Flucht und Ankommen, Sehnsucht und die Vergangenheit im Gepäck. Und immer wieder der Geschmack der Ostsee im Mund.
Dorit Linke schreibt berührend von Hannas innerer Zerrissenheit zwischen Schuld und Hoffnung. Eine authentische Geschichte über ein Land im Umbruch und mutige Menschen, die ihren Platz in der neuen Freiheit suchen.
Hanna ist nach ihrer Flucht bei ihrer Tante in der BRD angekommen. Sie muss lernen, dass Freiheit nicht nur Aufbruch bedeutet, sondern auch, sich mutig der Vergangenheit zu stellen. Während sie versucht zwischen Schwimmtraining und Party eine neue Normalität zu leben, fällt die Mauer. Sie kehrt in die DDR zurück. Dort trifft sie bei ihren Eltern, Freunden und alten Bekannten auf Hoffnung, Orientierungslosigkeit und auch Misstrauen. Hanna fühlt sich zusehends zerrissen zwischen neuen Bekanntschaften, den Erinnerungen an Andreas und den Erlebnissen in der Nachwendezeit. Einige Jahre später erlebt sie die entfesselte Gewalt beim Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, die das vermeintlich antifaschistische Selbstbild ihrer früheren Heimat brutal zerstört.
Erst als sie ihr Weg weiter führt, von Bremen, nach Berlin und schließlich nach Schottland, kann sie endlich wieder atmen, findet ihre Liebe und gewinnt die Leichtigkeit im Leben zurück.
Dorit Linke ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für ihr Engagement in der Politischen Bildung.
Für diesen Titel stehen Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download auf der Verlagswebsite arena-verlag.de zur Verfügung.
Gedruckt auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem „Blauen Engel“.
Außerdem von der Autorin bei Arena:
Jenseits der blauen Grenze
Jenseits der blauen Grenze. Ausgabe in Einfacher Sprache
Daniel ist nach dem Abi auf der Suche nach seinem Weg. Karriere machen, auf Kosten der Umwelt leben, im Mainstream mitschwimmen - das alles will er nicht. Als er den Ökobauern Steffen kennenlernt, bewundert er ihn für sein alternatives, unangepasstes Leben. Er fühlt sich wohl auf dessen Hof - doch immer wieder fallen zweifelhafte Äußerungen, die ihn irritieren. Schließlich erkennt er, was sich hinter dem vermeintlichen Landidyll verbirgt: Steffens Hof ist Treffpunkt für ein rechtsextremes Netzwerk, das einen Staatsstreich plant. Mit Beweisen für ihre Machenschaften geht Daniel zur Polizei - doch nun wird es gefährlich für ihn …
Adam und Zero stammen aus Ländern, die gegeneinander Krieg führen. Ihre Familien sind geflohen und leben nun in Deutschland. Adam und Zero gehen in dieselbe Schule und tragen den Krieg, der bei ihnen zu Hause tobt, auch auf dem Schulhof aus. Überhaupt wären beide lieber an der Front, Adam will zu seiner Schwester, die jetzt ein Artilleriegeschütz befehligt; und Zero will seinen Bruder suchen, der sich seit Wochen nicht gemeldet hat. Ohne es zu wissen, verstecken sich die beiden in demselben Hilfstransporter, der Richtung Front fährt. Als sie es merken, ist es zu spät, jetzt müssen sie zusammenhalten, damit sie sich nicht gegenseitig verraten.