New York ist ein vertikaler Albtraum. Doch Manhattan ruht auf einem gewaltigen Felsen aus Granit, einer Horizontale, die alles trägt und verbindet. Die Menschen vergessen das: Hier, in der 26th Street, lebt ein Bibliothekar, der sich auf den Spuren Herman Melvilles verliert. Aber betritt er den Wahn des Anderen oder schließt ihn sein eigener immer dichter ein? In einer anderen Geschichte endet eine labyrinthische Verfolgungsjagd mit Zug und Fähre quer durch Europa auf einer abgelegenen Insel. Doch hier lauert keine Rettung, sondern eine Falle.
Die Erzählungen von László Krasznahorkai entfalten eine hypnotische Wirkung. Oft entwickelt sich der atemlose Sog im Dialog mit Zeichnungen des Malers Max Neumann: Text und Bilder greifen ineinander und entdecken eine Dimension der Realität, die weiter greift als Tag und Nacht, Schlaf und Traum.
Die Sage von »Sleepy Hollow« gehört zu den berühmtesten Erzählungen der amerikanischen Literatur, Washington Irving hat sie 1820 veröffentlicht: Der etwas tumbe Dorfschulmeister Crane befindet sich auf dem Heimweg von einer Feier. Es ist spät geworden und als er mit seinem Pferd die »schläfrige Schlucht« passiert, nähert sich ihm von hinten ein riesiger, unheimlicher Reiter. Und dieser Reiter scheint keinen Kopf zu haben! Liegt er gar vorne auf dem Sattelknopf? Crane gibt seinem Pferd die Sporen…
Eike Schönfeld hat diesen Klassiker für die Insel-Bücherei neu übersetzt. Von dem Comickünstler und Illustrator ATAK stammen die kongenialen Illustrationen, Philip Tägert alias FIL, Zeichner, Sänger und Comedian, hat ein Nachwort für diese Prachtausgabe verfasst.
»Du weißt, was du nicht willst. Nur was du willst, ist dir entfallen.«
Stella, Judith, Wanda und die anderen Heldinnen in diesem Buch sind nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Sie sind hineingewachsen in ihre Rollen als Freundinnen, Geliebte, erwachsene Töchter oder späte Mütter, doch jetzt stellen sie fest: Ihre Lebensentwürfe erweisen sich als zunehmend brüchig. Und so werden die Begegnung mit der besten Freundin aus Schultagen, die Prügelei mit einem Catcaller oder der Besuch im Haus der gerade verstorbenen Schwiegermutter zu Momenten, in denen sie vorgeprägte Wege verlassen.
Feinsinnig, humorvoll und mit entlarvender Ehrlichkeit erzählt Julia Wolf in ihrem ersten Band mit Stories von elf Frauen, die sich dem Stand der Dinge verweigern.
»Sanders hat den politischen Diskurs der USA verändert. Seinen Ideen gehört die Zukunft.« Die ZEIT
Bernie Sanders ist die Stimme des demokratischen Widerstands in den USA. Auf seiner »Fighting Oligarchy«-Tour stehen prägende Figuren wie der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, und Alexandria Ocasio-Cortez mit ihm gemeinsam auf der Bühne. Die schon jetzt historisch bedeutsame Protestbewegung ist die Wiederbelebung der progressiven Kräfte. Mit diesem Buch ruft Bernie Sanders zum Widerstand gegen Trump und die weltweite Oligarchie auf.
Bernie Sanders sagt als einer der wenigen Politiker weltweit dem oligarchischen System lautstark den Kampf an. In seinem Buch erklärt, was eine oligarchische Gesellschaft ausmacht. Was es bedeutet, wenn die Superreichen immer reicher werden und wie eine korrupte Wahlkampffinanzierung es Milliardären ermöglicht, zunehmend die Kontrolle über das politische System zu übernehmen. Die USA bewegen sich unter Donald Trump in Richtung Autoritarismus – mit einem Präsidenten, der die Demokratie untergräbt, indem er die Gerichte, die Medien und die Universitäten angreift. Und doch wird Sanders nicht müde, daran zu erinnern, dass die wahre Macht beim Volk liegt und diese Entwicklungen keineswegs einfach hingekommen werden müssen. Dieses Buch ist ein eindringlicher Aufruf zum gemeinsamen, demokratischen Widerstand.
