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Gibt’s das auch in Grün? von Kerstin Scheidecker Katja Tölle
€24,00
Tricks der Industrie durchschauen, nachhaltig einkaufen

Kein Konsum ist auch keine Lösung Müssen wir den Greenwashing-Lügen der Konsumgüterhersteller auf den Leim gehen, die uns jedes noch so pestizid- und schadstoffbelastete Produkt als ökologisch fair, nachhaltig und klimafreundlich verkaufen möchten? Müssen wir nicht! Gestützt auf unabhängige Produkttests von ÖKO-TEST decken Kerstin Scheidecker und Katja Tölle die Marketingtricks der Industrie auf und geben Orientierung für den wöchentlichen Einkauf. Sie erfahren unter anderem: * welche Inhaltsstoffe Sie besser meiden, * welchen Labels für Lebensmittel, Drogerieartikel und Kleidung Sie trauen können * und ob Ihr Ökostromtarif wirklich grünen Strom liefert. Sie können mit Ihrer Kaufentscheidung den Anstoß zu nachhaltigen Veränderungen bei den Unternehmen geben. Wie das gelingt, zeigt Ihnen dieses Buch. »Kerstin Scheidecker und Katja Tölle machen ihr Buch mit Zusammenfassungen an jedem Kapitel-Ende und mit abgestuften Empfehlungen zu einem Einkaufsratgeber für alle, die angesichts der ernüchternden Erkenntnisse trotzdem versuchen wollen, möglichst umweltverträglich zu konsumieren.« Jens Dirksen, WAZ, 24.01.2024 »Greenwashing aufgedeckt: Kerstin Scheidecker und Katja Tölle nutzen ihre langjährigen Erfahrungen bei Öko-Test, um die irreführenden Praktiken der Konsumgüterindustrie zu beleuchten. In ihrem Buch ›Gibt’s das auch in Grün?‹ bieten sie fundierte Einblicke und praktische Tipps für nachhaltigen Konsum. Ein hilfreicher Ratgeber für Verbraucher:innen, die nachhaltiger einkaufen möchten.« Martin Tillich, Utopia-Chefredakteur
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Broder von Dörte Hansen
€26,00
Roman

Über Herkunft, Rivalität und unsere Verantwortung für die Natur.
Der neue große Roman von Dörte Hansen


»Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben Teil der Herde, ob sie wollen oder nicht. Weil sie mit großen Tieren aufgewachsen sind, ihr Atmen und ihr Brüllen kennen, und den Geruch von Milch und Mist noch an sich haben. Weil sie im Glauben an die alte, ungerechte Ordnung großgeworden sind: Vater, Sohn und heiliger Hof, schon immer so gewesen.«

Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den »Kuhverstand« vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein Zwillingsbruder Henning, nur wenige Minuten älter, immer schon selbstbewusster und mehr an Maschinen interessiert.

Vom Hof vertrieben, baut Broder Bahnsen sich ein Gegenleben auf, wird Tierarzt und hält Abstand zum Betrieb, bis er nach über zwanzig Jahren wiederkommt und eine Praxis in der Nähe der Familie übernimmt. Ab da kümmert er sich auch um die Herde seines Bruders, der den elterlichen Hof zu einem hochmodernen Vorzeigebetrieb gemacht hat, mit Kühen, die auf maximale Milchleistung gezüchtet wurden.

Doch der Erfolg hat seinen Preis. Broder ist der erste, der bemerkt, dass Henning langsam die Kontrolle über seinen Hof verliert. Und muss sich plötzlich fragen, ob er darauf nicht all die Jahre nur gewartet hat. Ist das die Gelegenheit, endlich den Platz seines Bruders einzunehmen? Oder hegt er genau wie seine Tochter Claire schon längst Zweifel an dieser Art der Tierhaltung?

Dörte Hansen schreibt mit großer Klarsicht über eine Welt, in der unser Wachstumsglaube an seine Grenzen stößt und sich die Frage nach der Verantwortung gegenüber der Schöpfung immer dringender stellt.
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Von Riesenalken und Auerochsen von John Burnside
€24,00
Über das Verschwinden der Arten und unseren Platz in der Natur - »Dieses Buch ist ein funkelndes Stück Literatur.« Matthias Jügler

Auf den Spuren der verlorenen Arten: kluge, berührende und nostalgische Essays über unseren Platz in der Natur

Im Jahr 1844 thronen zwei große, schwarzweißgefiederte Vögel auf einem Basaltfelsen vor der Küste Islands. Doch Museumssammler haben es auf sie abgesehen. Mit ihrem watschelnden Gang versuchen die pinguinähnlichen Tiere zum Rand der Klippe zu fliehen; sie können jedoch nicht fliegen und werden in die Enge getrieben. So rotten die Sammler unwissentlich eine ganze Art aus: die Riesenalke.

In seinen Essays begibt sich John Burnside auf die Spuren einer wilderen, reichhaltigeren Welt, und reflektiert auf kluge und berührende Art und Weise das Problem des menschenverursachten Aussterbens. Dabei geht es nicht nur um Artensterben, Burnside schließt verlorene Orte, Sprachen und kulturelle Vielfalt mit ein. So ist Von Riesenalks und Auerochsen Natur-, Kulturgeschichte und Zivilisationskritik zugleich, die für ein neues Verständnis unserer eigenen Sterblichkeit und unseres Platzes in der Welt eintritt. Eine tieftraurige Beschwörung dessen, was wir verloren haben – und ein dringliches Plädoyer dafür, das zu schützen, was uns noch bleibt.
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Wiedersehen in Fonds-des-Nègres von Marie Vieux-Chauvet
€28,00
Roman. Übersetzt von Nathalie Lemmens, mit einem Nachwort von Kaiama L. Glover

