»Voller Intrigen, Liebe, Leidenschaft, voller Neid und Bosheit und Sehnsucht ... Großartig!« Elke Heidenreich
Ins Dunkel ist Screwball-Komödie und Melodram, Tragödie und Romanze in einem: ein Roman als Film, glamourös und hochpolitisch. In raffinierten Rückblenden, mit Tempo und Timing verhandelt er das Verhältnis von Literatur, Film und Macht in Zeiten inszenierter Wirklichkeiten.
Eine Liebeserklärung an das Kino
Wir sitzen im Dunkeln. Auf der Leinwand treffen sich Greta Garbo und Erika Mann 1969 in den Schweizer Bergen und erinnern sich. Wie war das noch mit Marlene Dietrich und der gemeinsamen Geliebten? Als der Film den Nerv der Zeit traf und die Deutschen Hollywood und ganz Amerika durcheinanderwirbelten. Mit Erika Manns antifaschistischem Kabarett Die Pfeffermühle, während die ganze Welt ins Dunkel glitt? Mit der Zensur nach 1933 auch in den USA? Ach – und wie gut kannten sich eigentlich Greta Garbo und Marlene Dietrich? Wer traute sich mehr auf der Leinwand? Und im Leben?
Der zensierte Roman, der zum internationalen Bestseller wurde
Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom. Sie sehnen sich nach einem freien, selbstbestimmten Leben, haben Träume, die über die enge Welt von Heim und Herd weit hinausreichen. Unter den strengen Augen der Nonnen bilden sie rasch eine enge Gruppe von Freundinnen, in der sie ihre Sehnsüchte und Hoffnungen für die Zukunft miteinander teilen. Doch so nah sie sich sind, hat doch jede ihre Geheimnisse - ein Kind aus einer frühen Liebesbeziehung, fehlgeschlagene künstlerische Ambitionen, heftige Leidenschaften und kleinliche Eifersüchte. Die Monate vergehen, und eine jede von ihnen folgt ihrer eigenen Vision von Freiheit. Und doch ahnen sie nicht, was vor ihnen liegt.
Zum Zeitpunkt seiner Publikation 1938 erlebte Alba de Céspedes' grandioser Debütroman sofortige Zensur durch die faschistischen Behörden unter Mussolini. Was vor uns liegt, ein virtuoses Gruppenporträt und eine radikal neue Darstellung moderner Frauenleben, erscheint nun in einer schillernden Neuübersetzung.
David Wojnarowicz gibt den Misfits Amerikas eine Stimme
Es sind die späten 70er, Wojnarowicz lebt auf der Straße, zieht kreuz und quer durch ein riesiges, verkommenes Amerika. Die Illusionen ist er los, aber die Menschen, die er trifft, liebt er, unbeirrbar – die Stricher, Pfarrer, Junkies, Soldaten, Trucker, Träumer, Ausreißer, die sich irgendwie durchschlagen, gestrandet in Bars und Stundenhotels, auf Hinterhöfen, an den Rändern der Gesellschaft, auf den gottverlassenen Nebenschauplätzen des Lebens.
Ihnen allen gibt Wojnarowicz Stimme und Würde, indem er ihre Begegnungen in einen grellen Bilderstrom aus fiktiven Monologen verwandelt – es sind unfassbare Geschichten, flirrend fremdartig und verstörend vertraut, über ein Land, das jeden Moment einzustürzen droht.
Mit tiefer Ehrlichkeit und halluzinatorischer Intensität erzählt David Wojnarowicz – der überlebensgroße, legendäre Künstler, Bilderstürmer und Aktivist – von Menschen, die nirgends dazugehören, von Aufbruch und Verzweiflung und von harscher Schönheit, wo niemand sie vermuten würde.