Kekse, Krümel und Lebensweisheiten
Das Krümelmonster schreibt seinen ersten Ratgeber. Worum es geht? Natürlich um das Thema, das dem beliebten Bewohner der Sesamstraße besonders am Herzen liegt: Kekse. Mit einer Mischung aus Humor und Weisheit zeigt er, wie man das Leben auf die leichte Schulter nimmt. Dazu hält er tiefgründige, charmante Einsichten parat sowie selbstverständlich das eine oder andere Keksrezept!
Die Kunst des Genießens
Herzerwärmende Tipps vom kuscheligen Monster aus der Sesamstraße – ein unterhaltsames Geschenkbuch für alle, die das Leben, den Genuss und einen Keks mit Schokoglasur und extra vielen Streuseln lieben.
Es weihnachtet in der Sesamstraße
Wenn das Krümelmonster aus Keksen Festtagsdekoration bastelt und Oskar sein persönliches Weihnachtswunder im Müll findet, dann ist die chaotischste und schönste Zeit des Jahres da! Die Figuren der Sesamstraße erleben fröhliche Festtage und lassen uns mit kleinen Geschichten, Zitaten, Keksrezepten und ihren persönlichen Weihnachtsliedern daran teilhaben. Das perfekte Geschenk für alle Sesamstraßen-Fans.
Gemeinsam feiern
An Weihnachten zeigt sich das Glück der Freundschaft besonders deutlich. Die Sesamstraßen-Figuren beweisen, dass die schönste Dekoration die Akzeptanz des anderen ist und die festliche Gemeinschaft wichtiger als der perfekte Plan.
You asked, we listened
Die Großmeisterin der Short Story ist zurück: siebzehn neue Erzählungen von einer unnachahmlichen Stimme der Gegenwartsliteratur. Viele davon haben längst Kult-status – sie handeln von seltsamen Kindern, Betrunkenen und Außenseitern, den in der Welt Querstehenden; von Einsamkeit, unerfüllten Sehnsüchten, dem Tod und den Tieren, denn sie sind »Gott näher als wir, doch für ihn sind sie verloren«. Die Hoffnung liegt in Trümmern, und doch flackert auf diesen Seiten immer wieder Komik auf, ein Gelächter im Dunkel, die »spezifisch amerikanische Prägung von Witz, die aus Schmerz hervorgeht« (George Saunders).
Hier ist eine Schriftstellerin, die tief ins »verwirrte und arglose Herz der Dinge« blickt. Und aus der Wildnis ihrer Prosa entkommt nichts und niemand unversehrt.
Oh, wie schön ist Weihnachten
Janosch, der Meister des anarchischen Humors, begleitet uns auch in der Weihnachtszeit mit Geschichten, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen: Er erzählt von einer überarbeiteten Frau Holle, von einer Grille, die zusammen mit einem Maulwurf ihren schönsten Winter verbringt, und von den Erinnerungen des Eisenbahnsignalvorstehers Gleisennagel.
Gemeinsam mit den liebevollen Illustrationen von Tigerente, Günter Kastenfrosch und ihren Freunden ist damit eine heitere und besinnliche Stimmung garantiert.
Warten auf die Bescherung mit der Tigerente und Co.
Janoschs heitere Erzählungen und Illustrationen lassen die Vorfreude auf Heiligabend wachsen – für eine heitere Advents- und Weihnachtszeit, wie sie sich nur Janosch erträumen kann.