Die Selbstfindung einer jungen Frau zwischen postkolonialer städtischer Kultur und dem von Aberglauben geprägten Landleben und ihr Kampf für die Erhaltung der Natur als Lebensgrundlage der Bauern. Marie-Ange Louisius hat als Kind zusammen mit ihrer Mutter das Dorf Fonds-des-Nègres verlassen, um in Port-au-Prince ein besseres Leben zu finden. Nun sucht die Mutter im Ausland eine Anstellung als Dienstmädchen und will ihre Tochter nachholen, sobald sie Fuß gefasst hat. Marie-Ange kehrt deshalb zu ihrer Großmutter nach Fonds-des-Nègres zurück. Die alte Frau ist eine Heilkundige, die sich auf die Kräfte von Kräutern und die religiösen Riten des Vodou versteht. Das ist für die katholisch erzogene Städterin, die Französisch, die Sprache der Kolonisatoren gelernt hat, vollkommen fremd. Zudem entsetzen sie Armut und Perspektivlosigkeit der abergläubischen Bauern, die ihre Felder durch übermäßige Rodung zerstört haben und nun nichts als Hunger erzeugen. Mit Hilfe des Priesters „Papa“ le Houngan gelingt es Marie-Ange schließlich sich mit der Kultur, den Sitten und Gebräuchen des Dorfes zu verbinden, die Bauern aus ihrer Passivität zu befreien und sie von einem ertragreichen, nachhaltigen Ackerbau zu überzeugen.
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Wild wuchern von Katharina Köller
€22,00
»Ein Roman wie eine Naturgewalt: Stürmisch, fesselnd und dabei voller Zärtlichkeit.« (Doris Knecht)

»Katharina Köller erzählt beherzt, feinsinnig und abgründig. Ein soghaftes Alpen-Kammerspiel.« Daniela Dröscher Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg. In ihrem so poetischen wie politischen Roman, Märchen, Parabel und pulsierende Zivilisationskritik in einem, feiert Katharina Köller zwei Frauen und ihren eigensinnigen Aufbruch ins Leben. »Ich war dort, wo man mich hingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere.« »Kann man noch weiblicher, noch österreichischer, noch besser schreiben? Ich denke nicht!« Mareike Fallwickl
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Wild wuchern von Katharina Köller
€14,00
»Ein Roman wie eine Naturgewalt: Stürmisch, fesselnd und dabei voller Zärtlichkeit.« (Doris Knecht)

»Katharina Köller erzählt beherzt, feinsinnig und abgründig. Ein soghaftes Alpen-Kammerspiel.« Daniela Dröscher

Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg.

In ihrem so poetischen wie politischen Roman, Märchen, Parabel und pulsierende Zivilisationskritik in einem, feiert Katharina Köller zwei Frauen und ihren eigensinnigen Aufbruch ins Leben.

»Ich war dort, wo man mich hingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere.«

»Kann man noch weiblicher, noch österreichischer, noch besser schreiben? Ich denke nicht!« Mareike Fallwickl

Buchcover Award: Gewinner Belletristik 2025
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Trio mit Tiger von Marianne Ludes
€25,00
Roman. Der erste Roman über Max und Mathilde Beckmann.

Das Künstlerpaar Beckmann im Amsterdamer Exil - Roman einer großen Liebe und einer schwierigen Freundschaft Amsterdam, 1942: Schon fünf Jahre, seit der Propagandaausstellung »Entartete Kunst« in München, leben Max Beckmann und seine Frau Mathilde, genannt Quappi, im Exil. Bei Treffen mit Freunden und Ausflügen ans Meer versucht das Paar zu vergessen, dass ihnen Holland seit dem Einmarsch der Deutschen kaum noch Ruhe und Auskommen bietet. Besonders Max setzen die ständige Unsicherheit und Beschneidung der persönlichen Freiheit zu, doch Quappis Zuversicht und Organisationstalent ermöglichen weiterhin sein Schaffen. Unterstützung erfährt Max auch durch die Bekanntschaft mit einem mysteriösen Deutschen, dem Kunsthistoriker Erhard Göpel, der für die »Sonderkommission Linz« tätig ist. Er soll Bilder für ein von Hitler geplantes Kunstmuseum zusammentragen. Göpel ist glühender Verehrer Beckmanns und zu jeder, selbst illegaler Hilfeleistung bereit. Kann das Ehepaar einem Nationalsozialisten trauen? Während sich Göpel immer häufiger mit den Machtinstrumenten der Nazidiktatur konfrontiert sieht, wächst die Bedrohung für die Beckmanns und ihre jüdischen Freunde. Kundig, unterhaltsam und spannend erzählt Marianne Ludes aus dem Leben des berühmten Künstlerpaars: von inniger Liebe, Quellen schöpferischer Inspiration und einer eigenwilligen Freundschaft, die historisch verbürgt ist. Ludes hatte exklusiven Zugriff auf die bislang unveröffentlichten Tagebücher Mathilde Beckmanns und zeichnet das lebendige Porträt einer klugen, tatkräftigen Frau unserer Zeit. »Beim Lesen dieses ganz besonderen Romans fragt man sich, was seine Seiten so pulsieren lässt. Ist es die historische Akkuratesse, die Schönheit der Sprache, seine Erzählkunst? Erst nach und nach versteht man: Es ist das Gefühl, echtem, ja gelebtem Leben beizuwohnen.« Daniel Schreiber »Das Schicksal der Künstler, die vor Hitler fliehen mussten, erschüttert bis heute. Marianne Ludes erzählt auf bewegende Weise die Geschichte des großen Malers Max Beckmann, der auf der Flucht ausgerechnet einem Kunsträuber vertrauen musste, um seine Kunst zu retten.« Uwe Wittstock
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Alles ganz schlimm von Julia Pustet
€25,90
Roman

