Seit Generationen trotzen die Menschen auf der Insel Sweetland der rauen Natur vor Neufundlands Küste. Die traditionsreiche Fischereikultur allerdings gehört der Vergangenheit an, die wenigen übrig gebliebenen Bewohner vertreiben sich die Zeit mit Groschenromanen und Onlinepoker. Unter ihnen Moses Sweetland, nach dessen Vorfahren die Insel benannt ist. Sein großes Herz hinter kargen Worten versteckt, ist er glücklicher, als er zugibt.
Doch dann steigt ein Krawattenträger von der Fähre: Die Regierung will die Insel entsiedeln und bietet jedem 100.000 Dollar für einen Neuanfang. Das Angebot gilt allerdings nur, wenn alle gehen – und Moses will bleiben. Komme, was wolle.
Im Takt der Brandung entspinnt sich eine ebenso anrührende wie intensive Tragikomödie, die den Wert von Heimat auslotet.
»Voller Intrigen, Liebe, Leidenschaft, voller Neid und Bosheit und Sehnsucht ... Großartig!« Elke Heidenreich
Ins Dunkel ist Screwball-Komödie und Melodram, Tragödie und Romanze in einem: ein Roman als Film, glamourös und hochpolitisch. In raffinierten Rückblenden, mit Tempo und Timing verhandelt er das Verhältnis von Literatur, Film und Macht in Zeiten inszenierter Wirklichkeiten.
Eine Liebeserklärung an das Kino
Wir sitzen im Dunkeln. Auf der Leinwand treffen sich Greta Garbo und Erika Mann 1969 in den Schweizer Bergen und erinnern sich. Wie war das noch mit Marlene Dietrich und der gemeinsamen Geliebten? Als der Film den Nerv der Zeit traf und die Deutschen Hollywood und ganz Amerika durcheinanderwirbelten. Mit Erika Manns antifaschistischem Kabarett Die Pfeffermühle, während die ganze Welt ins Dunkel glitt? Mit der Zensur nach 1933 auch in den USA? Ach – und wie gut kannten sich eigentlich Greta Garbo und Marlene Dietrich? Wer traute sich mehr auf der Leinwand? Und im Leben?