Hannah Arendt hat die ganze Geschichte des 20. Jahrhunderts am eigenen Leib erlebt. Als Tochter aus einem großbürgerlichen Haus wächst sie in der Kant-Stadt Königsberg auf, studiert an der Universität Marburg, jenem Ort, an dem sich die geistige Produktivität der zwanziger Jahre auf einzigartige Weise verdichtet, und verliebt sich dort in den charismatischen Philosophen Martin Heidegger. Hitlers Machtergreifung treibt sie ins Exil, sie wird in Frankreich interniert, entkommt nach New York, wo sie wieder ganz von vorn anfängt. Sie entwickelt sich zu einer politischen Theoretikerin, die englisch schreibt, weiter deutsch denkt und sich dabei immer als Jüdin versteht. Mit ihrem Bericht vom Eichmann-Prozess erregt sie weltweit Aufsehen.
Anschaulich und packend erzählt Willi Winkler das Leben Hannah Arendts als die Geschichte einer Frau voller Widersprüche, einer Frau, die s
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Bei einer Beerdigung erfährt Geraldine Oetken zufällig, dass sie eine Urgroßtante hatte: Frieda, von der nie jemand erzählt hat. Von der niemand mehr weiß, als dass sie 1941 in einer Anstalt für Menschen mit Behinderungen gestorben ist. Aber wer war Frieda? Wer hat sie ins Heim gesteckt? Wie endete ihr Leben? Und was hat das mit uns zu tun? Geraldine Oetken macht sich daran, Frieda ihre Geschichte zurückzugeben. Ihre Spurensuche führt sie in Archive und auf Friedhöfe, ins Oldenburg der Nazis und das ihrer Jugend – und in die Untiefen der eigenen Familiengeschichte.
Ein einzigartiges Brüderpaar und seine spektakuläre Zeit
Romantisch, archaisch, grausam, tröstlich ‒ die ganze Welt kennt die Märchen der Brüder Grimm. Aber was wissen wir von Jacob und
Wilhelm selbst? Das Leben der beiden Gelehrten fällt in eine unruhige Zeit: die Französische Revolution, Napoleons Kriege, Restauration und die Revolution von 1848 … Dazu fegt eine Woge technischer Innovationen über Europa, der Adel verliert an Einfluss, neue Unternehmer beanspruchen politische Macht. Die Brüder werden zu Stars der Wissenschaft und teilen ihre Neugier auf die Welt mit den wichtigsten Schriftstellern, Politikern und Akademikern ihrer Zeit, darunter
Goethe, Heine, Arnim, Brentano, Humboldt, Savigny. Sie legen den Grundstein für die deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft: Wie kaum ein Zeitgenosse beschäftigen sie sich mit den Wurzeln der deutsch
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