Die irrationale Konsistenz der Unzuverlässigkeit Stehenbleiben, wenn die Welt rast Endlich angekommen – oder? Susanne hat ihre Zwanziger überlebt, sich ein Leben aufgebaut, eigentlich läuft alles ganz gut. Doch irgendwie schleichen sich immer wieder Konflikte in ihre Freundschaften und Romanzen, entstehen Brüche und Intrigen, wird ihr Umfeld immer mehr zu einem Spielfeld, dessen Regeln sie nicht versteht. Das Gefühl der Leere lässt Raum für Erinnerungen, und Susanne beginnt, über ein lang vergessenes Kapitel ihrer jungen Erwachsenenjahre zu schreiben: ihre Zeit als Prostituierte. Der Text entwickelt ungeahnte Durchschlagskraft, als eine Freundin ihn stiehlt und als ihren veröffentlicht – und sich damit nicht nur ihre Gedanken, sondern auch ihr Trauma aneignet. Es folgen Gerüchte, Statements, Shitstorms, die Susanne schließlich zum Abbruch des Lebens bringen, das ihre innere Unruhe in Schach hielt. Bei ihrer Familie sucht sie Ruhe und Halt. Doch schleichend klopft die Befürchtung an, dass gerade hier der Ort liegt, der alles zum Zerspringen bringt … Laut, schnell, leise – ein pulsierender Roman, der den exakten Ton trifft und: süchtig macht „Alles ganz schlimm“ ist Drama, Schmerz, Humor und ein tiefer Blick in die Dynamiken und Zerwürfnisse unserer Zeit. Mitreißend und pointiert liefert Julia Pustet die Geschichte einer Frau, die sich mit der ganzen Welt konfrontiert – um am Ende nur wieder bei sich selbst anzukommen. Sie dehnt darin, manchmal sachte, manchmal unsanft, die Grenzen der Diskurse und Beziehungen, die wir führen, aus. Der Roman erzählt von Feminismus, Politisierung und Privilegien, von tiefgehenden Freundschaften und aufschürfenden Familienkonstellationen – ein kompromissloses Debüt zwischen Härte und Leichtigkeit!
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Crudo von Olivia Laing
€14,00
Roman

Bitte diesen Roman lesen, um das tragikomische Gefühl unserer Gegenwart zu spüren

Die Schriftstellerin Kathy verbringt den Sommer in der Toskana, in einem Hotel für Superreiche. Neben dem Schwimmen im Pool und den rauschenden Partys kümmert sie sich um die Planung ihrer bevorstehenden Hochzeit. Doch an den Gedanken, lebenslang an einen Menschen gebunden zu sein, muss sie sich noch gewöhnen. Und auch an die Welt da draußen, die ihr immer wieder in die Timeline des Sozialen Netzwerks gespült wird. Der Faschismus ist auf dem Vormarsch, der Planet hat den Kipppunkt längst überschritten, und die Wahrheit hat keinen Wert mehr. Lohnt es sich wirklich, lieben zu lernen, wenn die Gegenwart in ihr Ende rennt?

Olivia Laings erster Roman ist eine brillante, witzige und in jeder Hinsicht rohe Darstellung unserer Gegenwart und hebelt elegant die Angst vor der Zukunft aus. »Ein Liebesbrief an das Leben und die Kunst« (Deborah Levy).
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Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils von Volha Hapeyeva
€14,00
Für ihren Essay »Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils« wird Volha Hapeyeva mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für kritische Kurztexte 2022 ausgezeichnet. In ihrem herausragenden Text setzt Hapeyeva »despotischen Machtstrukturen ein poetisches, nomadisches Denken entgegen«, so die Jury. »Dabei zielt sie vor allem auf die Kraft der Sprache ab: Sie zeigt, dass Diktaturen Sprachpolitik für ihre Zwecke nutzen, dass sie ihre eigene Sprache etablieren, dass Worte töten können. Und dass Diktaturen Kunst und Poesie unterdrücken, weil sie Mittel des kritischen Denkens sind, die ihnen gefährlich werden können.« In diesem Band ist Hapeyevas Essay zu finden, drei Gedichte von ihr (übersetzt von Matthias Göritz), ein Interview mit der Autorin, sowie ein Vorwort von Sandra Poppe und Christiane Riedel und eine Laudatio auf die WORTMELDUNGEN-Preisträgerin von Sighard Neckel.
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Diebstahl von Abdulrazak Gurnah
€26,00
Roman. Bestsellerautor und Literaturnobelpreisträger - Abdulrazak Gurnah bewegt die Menschen

Was kann sich entwickeln, wenn drei junge Menschen aus unterschiedlichem Elternhaus ihr Leben in die eigenen Hände nehmen? Klug, mit Wärme und Humor erzählt Gurnah aus dem heutigen Leben junger tansanischer Weltbürger

Tansania, heute. Drei junge Menschen wachsen hier auf: Karim, der nach seinem Studium mit Ehrgeiz und großen Ideen in seine verschlafene Heimatstadt Daressalam zurückkehrt. Fauzia, die in Karim nicht nur ihren geliebten Partner, sondern auch die Chance sieht, einer allzu behüteten Kindheit zu entkommen. Badar, ein mittelloser Junge, der in Fauzia und Karim Freunde findet und von ihnen Hilfe erfährt, obwohl nicht klar ist, was und ob die Zukunft überhaupt etwas für ihn vorgesehen hat. Als Fortschritt und Tourismus in ihrem abgelegenen Winkel der Welt Einzug halten, nimmt jeder der drei das Schicksal in die eigenen Hände. Auf der Suche nach Erfolg, Glück und Bedeutung kämpft insbesondere Badar mit den langen Schatten eines Diebstahls.

»Absolut fesselnd . . . In diesem ruhigen, reifen Roman gibt es keine einfachen Wahrheiten, was ihn als Ganzes so wahrhaftig macht.« Wall Street Journal

»Gurnahs Sätze fließen wie der Lauf eines alten Flusses, selbst wenn er komplizierte moderne Leben beschreibt.« Washington Post

»Ein straff konstruiertes Familiendrama mit überraschenden Wendungen.« Kirkus Review

»Wenn die Geschichte zu Ende ist – wenn auf der letzten Seite endlich alle Fäden zusammenlaufen –, kann der Leser nicht anders, als Gurnahs Können zu bewundern.« Financial Times

»Eine wichtige Bereicherung für Gurnahs bemerkenswertes Werk; ein Roman, durchdrungen von Schmerz und Verlust, doch nicht von Verzweiflung.« The Guardian

«Kulturell spezifisch und zugleich emotional universell . . . Gurnah in Höchstform.« Publishers Weekly

