Ein einzigartiges Brüderpaar und seine spektakuläre Zeit
Romantisch, archaisch, grausam, tröstlich ‒ die ganze Welt kennt die Märchen der Brüder Grimm. Aber was wissen wir von Jacob und
Wilhelm selbst? Das Leben der beiden Gelehrten fällt in eine unruhige Zeit: die Französische Revolution, Napoleons Kriege, Restauration und die Revolution von 1848 … Dazu fegt eine Woge technischer Innovationen über Europa, der Adel verliert an Einfluss, neue Unternehmer beanspruchen politische Macht. Die Brüder werden zu Stars der Wissenschaft und teilen ihre Neugier auf die Welt mit den wichtigsten Schriftstellern, Politikern und Akademikern ihrer Zeit, darunter
Goethe, Heine, Arnim, Brentano, Humboldt, Savigny. Sie legen den Grundstein für die deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft: Wie kaum ein Zeitgenosse beschäftigen sie sich mit den Wurzeln der deutsch
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Bei einer Beerdigung erfährt Geraldine Oetken zufällig, dass sie eine Urgroßtante hatte: Frieda, von der nie jemand erzählt hat. Von der niemand mehr weiß, als dass sie 1941 in einer Anstalt für Menschen mit Behinderungen gestorben ist. Aber wer war Frieda? Wer hat sie ins Heim gesteckt? Wie endete ihr Leben? Und was hat das mit uns zu tun? Geraldine Oetken macht sich daran, Frieda ihre Geschichte zurückzugeben. Ihre Spurensuche führt sie in Archive und auf Friedhöfe, ins Oldenburg der Nazis und das ihrer Jugend – und in die Untiefen der eigenen Familiengeschichte.
Sie war eine eindringliche Stimme der Menschlichkeit für diejenigen, die nicht mehr für sich selbst sprechen können. Als Jugendliche überlebte Margot Friedländer als Einzige ihrer Familie den Holocaust. Mit achtundachtzig Jahren kehrte sie nach einem langen Leben in den USA in ihre alte Heimat zurück, war noch nicht ganz fertig mit Deutschland. Sie glaubte beharrlich an das Gute, suchte immer wieder gezielt das Gespräch mit jungen Menschen: denen, die Verantwortung für die Zukunft tragen. Für Margot Friedländer wurde es zur Lebensaufgabe, ihre eigene Zeugenschaft weiterzutragen, eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern, die Gespräche über das Unaussprechliche nicht verstummen zu lassen. Bis zum Ende ihres hundertjährigen Lebens setzte sie sich energisch für das »Nie wieder« ein. Zu sprechen, zuzuhören und zu erzählen: Das war ihr Rezept für Begegnungen auf Augenhöhe. Einige dieser Gespräche, ein kleiner Teil ihres Vermächtnisses, hält dieser Band nun fest.
Ein großer Kanzler. Er prägt Deutschland bis heute.
Konrad Adenauer hat viel dazu beigetragen, dass die Demokratiegründung in Deutschland nach 1945 gelang. Seine Entscheidungen bei der Ausformulierung des Grundgesetzes, im Umgang mit NS-Belasteten, bei der Einführung der Sozialen Marktwirtschaft und der Gründung einer christdemokratischen Partei haben das Land geprägt. Und Adenauer hat Deutschland zurück in den Kreis der Nationen geführt, in Europa und weltweit.