Ein schwüler Sommerabend in Ortica, einem Vorort von Mailand. Unter den bunten Lichterketten des Balera dell’Ortica sind alle Blicke auf eine hübsche Frau gerichtet, die mit ihrem Tanzpartner einen leidenschaftlichen Tango aufs Parkett legt. Doch als die Musik endet, reißt sich das Mädchen plötzlich los und läuft davon. Noch in derselben Nacht wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der erschossen wurde: offenbar der zudringliche Ex-Freund der schönen Tangotänzerin.
Als die Polizei kurze Zeit später den Butler einer Dame der Mailänder High Society verhaftet, sind alle überrascht. Vor allem Libera, die Blumenhändlerin von Giambellino. Sie kennt den Butler, der in der Villa ihrer reichen Freundin Franca arbeitet, nämlich persönlich. Doch die Beweise sind erdrückend. Das sagt jedenfalls ihre Tochter Vittoria, die bei der Mailänder Kripo arbeitet und nicht gern über ihre Ermittlungsarbeit spricht. Aus gutem Grund – denn Libera ist nicht nur für ihre Brautsträuße berühmt. Sie betätigt sich auch gern als Hobbydetektivin und hat zusammen mit Vittorias unerschrockener Nonna Iole schon einige spektakuläre Mordfälle im Alleingang gelöst. Als Franca sie bittet, den wahren Täter zu finden und die Unschuld des unglücklichen Butlers zu beweisen, sagte Libera nicht Nein. Natürlich nicht.
Ein spannender Kriminalfall, in dem jeder sein Geheimnis und gleichzeitig einen guten Grund zum Lügen hat.
Ein vergilbter Zettel, den sie überraschend in der alten Lieblingsjacke ihres Mannes findet, erinnert Libera an die schmerzlichste Episode ihres Lebens. Saverio, der bei der Mailänder Polizei arbeitete, wurde vor zwanzig Jahre erschossen in seinem Wagen aufgefunden, ohne dass der Fall jemals aufgeklärt wurde. Die Nachricht auf dem Zettel scheint von einer Frau geschrieben – aber will Libera wirklich alte Wunden aufreißen und sich mit unangenehmen Wahrheiten auseinandersetzen?
Die Ex-Buchhändlerin mit einem Faible für Cold Cases, die zusammen mit ihrer Tochter Vittoria, einer angehenden Kommissarin, und ihrer exzentrischen Mutter Iole in einem alten Bahnwärterhäuschen lebt, hat sich inzwischen als Hochzeitsfloristin einen Namen gemacht. Und Gabriele Ricci, der Chef des Polizeipräsidiums, ein alter Freund und Kollege ihres Mannes, den sie manchmal bekocht, umwirbt sie und bringt ihr Herz zum Klopfen.
Doch als sie Unstimmigkeiten in der längst geschlossenen Akte ihres Mannes entdeckt, beschließt Libera, in eigener Sache zu ermitteln. Gegen den Willen Vittorias reist sie mit ihrer unerschrockenen Mutter und einer jungen Kriminalreporterin nach Kalabrien, um nach Antworten zu suchen. Und ahnt schon bald, dass der Feind möglicherweise näher ist, als sie denkt.
»Ein wahres Wunder« New York Times
Der internationale Sensationserfolg
Tief unter der Erde werden neununddreißig Frauen gefangen gehalten. Während das elektrische Licht Tag und Nacht verschwimmen lässt, sitzt ein junges Mädchen – die vierzigste Gefangene – allein und ausgestoßen in der Ecke. »Ich, die ich Männer nicht kannte« ist so feministisch wie »Der Report der Magd« und so existentiell wie »Die Wand«: Ein moderner Klassiker, internationaler Verkaufserfolg und BookTok-Hit in neuer deutscher Übersetzung.
In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.