»Eine leise kraftvolle Demonstration erzählerischer Meisterschaft, zugleich Coming-of-Age-Kammerstück und breit angelegtes postkoloniales Panorama.« Observer

»Der neue Roman des Nobelpreisträgers ist ein Knüller.« The London Standard

»Nichts am menschlichen Verhalten überrascht Gurnah, und durch das Lesen seines weisen neuen Romans mit dem sanften und schönen Ende sind wir Leser etwas weniger vorschnell mit Urteilen und eher bereit zu verstehen, was es bedeutet, zu kämpfen, zu wagen, zu lieben – was es bedeutet, Mensch zu sein.« Elif Sh
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Der Weg zur Grenze von Grete Weil
€25,00
Roman

EINE ENTDECKUNG: GRETE WEILS GROSSER ROMAN ÜBER ALLTAG UND WIDERSTAND IN NS-ZEITEN "Der Weg zur Grenze", 1944/45 im Amsterdamer Versteck der verfolgten deutschen Schriftstellerin Grete Weil entstanden, ist nicht nur der erste Roman der jüdischen Autorin. Er ist bisher nie erschienen und seine Veröffentlichung jetzt eine echte Entdeckung. Im Kern erzählt der Roman, fiktionalisiert und aus dem Autobiographischen ins Exemplarische gehoben, die Liebesgeschichte von Grete Weil und ihrem 1941 im KZ Mauthausen ermordeten Mann Edgar Weil. Er ist außerdem eine Fluchtgeschichte und die Geschichte der Politisierung in einem gebildeten, bürgerlich und kulturell politikfernen Milieu und eine einzigartige Beschreibung der Veränderungen im Alltag, in den Familien und Institutionen seit der Machtergreifung der Nazis 1933. Die Haupterzählung, zugleich Rahmengeschichte, spielt 1936 und handelt von der Flucht der jungen, jüdischen Münchnerin Monika Merton, deren Mann bereits im KZ Dachau getötet worden ist. Da inzwischen auch sie von der Gestapo gesucht wird, macht sie sich, zuletzt zu Fuß und auf Skiern, auf den Weg über die Grenze nach Österreich. Durch Zufall begleitet sie ein junger Bekannter, der Lyriker Andreas von Cornides. Ihm erzählt sie ihre Geschichte: Szenen ihres Lebens in München und im aufgewühlten, rasanten und aufgeheizten Berlin Anfang der Dreißigerjahre, von ihrer Liebe zu ihrem Cousin Klaus, der Ehe, von Reisen und Krisen und der Arbeit an einer alternativen, ländlichen Schule in Bayern, bis die Machtergreifung der Nazis und der wachsende Antisemitismus allem ein Ende bereiten. Ein bedeutendes, zum ersten Mal zugänglich gemachtes Werk der deutschen Literatur, eindrücklich und bewegend, klug und hellsichtig. Der erste Roman der Autorin, zum ersten Mal überhaupt veröffentlicht Im holländischen Exil 1944/45 in Grete Weils Versteck entstanden Eine Liebesgeschichte, eine Fluchtgeschichte, eine Geschichte über das politische Erwachen und den Widerstand
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Von sie. Zu er. Zu mir. von Karu-Levin Grunwald-Delitz
€12,80
Wege der Transgeschlechtlichkeit

Es ist er. Nicht sie. Das ist verwirrend. Ja, es ist. Er! Unverständlich. Wieso den bloß? Keine Ahnung. Kann ich nicht erklären. Ist ein Gefühl. Wohlfühlen. Frei-Sein. Trans* Lebenswege sind vielfältiger, als die überwiegend medial vermittelten. In dem Buch kommen oft ausgesparte Erfahrungen zu Wort. Trans* Menschen, die die klassischen Narrativen nicht bedienen, bietet es Anknüpfungspunkte. Anderen macht es ihre Lebenswelt verständlich. Patrick fühlt sich nicht als Frau. Doch will er Mann sein? Oder irgendetwas zwischen Mann und Frau? Er weiß es nicht. Er weiß nur, dass da diese Sehnsucht ist. Doch ist die all das wirklich wert? Ohne zu wissen, wohin ihn das führt, folgt er seinem Gefühl. Er outet sich vor sich und seiner Familie, übersteht die Begutachtung zur Vornamens- und Personenstandsänderung, entscheidet sich für nicht gewollte und ersehnte körperliche Veränderungen, um nach sechs Jahren da anzukommen, wo er bleiben will – zumindest vorerst. Nicht nur er, sondern auch der* Autor* ist diesen Weg gegangen. Biografisch inspirierte Kurzgeschichten, lyrische Texte und persönliche Anmerkungen geben Einblicke.
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Zur Wildnis von Helmut Krausser
€11,90
45 Kurze aus Berlin

In der Neuköllner Eckkneipe »Zur Wildnis«, wo Helmut Krausser ein-, zweimal die Woche mit Freunden Backgammon spielt, finden Begegnungen, Gespräche und Diskussionen zwischen Menschen statt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das liegt an den sehr sozialen Bierpreisen und einer wohnzimmerhaften Atmosphäre. Zeit lässt sich hier gemütlich verdümpeln, und bei Manni, dem Wirt, kann man als Stammgast anschreiben lassen, ohne eine missbilligende Grimasse zu riskieren. Wegen des Status als Raucherkneipe gibt es in der »Wildnis« nichts mehr zu essen. Das Ordnungsamt erlaubt den Gästen aber, Essen von zuhause mitzubringen und es sich vom Wirt aufwärmen zu lassen. Manni hat folglich eine Mikrowelle angeschafft, und ein bisschen »Mitgebrachtes« hat er immer im Kühlschrank. Buletten, Bockwurst, Kartoffelsalat, solche Sachen. Touristen verirren sich eher selten hierher, aber falls doch, werden sie so nachlässig bedient, dass sie gleich wieder gehen. Krausser hat seine Erlebnisse in der »Wildnis« in Kolumnen gefasst, die von 2015 bis 2018 im Berliner Stadtmagazin »Zitty« erschienen sind: pointierte, komische, lebenspralle Beobachtungen aus der Großstadt – mit dem rotzigen Charme der Berliner Servicekultur.
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Landleute von Daniel Mason
€26,00
Roman

