Stell Dir vor, dein Leben dauert eine Woche – und heute ist Freitag
Wenn ein Mann bei einem Date gesagt bekommt, dass er älter aussieht als sein brandaktuelles Foto, dann weiß er, die Dinge in seinem Leben laufen nicht gerade toll. So wie bei Henri. Irgendwie geht es ihm okay. Aber irgendwie auch überhaupt nicht: seine Ehe ist Geschichte, die Affäre aber auch. Als sein Hausarzt dann auch noch »die Wechseljahre« bei ihm diagnostiziert, reicht es Henri langsam. Da passt es auch ganz gut, dass seine Traumfrau Emily als Coach arbeitet. Kann sie ihm helfen? Dummerweise steht Emily privat auf junge Männer. Aber so leicht gibt Henri nicht auf. Er merkt: Er will noch lange nicht aufs Abstellgleis. Und vielleicht sind die Wechseljahre ein Gleiswechsel, den er begrüßen sollte.
Das erste Mal hat Yrsa nicht die Absicht zu töten. Aber der Cambridge-Professor, der ihr gegenübersitzt, hat die Forschungsergebnisse ihrer Freundin gestohlen. Als sie die Biene in seine Sanpellegrino-Flasche schnippt, denkt sie, dass er einen schmerzhaften Stich abbekommen wird. Dann ist er tot. Und Yrsa, die – seien wir ehrlich – schon seit einiger Zeit gelangweilt ist, fühlt sich endlich wieder lebendig.
Der aufregende Debütroman von Imani Thompson verbindet Campus-Roman mit Thriller-Elementen und Humor. Eine unterhaltsame und wunderbar ins Absurde getriebene Geschichte über feministische Wut, Ungerechtigkeit, Begierde und Rache. Und über das Schwarzsein in einer sehr, sehr weißen Welt.
«Umwerfend – in jeder Hinsicht. Düster, spannend und unbestreitbar heiß, wird dieser Roman Ihnen den Atem rauben.» Glamour
»Du weißt, was du nicht willst. Nur was du willst, ist dir entfallen.«
Stella, Judith, Wanda und die anderen Heldinnen in diesem Buch sind nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Sie sind hineingewachsen in ihre Rollen als Freundinnen, Geliebte, erwachsene Töchter oder späte Mütter, doch jetzt stellen sie fest: Ihre Lebensentwürfe erweisen sich als zunehmend brüchig. Und so werden die Begegnung mit der besten Freundin aus Schultagen, die Prügelei mit einem Catcaller oder der Besuch im Haus der gerade verstorbenen Schwiegermutter zu Momenten, in denen sie vorgeprägte Wege verlassen.
Feinsinnig, humorvoll und mit entlarvender Ehrlichkeit erzählt Julia Wolf in ihrem ersten Band mit Stories von elf Frauen, die sich dem Stand der Dinge verweigern.
«Mütter prägen uns, auch wenn wir es nicht wollen, sie nisten sich in unseren Köpfen und Herzen ein, flüstern uns zu, schimpfen, trösten, tun es auch noch, wenn sie verstorben sind, tun es selbst dann, wenn wir sie nicht oder kaum kannten. Wir setzen unsere Schritte auf das, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden. Tragen sie darin für immer mit uns», schreibt Lena Gorelik.
Alle meine Mütter erzählt von dieser besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung und ihren Facetten, erzählt davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen, wie wir scheitern, zweifeln, stolpern und welche Ängste uns begleiten, was uns bindet und prägt, aber auch, was uns abhält, was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können.
Tiefste Liebe, Zweifel, ganz verschiedene Formen von Glück – i
Ähnliche Bücher wie Alle meine Mütter
Leichtfüßig, raffiniert und witzig erzählt Bestseller-Autorin Alina Bronsky die Geschichte einer schillernden Freundschaft zweier Menschen, die aus unterschiedlichen Welten stammen – und am Ende nicht mehr ohneeinander sein wollen. Ein Buch, das begeistert!
Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs und liebt knalligen Lippenstift und hohe Absätze. Sie ist fest entschlossen, heimlich ihrem Traum vom Mathe-Studium nachzugehen, auch wenn sie am Anfang für die Putzfrau gehalten wird. Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. In der Not helfen sich die beiden Außenseiter – und begreifen bald, dass sie nur gemeinsam weiterkommen können.
