Klartext gegen die Lüge – George Orwell über Macht, Meinung und Moral
Was ist Wahrheit – im Krieg, in der Politik, im Alltag? 1943 beendete George Orwell seine Arbeit für die BBC und wurde Feuilletonchef bei der Tribune. In den folgenden Jahren entstanden nicht nur seine Meisterwerke Animal Farm und 1984, sondern zwischen 1943 und 1949 verfasste er regelmäßig Kolumnen, in denen er mit klarem Blick und scharfem Verstand auf die drängenden Fragen seiner Zeit reagierte.
Erstmals ins Deutsche übersetzt, zeigen sie einen der bedeutendsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts als hellsichtigen Zeitdiagnostiker. Kompromisslos, menschlich und pointiert schreibt er über Fortschritt und Moral, Verschwörungstheorien, soziale Ungleichheit oder Faschismus. Und wie Orwell vor 80 Jahren politische Manipulation, medialen Alarmismus oder gesellschaftliche Spaltung analysierte, wirkt heute wie ein erschreckend aktueller Kommentar zur Gegenwart.
In vier schillernden personal essays schreibt Elena Ferrante darüber, wie sie Leserin geworden ist und wie Autorin, welche Kämpfe sie austragen musste und austrägt und welchen ihrer Instinkte sie beim Schreiben folgt. Es geht um Einflüsse und Vorbilder, um Jane Austen, Emily Dickinson, Elsa Morante, Gertrude Stein, Ingeborg Bachmann, und es geht um die Frage, wie man es hinbekommt, über die Menschen zu schreiben und über die Welt, sozusagen wirklichkeitsgetreu – und was das eigentlich heißen kann: weibliches Schreiben.
An den Rändern ist auch ein feministischer Schlachtgesang: der Appell, dass wir uns gegen »die böse Sprache« vereinen, eine Sprache, die historisch unter anderem der »Wahrheit der Frauen« fremd ist – zugunsten einer Idee des Lesens und Schreibens als kollektiver, vielstimmiger Erfahrung.
Die Lust am Text, die Freuden des Lesens und die Abenteuer des Schreibens – und was bedeutet es, als Frau zu lesen, zu schreiben und zu leben? In ihren feinsinnigen, schmissigen Essays macht Elena Ferrante die noch immer viel zu leisen Stimmen an den Rändern für uns hörbar.
Christine Westermann und Mona Ameziane verabreden sich, um Ernst zu machen: Sie sprechen über die ganz großen Fragen. Ohne Publikum, ohne Ausreden – aber nicht ohne Humor und Wärme: Das Ergebnis ist wunderbar leichtfüßig, tiefgründig und inspirierend. Und ein Anlass, sich selbst und die besten Freund:innen zu befragen.
Wie viel hat Liebe mit Sehnsucht zu tun? Stellst du dir manchmal vor, wie dein Leben ohne Arbeit wäre? Wann hast du verstanden, was Glück ist? Es sind die Gespräche zweier Frauen aus verschiedenen Generationen, die sich gut kennen und doch noch ganz viel über die andere erfahren wollen. Und über das Leben.
In ihrem Podcast haben Mona und Christine in den vergangenen Jahren um die großen Themen bewusst einen Bogen gemacht – nun ist es so weit: Antrieb, Glück, Achtsamkeit, Glaube, Niederlage, Liebe, Abenteuer, Körper, Ende, Zukunft –
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Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.
Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dies Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.
Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben. Heute stellt er, schreibend sich erinnernd, die Frage, wo in einem elen
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Humboldts unveröffentlichtes Buch: ein Gründungsdokument der Ozeanologie
Eine der mächtigsten Meeresströmungen der Erde, der Humboldt-Strom, ist nach ihm benannt: Alexander von Humboldt, Visionär und Weltbürger. Kaum ein Forscher hat unser Verständnis der globalen Zusammenhänge der Natur so nachhaltig geprägt. Humboldt beschäftigte sich in seinen letzten Lebensjahren intensiv mit dem Phänomen der Strömungen. Eine eigenständige Publikation zu diesem Thema war geplant – erschienen ist sie nie.