Als Miles und Kate mit ihren beiden Kindern für ein Jahr aufs Land ziehen, will Miles die neu gewonnene Ruhe nutzen, um endlich seine Doktorarbeit abzuschließen - zwölf Jahre später als geplant. Doch während seine Frau als Gastprofessorin beruflich aufblüht, begegnet ihm die neue Nachbarschaft vor allem von ihrer kuriosen Seite. Umgeben von kauzigen Sonderlingen und Lokallegenden dringt Miles immer tiefer in das Landleben ein - in eine Welt, die weniger von beschaulicher Idylle geprägt ist als von den skurrilsten Begebenheiten. Der amerikanische Bestsellerautor Daniel Mason erzählt warmherzig und ungemein komisch vom unverhofften Glück, seinen Platz genau dort zu finden, wo man es am wenigsten erwartet.

Als Miles und Kate, ein Akademikerpaar aus Kalifornien, mit ihren beiden Kindern aufs Land ziehen, erleben sie in der Provinz mehr als nur eine schräge Überraschung. Während Kate durch ihre Gastprofessur schnell Anschluss findet, steht Miles vor der Herausforderung, als Doktorand und Hausmann in der eingeschworenen Dorfgemeinschaft zu bestehen. Seit vierzehn Jahren schreibt er mittlerweile an seiner Doktorarbeit, und die ländliche Idylle bietet neue Ablenkungsmöglichkeiten: Miles lernt Skilanglauf und Sensenmähen, und er wird Mitglied einer Gruppe verschrobener Einheimischer, die an eine Hohlwelt unter der Erde glaubt. Was wie harmloser Eskapismus wirkt und Miles Halt im fremden Alltag gibt, entwickelt nach und nach eine eigentümliche Sogkraft, die feste Überzeugungen ins Wanken bringt. Mit bestem Gespür für Alltagskomik und einem Blick für die existenziellen Fragen dahinter zeichnet Daniel Mason das ländliche Amerika ebenso liebevoll wie er die Selbstgewissheit seiner Städter ironisch entlarvt.
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Happy Green Family von Deb Olin Unferth
€20,00

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Die Marschallin von Zora del Buono
€24,00
Roman

DAS SCHILLERNDE PORTRÄT EINER MÄCHTIGEN FRAU IN MÖRDERISCHEN ZEITEN Zora del Buono hat von ihrer Großmutter nicht nur den Vornamen geerbt, sondern auch ein Familienverhängnis, denn die alte Zora war in einen Raubmord verwickelt. Diese Geschichte und ihre Folgen bis heute erzählt dieser große Familienroman. Die Slowenin Zora lernt ihren späteren Ehemann, den Radiologieprofessor Pietro Del Buono, am Ende des Ersten Weltkriegs kennen. Sie folgt ihm nach Bari in Süditalien, wo sie, beide überzeugte Kommunisten, ein großbürgerliches und doch politisch engagiertes Leben im Widerstand gegen den Faschismus Mussolinis führen. Zora ist herrisch, eindrucksvoll, temperamentvoll und begabt, eine Bewunderin Josip Broz Titos, dem sie Waffen zu liefern versucht und dem ihr Mann das Leben rettet. Sie will mehr sein, als sie kann, und drückt doch allen in ihrer Umgebung ihren Stempel auf. Ihr Leben und das Leben ihrer Familie, ihrer Kinder und Enkelkinder, vollziehen sich in einer Zeit der Kriege und der Gewalt, erbitterter territorialer und ideologischer Kämpfe, die unsere Welt bis heute prägen. In einem grandiosen Schlussmonolog erzählt die alte Zora Del Buono ihre Geschichte zu Ende, eine Geschichte der Liebe, der Kämpfe, des Hasses und des Verrats. «Die Marschallin» ist ein farbiger, lebenspraller Roman über eine unvergessliche Frau und ein tragisches Familienschicksal. Ein farbiger Familienroman über eine starke Frau, politische Kämpfe und ein großes Verhängnis Eine Zeit der Kriege und der Gewalt, der Liebe und des Verrats
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Wie wir brennen von Sarah Hall
€24,00
Roman

Ein Roman wie ein Schrei: über weibliches Begehren und künstlerische Kraft »Du warst der letzte hier, bevor ich die Tür von Burntcoat schloss. Bevor wir alle unsere Türen schlossen.« – Im Schlafzimmer über ihrem riesigen Atelier in Burntcoat trifft die berühmte Bildhauerin Edith Harkness letzte Vorbereitungen. Die Symptome, die ihr Körper zeigt, sind bekannt: Ihr Leben wird in den nächsten Tagen zu Ende gehen. Ihr Atelier gleicht einem glühenden Ofen, befeuert von Erinnerungen und Sehnsüchten. Hierher brachte Edith Halit, als der erste Lockdown begann. Den Liebhaber, den sie kaum kannte. Eine Erscheinung aus einer anderen Kultur. Ein Tor zu einer neuen und fiebrigen Welt. Sprachlich betörend und mit großem Sog erzählt Sarah Hall von weiblichem Begehren und der Kraft künstlerischen Schaffens.
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Lass uns noch bleiben von Saskia Luka
€23,00

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Sommerhaus am See von David James Poissant
€16,00
Roman

