Béla erhält einen überraschenden Anruf: Das Haus an der Zederstraße steht zum Verkauf. Dreißig Jahre ist es her, dass er dort mit Simone, Serdar und Kim in einer WG gewohnt hat. Seither sind sie alle in unterschiedliche Richtungen gegangen. Ist es eine gute Idee, jetzt zu viert das Haus ihrer Aufbruchsjahre zu kaufen? So gesetzt wollte Béla eigentlich gar nie werden. Wenn er nicht in den Spiegel schaut, hält er sich immer noch für jung. Aber wirklich jung ist nur seine Freundin Kaja, die gerade festgestellt hat, dass sie schwanger ist.
Ein hoch amüsanter Roman über die Frage, wie sehr man sich selbst treu bleiben kann und will.
Als Elli Hajek sich zum Schreiben in ein abgelegenes Haus zurückzieht, erinnert sie sich an eine Figur, von der ihr einst ihre tschechische Großmutter erzählte: Viktorka, die junge Frau, die nach einem schwerwiegenden Ereignis für wahnsinnig erklärt wurde und fortan allein im böhmischen Wald lebte. Als Elli erfährt, dass Viktorka wirklich existierte, reist sie in das Land, aus dem sie selbst als Kind geflohen ist. Elli will mehr erfahren – doch tief im Wald, zwischen leuchtendem Farn und reißendem Fluss, wartet eine andere Aufgabe auf sie: Bevor sie die Wahrheit über Viktorka erfährt, muss Elli sich ihrer eigenen verdrängten Geschichte stellen.
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
Jahrelang hat sie ihr Geheimnis gehütet ...
Provence, um 1920. Für Joseph Adelaide ist die Einladung die Chance seines Lebens: Er wird den weltberühmten Maler Tartuffe interviewen, der seit Jahren die Öffentlichkeit scheut. In dem abgelegenen Landhaus erwartet den Journalisten jedoch eine Überraschung. Denn nur solange Joseph dem Maler Modell sitzt, darf er bleiben und über ihn schreiben. In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht …
Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrschen.
Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen.
Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
»Ich freue mich sehr auf Wildboden von Constantin Lieb! Endlich wird die wilde Liebesgeschichte von Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling neu erzählt.« Florian Illies
1936, Frauenkirch, inmitten der Schweizer Alpen, unweit von Davos: Umgeben von majestätischen Bergen und wortkargen Bauern führen Erna Schilling und der Maler Ernst Ludwig Kirchner ein Leben in enger Verbundenheit. Dass die politische Situation in Deutschland immer dunklere Schatten wirft und ihre Existenz auf dem Wildboden zu zerstören droht, wird vor allem für Erna zur fast unerträglichen Zerreißprobe. Trotz aller Anstrengungen, sich gegen die äußere Gefahr sowie die inneren Dämonen und die Morphiumsucht ihres Partners zu stemmen, kann sie die Tragödie nicht verhindern: Als sie mit Kirchner den Menschen, dem sie sich bedingungslos verbunden fühlt, endgültig verliert, muss sie ihr Leben radikal überdenken und selbstbestimmt um die eigene Zuversicht und Zukunft kämpfen.
Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise verwebend, erzählt Constantin Lieb so eindringlich wie hellsichtig, wie aus schmerzhaftem Verlust beeindruckende menschliche Stärke erwachsen kann, und wie die lebenslange Sehnsucht nach Halt unser Menschsein zu allen Zeiten zutiefst berührt.
Volker Kutscher erzählt von Rache, Spionage, Verhängnis, Lügen und Illusionen. Und davon, wie es seinen Helden im Krieg und in den Jahren danach ergangen ist.
Berlin-Westend, 1973 – ein Tonband, ein Interview, eine Überraschung: Der Privatdozent Hans Singer besucht den 74-jährigen Kriminalkommissar a.D. Gereon Rath im Seniorenheim, weil er über die Arbeit der Berliner Polizei im Wechsel der politischen Systeme forscht. Insbesondere die Polizistenmorde am Bülowplatz 1931 und zwei damals steckbrieflich gesuchte Männer interessieren den Historiker. Denn die haben später im Staatsapparat der DDR eine steile Karriere gemacht.
Zum Unbehagen des Kommissars a.D. nimmt das Gespräch eine überraschende Wendung. Singer weiß bestens über Raths Vergangenheit Bescheid, er kennt die alten Kollegen, ja sogar seine Exfrau. Und er ist einer Sache auf der Spur, über die
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Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?
In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.
Dieses Buch ist Teil der Reihe »75 Jahre Bibliothek Suhrkamp«: Willy Fleckhaus hatte für die Bibliothek Suhrkamp ein ikonisches Coverdesign und eine eigene visuelle Ordnung geschaffen. Mit »30 Farben für Willy Fleckhaus« (2026) greift Olaf Nicolai diese Gestaltung auf und aktualisiert die scheinbar zeitlose Gestaltungsgrammatik. Mit deren mathematisch berechneten Kombinationen bespielt er dieses Raster und verändert unseren Blick auf Fleckhaus’ Arbeit: Was ursprünglich als funktionaler Entwurf gedacht war, wird jetzt als konzeptuelle Struktur sichtbar. Nicolai erzeugt so eine neue Aufmerksamkeit für die Reihe als Form, er konserviert sie nicht, er aktiviert sie, er zeigt die Bibliothek Suhrkamp als eine höchstlebendige Struktur.
Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum – eine Weltumseglung – bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während er segelt, wird er ein anderer, beginnt für ihn eine höchst abenteuerliche Reise, die ihn durch Zeiten und Kontinente führt: Plötzlich kämpft er als Soldat in Deutsch-Südwestafrika gegen den Kolonialismus, bald darauf soll er in Berlin, um der Gerechtigkeit willen, einen grausamen Offizier töten, muss dann schwimmend flüchten, geht unter … und taucht neugeboren 1979 wieder auf, wird polnischer Präsident und ringt um die Macht in einem nach rechts gerückten Europa.
Ein Name reicht Szczepan Twardoch, um ein literarisches Feuerwerk zu zünden und nebenher das 20. und 21. Jahrhundert zu erzählen. Ein Mann, der seinen Träumen durch Zeiten und Epochen hinterherjagt – derselbe Mensch in drei unterschiedlichen Leben. Wie bin ich geworden, der ic
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