Wir haben 18 Buchtipps zu "Unverhofft" gefunden.
»Für mich der große deutsch-polnische Roman seit Günter Grass‘ Blechtrommel.« SWR2, Lesenswert Quartett, Denis Scheck Eine nationalsozialistische Vorzeigemutter, die anderen beibringt, wie Kinder zu erziehen sind, doch über das Wichtigste, was sie verloren hat, niemals spricht. Eine Köchin, die lieber Frauen geliebt hätte als den Dienstherrn, unterwegs durch das zerstörte Deutschland im Sommer 1945. Ein Mädchen in München Solln, geboren in einem Lebensbornheim der SS. Eine alleinerziehende Anwältin von heute, die nach dem Tod ihrer Mutter unverhofft eine Wohnung in Wrocław erbt – und einen polnischen Zweig der Familie entdeckt. Alle Figuren dieses Romans verbindet ein Jahrhundert von Krieg und Nachkrieg, Flucht und Vertreibung, von Gewalt. Was bedeutet es, in einem Staat zu leben, der Menschenzucht betreibt? Und wie darüber schreiben, was den Frauen im Krieg geschieht? Was ihnen die Sprache nimmt. Was sie für immer verwandelt. Ulrike Draesner gibt den Verwandelten ihre Stimmen zurück. Sie erfinden sich neu, wechseln Sprache und Land, überraschen sich selbst mit ihrem Mut, ihrem Humor, ihrer Kraft. Ein erschütternder Roman, bewegend, aufwühlend, zärtlich, klug. »Wir hielten uns an den Händen, für die Kraft. Jede brauchte einen Menschen.«
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Was tut ein armer Schlucker, der eine Million erbt? Daniel Dorner aus Berlin, 35, Hausbesetzer, muss entscheiden, was er mit dem vielen Geld denn macht, das ihm sein amerikanischer Onkel so unverhofft vermacht hat. Dafür reist er in die USA, »schaut sich um« – und kämpft Tag für Tag im Waldseehaus und dem ihm zugeteilten Besitz mit sich selbst: hin- und hergerissen zwischen seinem sozialen Gerechtigkeitsideal und seiner womöglich rosigen Zukunft. Peter Blickle erzählt mit viel Esprit und Sprachwitz von unser aller Widersprüchlichkeit und konfrontiert uns mit der unleugbaren Tatsache, dass wir in moralisch prekären Situationen doch (fast) alle dazu neigen, uns zu unsren eignen Gunsten zu entscheiden. Die Erbschaft ist ein packender Roman, eine ethische Herausforderung in Sachen Soll, Haben oder Sein. Für potentielle Erben wie für potentielle Nichterben, gleichermaßen, eine Probe auf Theodor Fontanes sarkastisch auf den Kopf gestellte Sentenz: »Moral ist gut, aber Erbschaft ist besser« …
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Ein monstermäßig goldiges Bilderbuch zum Einschlafen aus der Nur noch 10 Minuten-Reihe von Rhiannon Fielding. In zehn Minuten ist Schlafenszeit, doch da tapsen ein Paar kleine flauschige Füße die Treppe hinunter ... Dem kleinen Monsterkind Gruschel knurrt der Magen! Wie gut, dass in der Küche ein großer Berg Pudding wartet. Und dann gibt es da auch noch die ganzen schönen Spielsachen im Kinderzimmer. Aber als unverhofft die Freunde zur Tür hereinplatzen, da wird es Gruschel schnell zu bunt – schließlich gehören auch kleine Monster einmal ins Bett!