Sechs Menschen, drei Tage, ein Familientreffen. »Poissant ist einer der besten jungen Erzähler Amerikas.« Lauren Groff Kraftvoll und mit feinem Gespür für das Zwischenmenschliche erzählt David Poissant von den Verwerfungen innerhalb einer Familie: von seelischen Verwundungen, sorgsam gehüteten Geheimnissen, von Untreue, Alkoholsucht, Homosexualität, Rivalität und Eifersucht, aber auch von der Kraft der Versöhnung. Die Familie Starling lebt über das ganze Land verstreut, im Sommer aber kommen sie alle in dem kleinen Häuschen am See in North Carolina zusammen. Die Eltern Lisa und Richard stehen nach einer langen Karriere an der Cornell University kurz vor der Pensionierung und wollen das Sommerhaus der Familie verkaufen und sich nach Florida zurückziehen. Diese Entscheidung überrascht ihre beiden erwachsenen Söhne, Michael, einen Verkäufer, und Thad, einen aufstrebenden Dichter. Zusammen mit ihren Lebenspartnern fahren die beiden Brüder für ein letztes Wochenende an den Ort, der mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Doch als ein Kind vor den Augen von Michael ertrinkt, der vergeblich versucht, es zu retten, gerät das über Jahre fein austarierte Gleichgewicht der Familie aus den Fugen. Alle sechs sehen sich auf einmal gezwungen, die Untiefen ihrer eigenen Schwächen und Ängste zu erkunden, sich ihren eigenen Lebenslügen zu stellen. Die drei Tage am See nehmen eine unerwartete Wendung.
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Durch Fenster reden von Jenny Schäfer
€2,00
Mein Opa wurde im Krieg nicht eingezogen, blieb schön und unversehrt und trug eine ebenso große Leichtigkeit wie Schwere in sich. Er sollte als Jugendlicher im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nazis sterilisiert werden. Etwa 15.000 Taube Menschen wurden zwangssterilisiert. Irgendein Naziarzt aber befand, dass keine Erbgutschädigung in der Familie vorlag und so konnte mein Opa 1948 einen Tauben Sohn zeugen und später mich, eine schwerhörige Enkeltochter erleben.Mein Opa wurde im Krieg nicht eingezogen, blieb schön und unversehrt und trug eine ebenso große Leichtigkeit wie Schwere in sich. Er sollte als Jugend- licher im Rahmen des Euthanasieprogramms der Nazis sterilisiert werden. Etwa 15.000 Taube Men- schen wurden zwangssterilisiert. Irgendein Naziarzt aber befand, dass keine Erbgutschädigung in der Familie vorlag und so konnte mein Opa 1948 einen Tauben Sohn zeugen und später mich, eine schwerhörige Enkeltochter erleben. Fick dich, Euthanasie.
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Offensichtlich hatte Steffi ihren Laptop mit dabei von Florian Wintels
€13,90
In „Offensichtlich hatte Steffi ihren Laptop mit dabei“ schafft es der gefeierte Slam-Poet und Musiker Florian Wintels auf ungewöhnliche, aber sehr unterhaltsame Weise, sein Bühnenprogramm auf Papier zu bannen. Zwischen absurdem Humor und preisgekrönter Poesie verbergen sich aber auch ein paar Überraschungen auf den Seiten dieses Buches ...
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Gute Momente von Mely Kiyak
€25,00
„Ich hoffe auf Zeichen, Erkenntnis, irgendwas. Aber hier fährt nur die Straßenreinigungsmaschine auf und ab."

Mely Kiyak spaziert aufmerksam durch die Zeit. Mit unnachahmlich gewitzter Stimme und poetischem Blick begegnet sie dem Leben und schreibt mit: Gespräche mit Handwerkern, Freude in der Philharmonie, große Lust auf Landschaft, Lyrik und andere Lektüren. Auch Veränderungen im gesellschaftlichen Klima nimmt sie wahr, ohne zu beschönigen – und bleibt ihrem Schreibauftrag immer treu. Nicht verzagen, nicht verhärten. Gute Momente sind eine fabelhafte Hymne auf den Alltag und ein großes Lob der Menschlichkeit.
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Die Himmelsrichtungen von Jo Lendle
€24,00
Roman

„Solange ich rede, bin ich am Leben. Solange ich fliege. Die letzte Gewissheit, die mir bleibt: Wenn ich niemals lande, werde ich nicht gestorben sein.“ Es ist der 2. Juli 1937, in ihrer Lockheed Electra fliegt Amelia Earhart hoch über dem Ozean. Die Schatten der Wolken sehen aus wie Inseln. Sie steht kurz davor, als erster Mensch die Welt zu umrunden. Dies ist die schwerste Etappe. Jo Lendle erzählt die Geschichte einer Heldin, die keine Heldin sein will. Amelia fliegt, sie schreibt, sie setzt sich für Frauen ein – ein Vorbild. Doch sie hadert mit all den Zuschreibungen, weil sie sich selbst darin nicht findet, nicht zuletzt in den Kategorien von Frau und Mann. Also hebt sie ab und lässt alles hinter sich, ohne Kompromisse. »Die Himmelsrichtungen« ist das Porträt eines ungeheuer mutigen, charismatischen, eigensinnigen Menschen. Es ist eine Liebesgeschichte mit wechselnden Beteiligten – manche erstaunlich, andere flüchtig wie Wolken. Und es ist ein Roman über die Erinnerung und wie sie sich allmählich entblättert. Jede Schicht zeigt die Vergangenheit in einem neuen Licht. Wie soll man diese Geschichte anders erzählen als rückwärts? Amelia weiß noch nicht, dass es der letzte Tag ihres Lebens ist.
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Dämmerung von Michael Kleeberg
€26,00
Roman. "Michael Kleeberg ist es gelungen, aus dem Leben einer Figur das Abbild einer Epoche zu erschaffen“. (Der Spiegel, Tobias Rapp)

