Zwei glutheiße Sommer in der Lombardei: Leo verbringt die Tage damit, im etwas in die Jahre gekommenen Hotel ihrer Nonna auszuhelfen und die kuriosen Hinterlassenschaften der Gäste einzusammeln – einen Perlenohrring, eine Haarlocke. Sie badet mit ihrem Bruder Max im Pool und denkt sich Geschichten aus, inspiriert von der antiken Mythologie. Doch die Idylle hat Risse. Leos italienische Mutter verbringt die Tage im Bett, ihr amerikanischer Vater trinkt zu viel. Als ein Unfall geschieht, für den Leo sich verantwortlich fühlt, ist ihre Kindheit schlagartig vorbei.
Jahre später ist Leo wieder in Italien, doch nichts ist mehr, wie es war. In die enge Beziehung zu ihrem Bruder hat sich Fremdheit geschlichen, Leos Nonna ist alt geworden. Leo flirtet halbherzig mit einem Jungen aus dem Dorf, spielt mit den Männern in der Bar vor Ort Karten. Als eines Tages Dolores, eine junge ameri
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Marcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann. In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander.
Erst spät im Leben – die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie – offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei.
2023 fand Martin Piekar mit einem Auszug aus diesem Roman beim Bachmann-Preis in Klagenfurt begeistertes Echo; er wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis 202
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Paris, 1720. Als "Freiwillige" werden Charlotte, eine scharfzüngige Waise, Pétronille, eine enterbte Adelige, und Geneviève, eine Engelmacherin, ans Ende der Welt verschifft, um den Fortbestand der französischen Kolonie La Louisiane zu sichern. Durch das Schicksal zusammengeführt kämpfen sie gemeinsam gegen Widerstände und durchleben unerwartete Freude.
La Louisiane erzählt lebendig von Freundschaft und Begehren und den erschreckenden Kompromissen, die Frauen eingehen müssen, um zu überleben.
Sara, ihr Onkel Mats und ihre Cousine Evi fahren von Malmö nach Berlin, um den Stolperstein zu besuchen, der ihren Familiennamen trägt. Und um die Briefe mit der Familiengeschichte dem Jüdischen Museum zu übergeben. Die Großmutter war mit einem Kindertransport nach Schweden aus Berlin gerettet worden. Doch Sara, Mats und Evi haben alle auch ihre ganz eigene Agenda im Hier und Jetzt. Ein berührender Roman über Familienbande, intergenerationale Traumata, Geheimnisse, die wir bewahren, und Lügen, die wir uns selbst erzählen – präzise und einfühlsam geschildert.
»Anna Brynhildsen schreibt zurückhaltend, aber herzzerreißend.« Dagens Nyheter
Der große Bestseller aus den USA – so ein Buch gibt es nur alle zehn Jahre! Ein Sommer in New York, der alles verändert. Ein Sohn auf der Suche nach seiner Herkunft. Und die große Frage: Was macht uns zu dem, was wir sind? Sie werden dieses Buch nicht aus der Hand legen können.
New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Als sie Matthew trifft – charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums –, verliebt sie sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich.
21 Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr auf einer abgelegenen Insel. Er spürt: Etwas fehlt. Als er nach seinem Vater sucht, stößt er auf Geheimnisse, die alles verändern – nicht nur für ihn.
«Im Mai 1991 sah ich die Mikkola-Schwestern zum ersten Mal. Drei Schwestern, die aussahen wie Brüder und sofort kampfbereit waren, wenn jemand ihre Topffrisuren, ihre schmutzigen Sneaker oder ihre Jogginghosen kommentierte. Ich konnte meinen Blick nicht von ihnen losreißen.»
Für Jonas ändert sich alles, als Ina, Evelyn und Anastasia in seine Nachbarschaft ziehen. Ihre Mutter kommt aus Tunesien, wer ihr Vater ist, weiß niemand. Die ernsthafte Ina, die verträumte Evelyn und die chaotische Anastasia faszinieren den Erzähler, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Ihm wird klar, dass die Schwestern mit seiner Familie und der Vergangenheit seines Vaters eng verflochten sind. Über dreißig Jahre kreuzen sich ihre Leben immer wieder, in Tunesien, Schweden, den USA, sie erleben Liebesgeschichten und Lebenskrisen. Vor allem aber verbindet sie ein Fluch: dass
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