»Starke Geschichten für heftige Zeiten.« Denis Scheck
»Das war der Tag, an dem die Hyäne kam, um ihn zu holen, und es spielte keine Rolle, dass es im Süden Frankreichs überhaupt keine Hyänen gab, vor allem nicht in Pont-Saint-Esprit, sie war da und wollte ihn holen.« Dreizehn neue brillante Storys vom Meister des Genres: Sie handeln von sprechenden Drohnenautos, die ihre Passagiere auf algorithmischen Routen durch die Landschaft führen, von bodenständigen Müttern, die sich mit jungen Incel-Männern anlegen, oder von Spaziergängen durch den kalifornischen Regen, während die Küste von Sturzfluten verwüstet wird. Surreal, absolut gegenwärtig und abgründig witzig.
Das Grauen lauert im Vertrauten
Hinterm Haus liegt ein tiefer See, da sitzt sie stundenlang auf dem Grund und hält die Luft an – zurück bei Mann und Kindern wird sie den bohrenden Wunsch nicht los, für immer unter Wasser zu wollen. Ein Junge hat ein Loch in der Kehle und die Stimme verloren – und um die Aufmerksamkeit seines gebrochenen Vaters zu wecken, greift er zu immer abgründigeren Methoden. Eine im Sterben liegende Frau ruft eine Freundin an, mit der sie seit dreißig Jahren nicht gesprochen hat, seit dem tragischen Unfall damals – wer von den beiden trug daran eigentlich die Schuld?
In den gestochen scharfen Horrorgeschichten von Das gute Übel kommen uns die Monster des Alltäglichen so nahe, dass wir ihren Atem im Nacken spüren. Samanta Schweblin ist eine Magierin und schreibt mit einem übernatürlichen Gespür über den Einbruch des Bösen in unsere Welt – und das perfide Gute, das darin aufscheint.
Alle Dutzend Jahre erscheint dieses eine Buch, das ein Loch in den Himmel reißt.
David Wojnarowicz gibt den Misfits Amerikas eine Stimme
Es sind die späten 70er, Wojnarowicz lebt auf der Straße, zieht kreuz und quer durch ein riesiges, verkommenes Amerika. Die Illusionen ist er los, aber die Menschen, die er trifft, liebt er, unbeirrbar – die Stricher, Pfarrer, Junkies, Soldaten, Trucker, Träumer, Ausreißer, die sich irgendwie durchschlagen, gestrandet in Bars und Stundenhotels, auf Hinterhöfen, an den Rändern der Gesellschaft, auf den gottverlassenen Nebenschauplätzen des Lebens.
Ihnen allen gibt Wojnarowicz Stimme und Würde, indem er ihre Begegnungen in einen grellen Bilderstrom aus fiktiven Monologen verwandelt – es sind unfassbare Geschichten, flirrend fremdartig und verstörend vertraut, über ein Land, das jeden Moment einzustürzen droht.
Mit tiefer Ehrlichkeit und halluzinatorischer Intensität erzählt David Wojnarowicz – der überlebensgroße, legendäre Künstler, Bilderstürmer und Aktivist – von Menschen, die nirgends dazugehören, von Aufbruch und Verzweiflung und von harscher Schönheit, wo niemand sie vermuten würde.
Heinz Strunk lädt uns wieder ein in eine Welt, in der es viel zu staunen und zu lachen gibt, obwohl sie im Großen und Ganzen voller Schmerz und Schauer ist. Berichtet wird von ganz schön merkwürdigen Krankheiten, beunruhigenden Vorgängen im Nachbarhaus der Vorortsiedlung, es werden abgrundtief elende Familiengeschichten und Paartragödien erzählt. Versammelte Haushaltsroboter wohnen andächtig einem Puppentheater bei, eine Frau möchte sich nur die Nase richten lassen und gerät an den ganz falschen Schönheitschirurgen, und am Fischbuffet im Luxusresort in Maspalomas ziehen in der Nebensaison Rentnerpaare gegeneinander in den Krieg.
Die Welt von Heinz Strunk wirkt düster und fremd, obwohl oder weil sie mit jeder Faser mit unserer eigenen Realität verbunden ist.