Gibt es Grenzen der Einfühlung in andere? Wozu verpflichtet uns die Erinnerung an die Geschichte? Gibt es Grenzen der Pflicht, im Namen der Menschenrechte zu sprechen? Oder darf nichts uns daran hindern, die anderen als Teil des universalen Wirs wahrzunehmen? Carolin Emcke stellte sich diese Fragen bereits vor dem 7. Oktober und Gaza. Aber seither sind sie noch dringlicher. Es geht letztlich um die existenzielle Frage: Was zählt ein Mensch? Seit über 20 Jahren reist Emcke nach Israel-Palästina. Zuletzt sprach sie dort mit Menschen aus Bee'ri oder Jenin, aus Tel Aviv oder Ramallah, um die toten Winkel der Empathie im hiesigen Diskurs auszuleuchten.
«Ich komme nicht mehr nach Hause.» Mit diesem Satz, in einem kurzen Telefonat an ihre Mutter gerichtet, beginnt für Ece Temelkuran ihre unfreiwillige Existenz als Weltbürgerin. Nach dem Putsch 2016 verlässt die türkische Schriftstellerin das Land, um ihrer Verhaftung zu entgehen. Sie wird Teil der «Nation von Fremden», Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder sich in ihrem Land, auch mitten in Europa, aufgrund der politischen Entwicklungen nicht mehr zu Hause fühlen, die im Exil leben, geflüchtet sind. Gegen das Alleinsein, das Heimweh und das Gefühl der Orientierungslosigkeit, sucht sie andere Heimatlose auf. Sie begegnet ihnen in ihrem Alltag, in der Geschichte, in der Literatur, liest Homer und Hannah Arendt und erzählt über ihre Suche nach einer neuen Heimat – unabhängig von Landesgrenzen.
Am Ende steht die Hoffnung, anzukommen, eine neue Heimat z
Ähnliche Bücher wie Nation of Strangers
Als Dilan Sevs Tochter ihr im Alter von zwölf Jahren sagt: «Ich stecke im falschen Körper», stellt dieser Satz das Leben der beiden von einem Tag auf den anderen auf den Kopf. Für Dilan steht außer Frage, dass sie ihr Kind – ihren Sohn – bei allem unterstützen wird, was nun folgt. Und das ist viel: Eine Transition bedeutet unzählige Therapiestunden, Untersuchungen und Behandlungen mit gegengeschlechtlichen Hormonen und schließlich eine Mastektomie. Sie bedeutet euphorische Momente, aber auch Krisen, Unsicherheiten und soziale Herausforderungen. Auf diesem oft schwierigen Weg steht Dilan ihrem Sohn stets zur Seite, egal, wie viel Kraft es ihr abverlangt. Denn auch wenn sein Weg nicht leicht ist und Dilan innerlich um ihre Tochter trauert, weiß sie: Ich liebe mein Kind, und dieser Weg ist richtig.
Und was wollen Sie?
Diese spektakuläre Erkundung der weiblichen Sexualität gibt Frauen den längst überfälligen Raum, das zu erzählen, was sie sonst verschweigen – was sie vielleicht sogar sich selbst gegenüber nur zaghaft eingestehen: ihre intimsten Wünsche, Sehnsüchte und Fantasien. WANT zeigt eindrucksvoll, wie Frauen über Sex denken, wenn sie die Freiheit der Anonymität genießen – und wird zu einem Manifest für Verbundenheit und ungezügeltes Verlangen.
Ein Big-Ideas-Book für Leser von Yuval Noah Harari, Nexus, und Walter Isaacson, Steve Jobs
›WANT‹ war der Schlüssel – ›MORE‹ stößt die Tür weit auf
Nach dem weltweiten Erfolg von ›WANT‹ kehrt Gillian Anderson mit ›MORE‹ zurück – einem noch internationaleren, mutigeren und intimeren Blick auf weibliche Lust. Wieder haben Tausende Frauen aus aller Welt anonym ihre Fantasien geteilt – ehrlich, sinnlich, verletzlich. Anderson kuratiert diese Stimmen zu einem Manifest weiblicher Freiheit und Selbstbestimmung. ›MORE‹ ist keine Sammlung erotischer Beichten, sondern ein einzigartiges Experiment: über Scham zu sprechen, Grenzen zu sprengen und Lust als Sprache der Selbstermächtigung zu begreifen. Ein Buch, das bewegt, befreit und verbindet.
Barbara Blaha weiß, wovon sie spricht. Aufgewachsen als Kind einer Arbeiterfamilie mit vielen Geschwistern, aber wenig Geld, kennt sie das Gefühl, übersehen zu werden. Ihr feministisches Bühnenprogramm ist ein überwältigender Erfolg: Tausende haben es bereits gesehen, jede Vorstellung ist ausverkauft. Damit zeigt sie, dass Feminismus endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
In ihrem Buch verbindet sie persönliche Geschichten mit Zahlen, Fakten und Studien und zeigt, warum ökonomische Fragen immer auch feministische Fragen sind. Sie macht sichtbar, warum Frauen seltener führen dürfen, öfter unterbrochen und schlechter bezahlt werden, weshalb in Branchen mit hohem Frauenanteil die Löhne sinken und selbst ein Vollzeitjob nicht vor der zweiten Schicht zu Hause schützt.
„Barbara Blaha schreibt mit kompromissloser Präzision und der Wut einer Frau, die nichts mehr hinnimmt. Ein kluges, kraftvolles, notwendiges Buch.“
Mareike Fallwickl