Ein Klassiker der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung
Max Reddick, Autor und Journalist, hat sein Leben dem Kampf gegen Amerikas Segregation gewidmet. Unheilbar krank kehrt er nach Europa zurück, um eine alte Schuld zu begleichen und an der Beerdigung seines Freundes Harry teilzunehmen. Doch in Amsterdam findet er in dessen Nachlass brisante Dokumente über den »King Alfred«-Plan, der im Falle von Rassenunruhen Minderheiten beseitigen soll. Als er erfährt, dass Harry ermordet wurde, setzt Max alles daran, die Papiere in sichere Hände zu bringen.
In einem vielschichtigen literarischen Porträt schildert John A. Williams eindrucksvoll die Bedrohung von Minderheiten in einer Mehrheitsgesellschaft und wirft eine eindringliche Perspektive auf die Spannungen der 1960er und darüber hinaus.
»Sechzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nimmt uns dieser schockierende Roman mit auf eine überraschende Reise durch die Welt der Schwarzen, die zwar historisch ist, sich aber völlig lebendig, energiegeladen und aktuell anfühlt.«
Bernardine Evaristo
»Ich war nicht körperlich müde, ich hatte es einfach satt, nachzugeben.« Als sich Rosa Parks 1955 in einem Bus in Alabama weigert, ihren Sitzplatz an einen Weißen abzutreten, stößt sie einen der erfolgreichsten Proteste der Geschichte an: den legendären Busboykott von Montgomery, der Amerika grundlegend verändert.
Doch Parks’ Widerstand und politisches Engagement beginnen lange vor diesem Moment und reichen weit darüber hinaus. In ihrer Autobiografie erzählt sie eindringlich von ihrer Kindheit im gewaltgeladenen Alabama, ihrer jahrzehntelangen Arbeit für die NAACP, vom Marsch auf Washington und den Hürden, die sich ihr als Schwarzer Frau in den Weg stellen – auch innerhalb der Bürgerrechtsbewegung.
Ein unverzichtbares persönliches Zeugnis, erstmals auf Deutsch.
»Eine der ganz großen Stimmen unserer Zeit.« Daniel Schreiber
Zwei Männer begegnen sich in Venedig. Der eine ist ein junger englischer Künstler, der mittellos aus London geflohen ist. Der andere ist der visionäre Danilo Donati, Kostüm- und Szenenbildner von Pasolini und Fellini, der Magier des italienischen Kinos. Die beiden trifft ihr Begehren unmittelbar, sie reisen nach Rom, geben sich der berauschenden Traumwelt der Cinecittà hin und tauchen zwischen Leichtigkeit und Fantasie. Doch in den politisch angespannten Bleiernen Jahre Italiens führen exzessives Leben, Arbeiten und Lieben in ein zunehmend bedrohliches Labyrinth, in dem höhere Mächte erschreckend brutal agieren.
Vor der verführerischen Kulisse Italiens ist Buch der Träume ein Rausch, eine zärtliche Verführung und ein bezwingend schön erzählter Roman über Macht und Illusion, Einsamkeit und kompromissloses Begehren.
»Hillenkamp schreibt Sätze, die geradezu leuchten.« Gerrit Bartels
Jans Existenz ist auf ein schiefes Fundament gestellt. Im Aufwachsen mit der Mutter und ihren Geliebten, dem Vater und der Stiefmutter schlägt das Normale immerzu ins Extreme um. Das Leben des jungen Mannes bleibt haltlos und gefährdet, in der Freundschaft, in der Liebe, in der Politik. Doch so groß die Widerstände sind, so heftig ist Jans Streben nach Geborgenheit und Glück. Mit unvergleichlicher Präzision, Dichte und Strahlkraft erzählt Sven Hillenkamp Jans Geschichte.
Als Jans Leben zu kippen beginnt, ist er noch ein Kind. Die Mutter stirbt früh, der Vater kann ihm keinen Halt geben. Die erlebte Verlorenheit wird zum stetigen Begleiter. Doch Jan ist sich selbst nicht durchsichtig und strebt unaufhaltsam nach einem Selbstbild, das ihn trägt. Weder in der Liebe, noch mit Gleichgesinnten oder in einer sinnstiftenden Betätigung findet Jan jene innere Sicherheit, nach der er sich sehnt. In seiner schmerzhaften Entwicklung offenbart sich eine Allgemeingültigkeit menschlicher Existenz. Wer sind wir, wenn Erleben und Vorstellung nicht in Einklang gebracht werden können? Die hohe Sensibilität und Genauigkeit der Sprache von Sven Hillenkamp erzeugen ein soghaftes Lektüreerlebnis von beeindruckender Wucht. Ein Roman von beispielloser Unmittelbarkeit und Intensität.