Im Jahr 1853 veröffentlicht Alexander von Humboldt im Verlag Cotta die »Kleineren Schriften«. Die Textsammlung ist eine thematische Auslese des Überdauernden, das er auf mehreren Forschungsfeldern geschaffen hatte. Doch gelingt ihm zu Lebzeiten nur die Herausgabe des ersten Bandes. Der zweite Band, für den er jahrelang Daten zusammenträgt, denkt seine Forschung weiter und wirft eine noch nie dagewesene Perspektive auf die Weltmeere und ihre Strömungen. Insbesondere der bislang unveröffentlichte Text »Über Strömungen« ist ein Zeugnis von Humboldts Innovationskraft; er überträgt die Idee einer globalen Ökologie auf den Lebensraum der Ozeane. Die Herausgeber Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich haben diesen zweiten Band der »Kleineren Schriften« aus Archivmaterial rekonstruiert, teils aus Druckfahnen, teils aus Handschriften – ein Buch von höchstem Sensationswert.
Ein Sensationsfund: Das unveröffentlichte Buch von Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt: Weltbürger und Entdecker, internationaler Wissenschaftsstar und begnadeter Stilist: Noch zu Lebzeiten bereitet Alexander von Humboldt sein Vermächtnis vor – eine Publikation, die bedeutende Texte über die Wechselwirkungen der Natur mit Forschungen höchster Innovationskraft auf dem Gebiet der Ozeanologie verbindet. Doch wird der zweite Band dieser Ausgabe nie publiziert. Zum ersten Mal seit 1853 liegen nun alle Texte in zwei Bänden vor, hervorragend ediert und prachtvoll ausgestattet. Alexander von Humboldt gilt als Visionär und Vordenker für das 21. Jahrhundert. Sein Blick für globale Gesamtzusammenhänge ist einzigartig; seine Ideen, Erfindungen und Forschungen verbanden Kontinente und sprengten die Grenzen der Wissenschaft. Im Jahr 1853 erscheinen bei Cotta die „Kleineren Schriften“. Alexander von Humboldt arrangiert darin bedeutende Texte seines Lebenswerks neu. Ausgehend von der Prämisse, dass die Natur nur als Einheit aller sie umgebender Zusammenhänge verstanden werden kann, erforscht er Naturphänomene wissenschaftlich, erkundet sie durch Expeditionen und versammelt die Lebenswelten und Mythen, die sie umgeben. So ist dieser Band beides zugleich: Das Vermächtnis eines Universalgenies, der spannende Bericht eines Abenteurers und ein universelles Beispiel für die Sprengkraft ökologischer Forschung.
Zum ersten Mal seit der Erstpublikation 1853 im Verlag Cotta werden die „Kleineren Schriften“ nun neu publiziert, ediert von den internationalen Humboldt-Experten Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich.
Isabel Allende nimmt uns mit auf eine Abenteuerreise, dorthin, wo ihre Geschichten und Romane entstehen. Was ist überhaupt erzählenswert? Wie entwirft man eine Handlung? Was ist Inspiration und woran erkennt man sie? Ist Neugierde etwas Gutes oder gar nicht? Gibt es ernsthaft Helden? Was soll an Sex nochmal so toll sein, dass alle immer darüber schreiben wollen?
Vor allem aber erzählt uns Isabel Allende von sich selbst – denn das Schreiben ist für sie nicht bloß Handwerk, es ist ein unaufhörlicher Drang, ein Akt der Hingabe, eine zutiefst menschliche Möglichkeit, das flirrende Chaos der Welt zu bändigen, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben. Und so erzählt sie von prägenden Erlebnissen und bizarren Begegnungen – lauter nie zuvor gelesene Szenen und Anekdoten –, von verblüffenden Einsichten und Ideen, sie erzählt aus den über acht Jahrzehnten eines so reichen, weltumspannenden Lebens.
Unsere Geschichten handelt von der Alchemie des Erzählens, der Magie der Kreativität und der Suche nach dem richtigen Leben. Es ist Isabel Allendes persönlichstes Buch seit langem, charmant, unterhaltsam und sehr witzig, ein wunderbares Geschenk an ihre Leserinnen.