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Sie liegt 500 Kilometer vor der Küste Costa Ricas, sie ist 24 km² groß, unbewohnt und seit 1997 Weltnaturerbe: die Kokosinsel. Doch sie hat nicht allein überwältigende Naturschätze zu bieten; unzählige Schatzsucherlegenden ranken sich um das Eiland, das Robert Louis Stevenson zu seinem Klassiker Die Schatzinsel (1883) inspiriert haben soll. Ina Knobloch, Dokumentarfilmerin und promovierte Botanikerin, landete zum ersten Mal vor über 20 Jahren in naturwissenschaftlicher Mission auf der Insel und wurde unverhofft vom Schatzfieber gepackt. Besonders eine Legende hat sie in ihren Bann geschlagen: Seit 1821 soll der große Kirchenschatz von Lima, Gold und Juwelen im Wert von mehreren Milliarden Dollar, auf der Insel begraben liegen. Auf den Spuren der bekanntesten Piraten und Schatzjäger verfolgt die Autorin die Geschichte des spanischen Goldes. Ihre Recherchen führen sie nach Neufundland und zu Wirkungsstätten Stevensons in Kalifornien, Schottland und der Schweiz, bis sich das Puzzle zusammenfügt. In ihrem Buch entführt Ina Knobloch den Leser in eine Welt voller Naturwunder und erzählt die faszinierende Geschichte der sagenumwobenen Kokosinsel. Sie liefert Indizien dafür, dass die Insel Stevenson tatsächlich als Vorlage für seinen Roman diente - und dass dieser einen Schlüssel zum Versteck des großen Schatzes enthält.
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Ein Familienfest, scheinbar ohne konkreten Anlass. Und wie immer in den letzten Jahren haben sich die drei Geschwister und ihre Eltern kaum etwas zu sagen, nichts wirklich Wichtiges. »Nirgends wird so viel gelogen und verschwiegen wie in Familien«, denkt Claire. »Oder ist das nur in unserer so?« Doch dann werden die Geschwister unverhofft mit ihren Kindheitserinnerungen konfrontiert ... Fünfzehn Erzählungen über Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen, einfühlsam und genau beobachtet, mit einem feinen Gespür für Stimmungen und zwischenmenschliche Beziehungen. Spannend und mit überraschenden Wendungen.
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Leon lebt wie im Rausch, Rausch, sucht Entgrenzung in der Fremde und probt den Aufstand daheim. Bis er von weither zu spät zurückkommt, als seine Mutter stirbt. Selbstvorwürfe quälen ihn, Erinnerungen suchen ihn heim, verbittert zieht er sich zurück. Selbst Vio und Milena, die beiden ungleichen Freundinnen, können daran nichts ändern, und auch nicht, dass ihre gemeinsame Punkband vor einem Durchbruch steht. Als Leon erfährt, dass er Krebs hat, folgt er einer Einladung nach Venedig, wo ihn ein alter Freund in die Kunst der Meditation einführt. Doch die Reise, auf die Leon sich begibt, endet nicht dort, sondern geht weiter, quer durch Italien, bevor er schließlich auf der Vulkaninsel Stromboli landet. Unverhofft findet er sich in einer Welt wieder, in der die Liebe schamlos ist, die Gitarren wieder fiepen und dröhnen und eine Versöhnung mit dem Leben möglich scheint. Lauter ist voller Wut und Hoffnung. Lauter feiert das Leben in Versenkung und Ekstase. Lauter ist der Ruf nach mehr, immer noch mehr, und endlich nach Stille.
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Frans Laarmans hat den grauen Büroalltag gründlich satt. Da tut sich ihm unverhofft die Chance zu einer glanzvollen Karriere auf: Ch. A. F. D. Boorman, Herausgeber der »Allgemeinen Weltzeitschrift für Finanzen, Handel, Gewerbe, Kunst und Wissenschaft« sowie Generaldirektor des »Museums für einheimische und ausländische Erzeugnisse«, bietet ihm eine Stelle als Sekretär und späterer Nachfolger an.
Laarmans schlägt ein – und merkt zu spät, wem er seine Seele verkauft hat. Nun wird er in die hohe Kunst des »Leimens« eingeführt: Boorman ist nämlich mitnichten Herausgeber einer seriösen Zeitschrift, sondern ein gerissener Betrüger, der genau weiß, wie man die Maschinerie der Marktwirtschaft für sich arbeiten lässt.