Die Bilanz eines unverwechselbaren und doch eine ganze Epoche repräsentierenden Lebens Nach »Karlmann« und »Vaterjahre« – der Höhepunkt von Michael Kleebergs Romankunst Karlmann will’s noch mal wissen. Obwohl in die Jahre gekommen, zählt er sich) keineswegs zum alten Eisen. Jetzt, zu seinem 60sten, lädt er zur großen Sause. Und er zieht Zwischenbilanz, wie eh und je mit süffisantem Eigensinn, frei von Sentimentalität und nach wie vor nicht willens, klein beizugeben. Das, was sich für ihn wie eine zweite Jugend anfühlt, ist vom Gedanken an Unwiederbringliches überschattet. Doch gegen die Übermacht der Gefühle hat Charly Renn sich schon immer zu wappnen gewusst. Das ist auch bitter nötig. Denn sein Selbstbild wird nicht nur in der Corona-Zeit auf eine harte Probe gestellt, sondern auch in der des Abschiednehmens vom sterbenden Vater und in der Konfrontation mit den eigenen Kindern, die längst ihre eigenen Wege gehen. So nimmt er ein letztes Projekt in Angriff, eins, das ihm noch einmal all seine Steherqualitäten abverlangt. In einer Hamburger Kultureinrichtung wird er zum Aktivisten wider Willen, nur um am Ende festzustellen, dass eine neue, eine völlig andere Zeit angebrochen ist, die nicht mehr viel mit ihm zu tun hat. Im dritten und letzten Teil der »Karlmann«-Trilogie, die viele Jahrzehnte bundesrepublikanischer Gesellschaft erzählt, zeigt Michael Kleeberg seinen Protagonisten nun im reizvollen Licht der Dämmerung.
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Wie ich gesund esse, ohne dabei komplett verrückt zu werden von Elisabeth Raether
€20,00
Gesunde Ernährung ist eigentlich ganz einfach: Elisabeth Raether, Autorin der bekannten ZEITmagazin-Kolumne »Wochenmarkt«, zeigt wie es geht – ganz ohne Verbote und Dogmen, alltagstauglich und mit Rezepten. Elisabeth Raether sagt: Sich gut zu ernähren, ohne Dogmen und Diätwahn, ist nicht kompliziert, es braucht lediglich ein bisschen gesunden Menschenverstand. Und so beginnt dieses Buch mit einem Stück Kuchen – und endet mit einem gelassenen Blick auf den eigenen Teller. Dazwischen wird von Routinen erzählt, die tragen; von Wissen, das entlastet; von Verboten, die nur Heißhunger züchten; und von der tröstlichen Einsicht, dass kleine Ausnahmen keinen gesunden Lebensstil ruinieren. So entsteht zwischen dem Kaffee am Morgen und dem Abendbrot am Küchentisch eine Poetik des Normalen: meistens das Gute, nur so viel wie nötig, und niemals etwas, das man nicht mag. Ein kluger, freundlicher Anti-Ratgeber für alle, die besser essen wollen, ohne ihren Alltag – oder ihre Laune – zu opfern.
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Löwenherzen von Nino Haratischwili
€26,00
Nino Haratischwilis preisgekröntes Theaterstück als Bilderbuch illustriert. Mit Zylinder, Luftschlangen und goldenem Konfetti lässt der neunjährige Anand seinen Löwen unter tosendem Applaus durch brennende Reifen springen. Doch steht der junge Zauberer nicht in einer Zirkusarena, sondern muss für den Chinamann tagein, tagaus Plüschtiere in einer Fabrik in Bangladesch nähen und hat wegen seiner Zirkus-Träumerei einem Stofflöwen ein Auge schief angenäht. Aber für die Verwirklichung seines Zirkustraumes braucht er einen Plan. Schnell schreibt er eine Nachricht an »Gott in Europa« und versteckt diese im Bauch seines Löwen. Es ist der schönste und wichtigste Löwe, den er je genäht hat, denn er soll ihm, der keine Kindheit hat, und seiner Familie helfen, ihn zur Schule zu schicken. Der Löwe mit dem schiefen Auge ist auf dem Weg nach Europa – mit einer wichtigen Mission: Er soll Anands Brief Gott überbringen. Auf seiner abenteuerlichen Reise kommt der Löwe zuerst nach Deutschland, landet bei der kleinen Emma, die am Weihnachtsabend beschließt, ihre ganzen Besitztümer an arme Kinder im Senegal zu verschenken. Im Senegal findet ihn das arme Mädchen Zula, von ihr geht die Reise zum jungen Kiano nach Mali, wo sein Vater als Schleuser tätig ist, begleitet dann Amari auf seiner Flucht über das Mittelmeer nach Spanien und findet schließlich zu Louise in Frankreich. Am Ende stehen Anand und seine Mutter vor ihrem neuen Haus aus Stein, er geht jetzt zur Schule, muss nicht mehr für den Chinamann arbeiten. Der Löwe mit dem schiefen Auge hat allen Glück gebracht. Denn alle, gleich in welchen Lebensumständen, sind sie stark und haben Löwenherzen. Ausgezeichnet mit dem Mülheimer KinderStückePreis. »›Löwenherzen‹ beschreibt die Geschichte eines Spielzeuglöwen, der in Bangladesch von einem Jungen genäht und von diesem auf eine weite Reise fast um die ganze Welt geschickt wird. Das Stück zeigt die Kraft des Theaters und der Fantasie. Auf zupackende Weise greift ›Löwenherzen‹ mutig große, globale Themen von Kinderarbeit und Migration bis Leihmutterschaft auf. Dabei stellt es gesellschaftliche Zustände in Frage und regt dazu an, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Jede Szene vermittelt die Chance auf Veränderung, jede Figur hat einen optimistischen Gestaltungswillen.« (Aus der Jury-Begründung zum Mülheimer KinderStückePreis 2021)
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Wofür ich mein Leben gebe von Clarice Lispector
€28,00
Kolumnen 1946-1977

