: Fußball spielen, Heuschrecken fangen, alte Leute schubsen. Sato Reang wird größer, und mit ihm wachsen sein Widerstand und seine lodernde Wut. Schon bald tanzen trotzige Flammen der Freiheit entgegen.
Südostasiens Literaturstar Eka Kurniawan erzählt vom radikalen Aufbegehren eines Jungen. Bitterböse, rasant witzig – und alles andere als fromm.
»Ich lebe nun in einer anderen Welt.«
Was geschieht, wenn der Mensch geht, den man über sechzig Jahre geliebt und über zehn Jahre gepflegt hat? In ihrer unverkennbaren, kristallklaren Prosa beschreibt Helga Schubert den eigenen Zustand in der ersten Woche, der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes, beobachtet sich selbst zwischen Traurigkeit und Erlösung.
Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein blühendes jüdisches Leben war, saßen bei Aris Ankunft linke Gymnasiasten und Studenten der Nach-68er-Generation in Cafés und Seminarräumen und träumten vom Ende Israels. Als er dann aber 1982, zu Beginn des goldenen Pop-Jahrzehnts, zum Studieren nach München weiterzog, schienen sich die Wolken des neualten Judenhasses verzogen zu haben. Dass der wiederkommen würde, offener, radikaler, hätte Ari nie gedacht – bis zu dem Tag im Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen, erfüllt von tiefreligiöser, exterminatorischer Wut, de
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Deutscher Buchpreis 2024
Großer Preis des deutschen Literaturfonds 2024
Wiesbadener Literaturpreis 2024
Prix Grand Continent
Nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2024
»Ein Buch wie ein Seiltanz. Aber solange Martina Hefter erzählt, kann nichts passieren.« Anne Weber
Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.
Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin. Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt? Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.
»Prallvoll mit Überlebenslust, Herzwärme und Witz.« Pieke Biermann
Nominiert für den Deutscher Buchpreis 2026 und den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2026
Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. Tomer Gardi verbindet ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos. »Liefern« erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. So gegenwärtig, so international, so politisch und leichtfüßig zugleich war lange kein deutscher Roman.
Der Roman entstand in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer, die auch den Teil »Mimesis« aus dem Hebräischen übersetzt hat.
Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, arbeitet als Lieferant. Er will genug Geld sammeln, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Sein Job ist immer in Gefahr, er hat keine Arbeitserlaubnis und fährt unter falschem Namen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum, die zu einem Austauschsemester nach Delhi reist, wo sie sich in den Argentinier Ramón verliebt. Der Erzähler fährt nach Istanbul, um nach einer Gaunerei bei einem Literaturpreis das Preisgeld zu verprassen. Und in Buenos Aires muss Ramóns Mutter mit der Abwesenheit ihres Sohnes fertig werden. »Liefern« ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden und eine Feier der Erzählkunst, wie sie nur Tomer Gardi veranstalten kann: tiefgründig und humorvoll, mit politischer Sensibilität und literarischer Verve.
»Helga Schubert ist eine Zuversichtsautorin.« Melanie Mühl, FAZ
Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zu Hause sein möchte. In Moskau soll eine Schrift-stellerin die Primaballerina Ulanowa porträtieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen.
In neuen, unveröffentlicht gebliebenen oder vergriffenen Geschichten von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart erzählt Helga Schubert in diesem Buch von Sehnsucht und Fernweh, von Diktatur und innerer Freiheit, vom Menschsein und Mensch-bleiben. Und geht dem Leben auf den Grund; so treffsicher, so lakonisch, wie nur sie es kann.
Vom Einverstandensein mit dem Leben – so, wie es ist
Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zu Hause sein möchte. In Moskau soll eine Schriftstellerin die Primaballerina Ulanowa portraitieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen.
Von Sehnsucht und Fernweh, von Diktatur und innerer Freiheit, vom Menschsein und Menschbleiben erzählen diese Geschichten. So treffsicher, so lakonisch kann nur Helga Schubert dem Leben auf den Grund gehen.
Isabel Allende nimmt uns mit auf eine Abenteuerreise, dorthin, wo ihre Geschichten und Romane entstehen. Was ist überhaupt erzählenswert? Wie entwirft man eine Handlung? Was ist Inspiration und woran erkennt man sie? Ist Neugierde etwas Gutes oder gar nicht? Gibt es ernsthaft Helden? Was soll an Sex nochmal so toll sein, dass alle immer darüber schreiben wollen?
Vor allem aber erzählt uns Isabel Allende von sich selbst – denn das Schreiben ist für sie nicht bloß Handwerk, es ist ein unaufhörlicher Drang, ein Akt der Hingabe, eine zutiefst menschliche Möglichkeit, das flirrende Chaos der Welt zu bändigen, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben. Und so erzählt sie von prägenden Erlebnissen und bizarren Begegnungen – lauter nie zuvor gelesene Szenen und Anekdoten –, von verblüffenden Einsichten und Ideen, sie erzählt aus den über acht Jahrzehnten eines so reichen, weltumspannenden Lebens.
Unsere Geschichten handelt von der Alchemie des Erzählens, der Magie der Kreativität und der Suche nach dem richtigen Leben. Es ist Isabel Allendes persönlichstes Buch seit langem, charmant, unterhaltsam und sehr witzig, ein wunderbares Geschenk an ihre Leserinnen.
Der Vater einer, wie man ihn sich kaum vorstellen kann: Von allen nur »Löwe« genannt, ist er Zeit seines Lebens ein charismatischer Bonvivant. Polospieler, Rennfahrer, Ex-Sträfling, leidenschaftlicher Fallschirmspringer und tief im Herzen eben immer ein Träumer. Für die Tochter gleicht der Vater einem Halbgott, der auf die Erde herabsteigt und dabei auf jede erdenkliche Weise – durch Schulden, Drogen, Affären – zu Fall kommt und sie mitreißt. Von diesen Stürzen erzählt die Tochter, als sie selbst Mutter geworden ist, von den vielen Enttäuschungen ihrer unsteten Kindheit und Jugend zwischen England, Argentinien und Peru und von der unvergessenen Euphorie, die es bedeutet, einen überlebensgroßen Vater zu haben.
Sonya Walger hat ein einzigartiges Denkmal erschaffen, an den Vater, an das Tochter-Sein, an die eine Beziehung, an der sich trotz allem Widerstand das ganze Leben orientiert. In ihrem autobiografischen Roman Löwe erzählt sie eine rasante, unvergessliche Familiensaga, deren Intensität und Farbigkeit den Atem nehmen.