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Am Ende des Regenbogens ist nicht alles Gold, was glänzt: Patsy Logan stürzt sich auf Irland in eine Vergangenheit, die nie wirklich ruhen konnte. Wenn der irische Segen bricht … St. Patrick’s Day 1989 wurde nicht nur in Irland standesgemäß gefeiert, wenige Tage später wurde auch im bayrischen Freilassing auf die grüne Insel angestoßen – zumindest bei der deutsch-irischen Familie Logan. Ein rauschendes Grillfest im Garten, das schnell in ein kollektives Fantasieren über große Zukunftsvisionen und ehrgeizige Businessideen mündete. Im Zentrum des whiskeygeschwängerten Pläneschmiedens: die drei Freunde Fergal, Mannix und Arthur und dazwischen die kleine Patsy. Ein Foto hält den Moment für die Ewigkeit fest – und wird Jahrzehnte später zum Beweisstück eines Verbrechens. Denn Fergal Massey, mittlerweile Pub-Betreiber in München, wird beim Besuch seiner alten Heimat Dublin erschossen. Wer im Dunkeln tappt, könnte unverhofft über die Wahrheit stolpern Schon vor einiger Zeit hat Kriminalkommissarin Patsy Logan ihren Alltag in München hinter sich gelassen – für eine, zugegeben, schon längere Auszeit in Irland. Doch die Lesung eines Kollegen führt sie zurück in die bayerische Hauptstadt. Kaum angekommen, holt sie mit dem Mordfall an Fergal ein Teil ihrer eigenen Vergangenheit ein. Fergal und Patsys Vater Arthur verband nach dem verhängnisvollen Feiertag 1989 mehr als Freundschaft. Zusammen mit Mannix bauten sie ein Transportunternehmen auf, das mit besonderer Fracht rasch lukrative Geschäfte machen konnte. Als Patsy für Fergals Gedenkfeier zurück nach Dublin reist, droht sie sich in einem Labyrinth aus ungebrochener Loyalität, ungesühnten Verbrechen und persönlichen Abgründen zu verirren. Schon bald geht es nicht mehr nur um die Aufklärung eines Mordes, sondern auch um die Wahrheit hinter dem rätselhaften Selbstmord von Patsys Vater, der sie seit Jahren nicht loslässt. Ellen Dunne zündet ein sprachliches Feuerwerk über Dublin An der Hand von Patsy Logan drängen wir uns durch die engen Gassen Dublins, nippen im traditionellen Pub an der Ecke an einem Guinness und spüren auf den stürmischen Klippen der Halbinsel Howth den Wind in den Haaren. Ellen Dunne, die seit 20 Jahren in Irland lebt, schreibt uns Wort für Wort ins wahre Dublin – fernab von Touristenströmen und Postkartenidylle. Was ist schon eine Fahrt im Hop-on-Hop-off Bus, wenn wir stattdessen durch die lebendige und ungeschönte Stadt ziehen könn
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Das große Finale des preisgekrönten Island-Epos
Hallgrímur Helgason ist der wichtigste und erfolgreichste isländische Autor unserer Zeit. Mit »60 Kilo Sonntage« zeichnet er ein vielschichtiges, poetisch-ironisches Porträt einer Gesellschaft zwischen Tradition und Moderne und erzählt eine mitreißende Geschichte über die innere Zerrissenheit, in die ein Leben zwischen persönlicher Identitätssuche und aufreibendem Arbeitskampf treiben kann.
Segulfjörður, 1918. Nach einem verheerenden Lawinenunglück erreicht Gestur unverhofft ein Brief seines totgeglaubten Vaters. Kurzerhand entscheidet Gestur sich, seine Partnerin Anna in Island zurückzulassen und bricht auf, um seinem Vater hinterher zu reisen. Kaum angekommen, erfährt Gestur, dass dieser nicht sein leiblicher Vater war. In eine tiefe Identitätskrise gestürzt, tritt er die Heimreise nach Island an – doch auch dort ist kein Stein mehr auf dem anderen: Anna ist mittlerweile mit einem anderen Mann liiert und die von der Heringskrise erschütterte Gesellschaft wird von einer immer größer werdenden Spaltung bestimmt. Kapitalistische Unternehmer und frischgebackene Gewerkschaftler stehen einander in einem erbitterten Kampf gegenüber – und Gestur ist mittendrin.
Meisterhaft und mit seinem einzigartigen Humor verwebt Helgason in »60 Kilo Sonntage« politische Kämpfe und persönliche Lebensfragen zu einer packenden Erzählung über Liebe, Migration und Klassenkampf.
»Große Literatur aus einem kleinen Land.« Denis Scheck, Druckfrisch
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