Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Umsiedlung.
Wir haben 6 Buchtipps zu "Umsiedlung" gefunden.
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Roman | Über die Lebenswelten der Sámi ‒ von der neuen starken Stimme aus Skandinavien Für Leser*innen von Ann-Helén Laestadius' »Das Leuchten der Rentiere«, Alina Bronskys »Baba Dunjas letzte Liebe« und Jarka Kubsovas »Marschlande«
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Persönliche Aufzeichnungen und politische Essays von Ljudmila Ulitzkaja, der „wohl bekanntesten und streitbarsten russischen Schriftstellerin dieser Tage“. Sabine Berking, F.A.Z. Private Aufzeichnungen, biografische Erinnerungen, politische Reflexionen: Ljudmila Ulitzkaja setzt ihre autobiografische Prosa nach „Die Kehrseite des Himmels“ in die Gegenwart fort. Persönliche Notizen über ihre Familie, über Herkunft und Glauben, über den eigenen Körper und seine Narben stehen neben den drängenden Fragen zur politischen und ökologischen Situation. Im Frühjahr 2022, kurz nach Putins Überfall auf die Ukraine, zog Ulitzkaja aus Moskau nach Berlin. Das Verbot von „Memorial" beschäftigt sie ebenso wie das Verhältnis von Individuum und Staat im Totalitarismus. Ein offenes, ehrliches und kompromissloses Plädoyer für eine bessere Erinnerungskultur, das die Autorin selbst mit Leben füllt.
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»Diesen Text wird nie jemand lesen.« Ein namenloser Erzähler, der seinem Erfolg im Kunstbetrieb und der Zivilisation den Rücken kehrt und ins Offene aufbricht. Ein Kunstwerk, das bei seiner Vollendung schon wieder zerstört werden soll. Und ein Dorf, das nur noch in den Erzählungen eines Einzelnen existiert. Zwei Männer begegnen sich dort, wo auf Google Maps die Umrisse unscharf werden, im Hinterland bei der Autobahn, wo schon lange niemand mehr absichtsvoll hingelangte. Der eine will in einer verlassenen Lagerhalle ein gigantisches Labyrinth aus Papier erschaffen, das nie jemand zu Gesicht bekommen soll. Sein Vorhaben entwickelt er, grimmig und entschlossen, im Zwiegespräch mit einem Publikum, dem er sich zugleich vehement verweigert. Der andere, der von ihm Giacometti genannt wird und dessen Anwesenheit ihm zunächst gar nicht gelegen kommt, widersetzt sich dem Lauf der Dinge, indem er Nacht für Nacht von seinem Dorf erzählt, das hier einst gestanden hat, bevor es einer Kohlegrube weichen musste. Einander beäugend, suchend und doch auf Abstand haltend bewegen sich die beiden Gestalten am Rand der Grube, ungewollt Verbündete in der Verteidigung des Ortes gegen Anfechtungen von außen. Magdalena Saigers Debüt ist ein poetischer, kunstvoll konstruierter Roman über die Suche nach Wahrhaftigkeit in einer entfremdeten Welt.
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Fazit von Melita Maschmann | €26,00
Kein Rechtfertigungsversuch
Sie bemüht sich um Aufrichtigkeit und betont, keine Entschuldigung zu erwarten. Sie will vor allem berichten: Was sie getan hat und wie sie überhaupt zu einer bedingungslosen Gläubigen der NS-Ideologie werden konnte. Ihr Buch wurde zu einem der ersten Zeugnisse einer Nazi-Führerin, die vollkommen kritisch zurückblickt. Eindrücklich schildert Melita Maschmann ihren Weg: den Widerstand der Eltern gegen ihre Begeisterung, wie sie als ganz junge Frau im Osten mit der Waffe in der Hand völkische Umsiedlung befehligt, die letzten dekadenten Partys vor dem Untergang in Berlin, das Nazi-Versteck in Österreich, die anschließende Gefangenschaft. Am Anfang ihres Weges steht aber ein Verrat, der ihr Gewissen immer belastet hat und zum eigentlichen Anlass ihrer berühmten Autobiografie geworden ist. "Fazit" richtet sich direkt an ihre Berliner Schulfreundin, deren Familie sie für die Gestapo ausspioniert hat. Erstmals wird nun auch diese Freundin, deren Identität lange verborgen war, zu Wort kommen: Marianne Burkenroads Bericht "Entscheidende Ereignisse aus meiner Vergangenheit" stellt ihre Seite des Geschehens dar und ist eine zusätzliche und wichtige Entdeckung für eine richtige Einordnung von "Fazit".
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Sie bemüht sich um Aufrichtigkeit und betont, keine Entschuldigung zu erwarten. Sie will vor allem berichten: Was sie getan hat und wie sie überhaupt zu einer bedingungslosen Gläubigen der NS-Ideologie werden konnte. Ihr Buch wurde zu einem der ersten Zeugnisse einer Nazi-Führerin, die vollkommen kritisch zurückblickt. Eindrücklich schildert Melita Maschmann ihren Weg: den Widerstand der Eltern gegen ihre Begeisterung, wie sie als ganz junge Frau im Osten mit der Waffe in der Hand völkische Umsiedlung befehligt, die letzten dekadenten Partys vor dem Untergang in Berlin, das Nazi-Versteck in Österreich, die anschließende Gefangenschaft. Am Anfang ihres Weges steht aber ein Verrat, der ihr Gewissen immer belastet hat und zum eigentlichen Anlass ihrer berühmten Autobiografie geworden ist. "Fazit" richtet sich direkt an ihre Berliner Schulfreundin, deren Familie sie für die Gestapo ausspioniert hat. Erstmals wird nun auch diese Freundin, deren Identität lange verborgen war, zu Wort kommen: Marianne Burkenroads Bericht "Entscheidende Ereignisse aus meiner Vergangenheit" stellt ihre Seite des Geschehens dar und ist eine zusätzliche und wichtige Entdeckung für eine richtige Einordnung von "Fazit".
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