Wir haben 9 Buchtipps zu "Tibet" gefunden.
Vor wenigen Jahren erst ist eine moderne tibetische Literatur entstanden. Provozierend, ambivalent und mit unkonventionellen Mitteln wirft sie einen unverstellten Blick auf ein unbekanntes Tibet, das zwischen modernen und traditionellen Vorstellungen von Leben und Tod, zwischen tiefer Religiosität und Atheismus zerrissen wird. Tashi Dawa fängt die magische Vorstellungswelt ein, in seinem verblüffenden Spiel mit den verschiedenen Zeitebenen konfrontiert er die Gegenwart mit der Vergangenheit. Alais eindringliche, kritische Beschreibungen von Natur und Zivilisation führen in den Alltag der Tibeter: In seiner Erzählung 'Pilze' schwatzen tibetische Kader den Nomaden Heilpilze ab und verkaufen sie für ein Vielfaches an ein japanisches pharmazeutisches Unternehmen. Daß dabei die tibetische Tradition zerstört wird, scheint nur der Hauptperson der Erzählung bewusst zu sein. Sebo ironisiert und verfremdet in seinen Erzählungen, was religiösen Tibetern heilig ist, aber auch über die Fortschrittsgläubigkeit macht er sich lustig. Seine Erzählungen sind als chiffrierte Herausforderung an alle Glück und Heil verheißenden Wahrheiten zu lesen. Diese drei tibetischen Erzähler entfalten ein überraschendes Panorama von Menschen, Glaubenswelten und Naturgewalten. Sie ermöglichen uns den Blick von innen auf eine der ältesten und rätselvollsten Kulturen dieser Welt.
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Frühjahr 1931. Im indischen Baskul toben Unruhen, ein revolutionärer Umbruch steht bevor. Der englische Konsul Conway, sein Stellvertreter, eine englische Missionarin und ein amerikanischer Geschäftsmann müssen fliehen. In einem kleinen Flugzeug soll es nach Peschawar gehen. Doch die Maschine gerät unter rätselhaften Umständen von der vorgesehenen Route ab und muss im Himalaya notlanden. Unerwartet finden sich die vier Fremden in einem abgelegenen Hochtal wieder, einem legendären Paradies des Friedens und der Schönheit, bekannt als Shangri-La. Die buddhistische Klostersiedlung bietet den Gestrandeten Zuflucht – und wirft Rätsel auf. War ihre Notlandung vielleicht kein Zufall? Hat man sie in Shangri-La erwartet? Weshalb? Können sie entkommen? Und wollen sie das überhaupt?
James Hiltons Kultroman liest sich spannend wie ein Abenteuerroman. Seine Utopie, in den unsicheren Jahren zwischen den Weltkriegen entstanden, spiegelt den Wunsch nach Frieden und Harmonie wider und hat bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.
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Matthew Sweeney, einer der bedeutendsten irischen Lyriker unserer Zeit, verabschiedet sich in seinem letzten Band mit starken, tiefberührende Gedichten – elegant übersetzt von Jan Wagner. Vom ersten Vers dieses Bandes an ist klar: Hier schreibt ein Dichter um sein Leben. Mit seiner Gabe, auf kleinstem Raum haarsträubende Geschichten zu erzählen und Gegenwelten zu erschaffen, hält sich Matthew Sweeney, der 2018 verstarb, poetisch den Tod vom Leib, indem er ihn bei den Hörnern packt. Feindselige Eulen, unsichtbare Feinde sind ihm dicht auf den Versen, und der Mann auf der Flucht muss immer neue Höhen seines Witzes und Einfallsreichtums erreichen, um ihnen zu entkommen. Mit diesem letzten Band verabschiedet sich Sweeney als einer der bedeutendsten Lyriker Irlands. In ihrer ungewöhnlichen Kraft und bleibenden Schönheit sind diese Gedichte ein Triumph über den Tod.
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„Eine essentielle Lektüre“ (Ai Weiwei) über eine der systematischsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit: die Unterdrückung der Uiguren Tahir Hamut Izgils Freunde verschwanden, einer nach dem anderen. Seit Jahrzehnten werden die Uiguren in China verfolgt, Hunderttausende sind in Lagern interniert, die ersten Staaten sprechen von Völkermord. Izgil schaffte mit seiner Familie das Unmögliche – als erstem führendem Intellektuellen und Schriftsteller gelang es ihm 2017, das Land zu verlassen. In Erwartung meiner nächtlichen Verhaftung ist das bewegende Zeugnis von Haft, Hoffnung und Flucht. Schonungslos und voller Zartheit schreibt Izgil über die uigurische Kultur und das vibrierende Leben in Urumtschi und Kaschgar, über die Zerstörung seiner Heimat und die Macht von Kunst in einer Welt ohne Ausweg. Eine einzigartige literarische Stimme, die auch für all jene spricht, die von der chinesischen Regierung zum Schweigen gebracht wurden.
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Das »Sarazenenkorn« stammt ursprünglich aus Asien, von den Steppen höher gelegener Gebirgsländer, und gelangte im Mittelalter vermutlich von China und Tibet über die Mongolei und Russland nach Mittel- und Westeuropa.\nGabriele Kalmbach zeigt, dass der Buchweizen keine Erfindung der Bretonen ist und die Galettes, wenn auch köstlich, nicht die einzige kulinarische Verwendungsmöglichkeit sind.
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In Herbarium lotet Øyvind Rimbereid ein poetisches Genre aus, das in der Literaturgeschichte eine lange Tradition hat: das Blumengedicht. Doch geht Rimbereid in seinen Gedichten weit über den traditionellen botanischen, symbolischen und kulturhistorischen Rahmen von Blumengedichten hinaus. Es sind Gedichte über Giordano Bruno und Franz Kafkas Sterben und Königin Sonja, über den Konflikt am Sinai, um Tibet und Vernichtungslager, Gedichte um Liebe und Vergessen und Trauer und ein gewaltiges Gedicht um die Geschichte der Finanzspekulation und der Börsenkräche seit dem Tulpenwahn. Gedichte, sowohl in gebundener Form als auch in freien Versen, lange rhapsodische und kurze, verdichtete poetische Funken.
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