Ein einfühlsamer und tragikomischer Roman über ein unvergessliches Duo sowie das Porträt ein
Ähnliche Bücher wie Pi mal Daumen
Im April 2022 erleidet Julia Decks Mutter Ann einen Schlaganfall. Den Ärzten zufolge sind ihre Überlebenschancen verschwindend gering. Doch die Patientin trotzt der Diagnose. Für Mutter und Tochter beginnt ein langer Weg durch das Labyrinth der Pflegeeinrichtungen, der sie mit einem System konfrontiert, das nicht mehr funktioniert. Gleichzeitig geht Julia Deck den blinden Flecken in der Erzählung der eigenen Familiengeschichte nach und begibt sich auf eine Spurensuche. Ihre Mutter wird in einer Arbeiterfamilie groß, in der Bücher keinen Platz haben, doch gerade die Begeisterung für Literatur und ihre Wissbegierde bieten der jungen Ann die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg. Klar, lakonisch und liebevoll zugleich zeichnet Julia Deck das Bild einer Frau, die nach Selbstbestimmung strebt, und erzählt einfühlsam von der so komplexen wie absoluten Liebe zwischen Mutter und Tochter.
Ähnliche Bücher wie Die Wahrheit über AnnMarcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann. In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander.
Erst spät im Leben – die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie – offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei.
2023 fand Martin Piekar mit einem Auszug aus diesem Roman beim Bachmann-Preis in Klagenfurt begeistertes Echo; er wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis 202
Ähnliche Bücher wie Vom Fällen eines Stammbaums
Drei Schwestern – drei Leben
Am Ende des Zweiten Weltkrieges verliert Gerti alles: den Vater, der verschwindet, die Mutter, die stirbt, und die beiden Schwestern, die ins Heim verstoßen werden. Allein bleibt sie bei den Großeltern. Nur drei Knöpfe bleiben ihr, abgerissen von einer alten Weste aus ihrer BDM-Zeit, gedacht als Glücksbringer für die Schwestern.
In einem noch zerstörten Österreich muss das Mädchen früh lernen, allein zu überleben und die eigene Würde gegen alle gesellschaftlichen Vorurteile der Zeit zu behaupten. Die Suche nach ihren Schwestern aber gibt sie nie auf.
Im Jahr 2010 schließlich blickt Gerti zurück auf ihr Leben: auf die Arbeit, die Kinder, die Liebe, den Verlust. Sie denkt: Es war kein schönes Leben. Aber es war meins.
Ein Mann telefoniert mit seiner Vergangenheit
Vidars Leben ist aus den Fugen geraten. Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird er vom Lehrdienst suspendiert. Als er zu Hause zufällig die Telefonnummer des alten Sommerhauses der Familie findet, wählt Vidar aus einer Laune heraus die Nummer. Es meldet sich sein Vater, der längst tot ist. Bald versteht Vidar: Am anderen Ende der Leitung ist immer der 17. Juni 1986, ein Tag aus seiner Kindheit. Es öffnet sich eine Falltür in die Vergangenheit. Anruf für Anruf versucht Vidar, jeden Schritt seiner Familie an diesem Tag nachzuvollziehen. Er überschreitet eine Grenze nach der anderen. Und während sich der Tag seiner Kindheit langsam auflöst, zieht sich die Schlinge in der Gegenwart immer enger zu.
«Im Mai 1991 sah ich die Mikkola-Schwestern zum ersten Mal. Drei Schwestern, die aussahen wie Brüder und sofort kampfbereit waren, wenn jemand ihre Topffrisuren, ihre schmutzigen Sneaker oder ihre Jogginghosen kommentierte. Ich konnte meinen Blick nicht von ihnen losreißen.»
Für Jonas ändert sich alles, als Ina, Evelyn und Anastasia in seine Nachbarschaft ziehen. Ihre Mutter kommt aus Tunesien, wer ihr Vater ist, weiß niemand. Die ernsthafte Ina, die verträumte Evelyn und die chaotische Anastasia faszinieren den Erzähler, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Ihm wird klar, dass die Schwestern mit seiner Familie und der Vergangenheit seines Vaters eng verflochten sind. Über dreißig Jahre kreuzen sich ihre Leben immer wieder, in Tunesien, Schweden, den USA, sie erleben Liebesgeschichten und Lebenskrisen. Vor allem aber verbindet sie ein Fluch: dass
Ähnliche Bücher wie Die Schwestern
Mira Zehmann ist Hausärztin, Mutter, Ehefrau. Sie stammt aus einer jüdischen Familie in Odesa, vor Jahren hat sie zusammen mit ihrem Mann die Ukraine verlassen, um in Deutschland ihr eigenes Leben zu leben – für sich und ihre kleine Tochter. Doch als in ihrer alten Heimat Bomben explodieren, gerät ihre Welt aus den Fugen, und ein erbarmungsloser Zugwind weht durch ihr Leben. Die Hausarztpraxis wird zur Anlaufstelle, lang ist die Schlange der ukrainischen Patienten, die alle zu Mira wollen auf der Suche nach Trost, nach Heilung und Mitgefühl. Ob eine Affäre hilft, Miras Unmut über den unendlich langen Besuch der Schwiegermutter zu überwinden? Als Mira verfolgt, wie ihre Patienten zwischen den Welten reisen, steht für sie fest: Sie muss nach Odesa, muss ihre über neunzigjährige Oma besuchen, das Meer sehen, mit ihren Freunden tanzen gehen.
Iryna Fingerova erzähl
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Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Nach einem einschneidenden Erlebnis zieht Hanna Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90 cm Gästebett. Doch wie soll das funktionieren: ein Familienalltag von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären? Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den in den hilflosesten Momenten findet …
Sara, ihr Onkel Mats und ihre Cousine Evi fahren von Malmö nach Berlin, um den Stolperstein zu besuchen, der ihren Familiennamen trägt. Und um die Briefe mit der Familiengeschichte dem Jüdischen Museum zu übergeben. Die Großmutter war mit einem Kindertransport nach Schweden aus Berlin gerettet worden. Doch Sara, Mats und Evi haben alle auch ihre ganz eigene Agenda im Hier und Jetzt. Ein berührender Roman über Familienbande, intergenerationale Traumata, Geheimnisse, die wir bewahren, und Lügen, die wir uns selbst erzählen – präzise und einfühlsam geschildert.
»Anna Brynhildsen schreibt zurückhaltend, aber herzzerreißend.« Dagens Nyheter
In einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands wird 1973 ein Baby am Strand gefunden. Ambrose, der Fischer, und seine Frau Christine adoptieren den Jungen, der fortan den Namen Brendan Bonner trägt. Alle sind fasziniert von diesem Kind, dessen Herkunft ein Rätsel ist, und Brendan, der für viele ein Rätsel bleibt, gibt dem vom Sturm der Zeitläufte gebeutelten Dorf die Hoffnung auf ein gutes Leben zurück. Zwanzig Jahre folgen wir dem Leben der Familie, das geprägt ist von Fürsorge und Schweigen, von der Rivalität der Brüder, von finanziellen Sorgen, aber auch dem Glück, von einer Gemeinschaft getragen zu werden.
Bewegend und kraftvoll erzählt Garrett Carr die Geschichte eines Jungen, der versucht, seinen Platz in der Welt zu finden, und die einer Familie und Dorfgemeinschaft, die gemeinsam den Widrigkeiten des Lebens trotzen. Eine Lektüre, die Hoffnung macht.
Lillian und Henry haben eine gute Zeit miteinander, besonders im Bett. Nur wünscht sich Lillian sehnlichst, dass Henry sich verliebt und aus ihrer »Situationship« eine richtige Beziehung wird. Als er sie völlig unerwartet sitzenlässt, sinnt Lillian auf Rache. Betrunken stößt sie auf YouTube auf einen vielversprechenden Zauber und startet einen Rückeroberungsversuch. Aber Henry endet nicht in ihren Armen – sondern als Leiche.
Lillian ist dringend tatverdächtig. Verzweifelt versucht sie die ungute Geschichte abzustreifen und ganz die trauernde Ex sein zu dürfen. Da folgt der nächste Schock: Henry war seit Jahren in einer festen Beziehung! Ungläubig stürzt sich Lillian in ihre ganz eigene Ermittlung. Doch wo immer sie auftaucht, sät sie Chaos, egal wie sehr sie sich ums Gegenteil bemüht …