Die Entdeckung des »Kosmos Clarice Lispector« geht weiter: So persönlich war die Ikone der modernen Literatur noch nie zu erleben Clarice Lispector, eine der literarischen Ikonen des 20. Jahrhunderts, schrieb zeit ihres Lebens für Zeitungen, so u.a. zwischen 1969 und 1973 für das »Jornal do Brasil«, das führende Presseorgan des Landes, in dem sie eine wöchentliche Kolumne führte. Berühmt für ihre expressiven, das Innerste ihrer Figuren nach außen kehrenden Romane und Kurzgeschichten, erzählte Lispector hier von ihrem eigenen Alltag, verwandelte persönliche Erlebnisse und Erinnerungen in tiefgründige, berührende, häufig humorvolle kurze Episoden. Die verlorene Liebe eines Taxifahrers, die bittere Wahrheit hinter der Schönheit einer alten Freundin, ihre eigene Familie und ihr Aufwachsen: In allem entdeckt Lispector die Widersprüche und Eigenheiten des Leben. Auch über ihr Schreiben reflektiert sie in den Kolumnen immer wieder, teilt ihre Leseerfahrungen und schlägt eine Brücke zur brasilianischen Musik ihrer Zeit. Lispectors ureigener Blick auf die Welt, so ernst wie spielerisch, so heiter wie kontemplativ, offenbart echte Perlen der Erkenntnis und bringt uns die Schriftstellerin so nahe wie nie zuvor. Luis Ruby, gerühmter Übersetzer von Lispectors Romanen und Erzählungen ins Deutsche, hat für diesen Band die unterhaltsamsten und aufschlussreichsten Kolumnen ausgewählt und kommentiert. „Sie konnte beißend sein, rätselhaft, witzig - aber nie banal. Gerade mit ihren Kolumnen wurde die Schriftstellerin Clarice Lispector zu einer brasilianischen Ikone.“ Süddeutsche Zeitung, Simon Sales Prado - »Eine wirklich außergewöhnliche Schriftstellerin.« Jonathan Franzen – »Endlich wird eine der geheimnisvollsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts in all ihren schillernden Facetten wiederentdeckt.« Orhan Pamuk
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153 Formen des Nichtseins von Slata Roschal
€18,00
Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

»Radikaler als Annie Ernaux« der Freitag Ksenia ist Russin, sie ist Deutsche, sie ist Jüdin, sie ist unter Zeugen Jehovas aufgewachsen, sie ist eine junge Frau, Mutter, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, ist »dies, jenes und einiges in Querung« – und gleichzeitig ist sie nichts davon. Bei der Erforschung des eigenen Identitätspluralismus sammelt Ksenia Ebay-Anzeigen, die das Wort »russisch« enthalten, notiert Gespräche von Arbeitskolleg:innen, beobachtet russische Mütter in der Stadt und israelische Verwandte auf Facebook, dolmetscht in einer Psychotherapie für Flüchtlinge, erinnert sich immer wieder an einen traumatischen kindlichen Zustand von Orientierungslosigkeit und Fremdbestimmung, betastet misstrauisch ihren Körper und fragt sich nach einer Definition und dem Wert des eigenen Daseins. Slata Roschals originelles, bissig-humorvolles Romandebüt, eine Collage von 153 Beobachtungen aus dem Alltag einer jungen Frau, wurde 2022 für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt 2023 den Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen und den BücherFrauen-Literaturpreis »Christine«.
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Die Kunst des Mittagsschlafs (Steidl Pocket) von Thierry Paquot
€16,00
Die Siesta ist mehr als ein heiteres Dämmern – sie ist ein Moment der Ruhe, der Wollust und ein Akt des Widerstands, gefeiert in Kunst und Literatur. Wer mittags schläft, entzieht sich der Fremdbestimmung, widersetzt sich den Rhythmen der Arbeitswelt und der Produktivitätsmoral. Siesta ist Individualität, Siesta ist Luxus. Thierry Paquot erzählt die Geschichte des Mittagsschlafs in verschiedenen Mythen und Kulturen. Er verfolgt seine Spur in der abendländischen Malerei und ruft auf zur Revolution: Mittagsschläfer aller Länder behauptet eure Einzigartigkeit und widersteht der globalen, der totalitären Zeit! Das ist nur der Anfang, die Siesta geht weiter!
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Der Traum meines Großvaters von Yan Lianke
€15,00

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LAHEA von Lisa-Viktoria Niederberger
€28,00
Ebria ist eine Insel – fern unserer Zeit und doch erschreckend nah. Als ein toter Wal, begraben unter Plastikmüll, an die Küste von Ipane gespült wird, nehmen sich die Bewohner:innen nur, was sie brauchen – nie mehr, als ihnen zusteht. Sie leben im Gleichgewicht mit der Natur und in einer Gesellschaft, die Gier und Herrschaft hinter sich gelassen hat, wohlwissend, wie fragil dieses Gleichgewicht ist. Lahea, Tochter der Dorfvorsteherin, soll bald selbst dieses Amt übernehmen. Wie es das Abkommen verlangt, verlässt sie ihr Zuhause, ihre Tochter und ihre beiden Partner und bricht zu einer Reise über Ebria auf. Was als Erkundung beginnt, wird schnell zur Konfrontation: mit verdrängten Wahrheiten, mit Rissen im Fundament des Miteinanders – und mit einem Übergriff, der sie an die Grenzen von Macht und Ohnmacht bringt. Denn tief in den Höhlen wächst eine Bewegung, die alles infrage stellt, wofür Ebria steht. Als Lahea deren Spuren folgt, gerät sie in einen Sog aus Verrat, Rebellion und gefährlicher Sehnsucht nach alter Macht. Sie muss entscheiden, wie viel sie zu riskieren bereit ist: für Freiheit, für Gemeinschaft und für sich selbst. Mit eindringlicher Sprache erzählt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrem ersten Roman von einer Welt zwischen archaischem Tun und fortschrittlicher Vision, von einer Gesellschaft zwischen Fürsorge und Verrat – und davon, wie weit eine Gemeinschaft gehen darf, wenn sie der Gewalt standhalten will, ohne selbst gewalttätig zu werden. Das Porträt einer Gesellschaft, die alles anders machen will und an ihren Widersprüchen wächst. Feministische Perspektiven, ökologische Fragen und solidarische Lebensentwürfe – eindrucksvoll, visionär und poetisch erzählt. Für Leser:innen, die mehr wollen: Fürsorge, Zusammenhalt und neue Familienformen statt alter Rollenbilder. TROPES: Hopepunk Dark family secret High stakes Secret society Bi+ and queer representation Questionable utopia Reluctant heroine
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Schrödingers Grrrl von Marlen Hobrack
€24,00
Roman

In ihrem Debutroman ≫Schrodingers Grrrl≪ erzählt Marlen Hobrack die Geschichte von Mara Wolf – Schulabbrecherin, Anfang zwanzig, depressiv, arbeitslos in Dresden. Ihren Alltag füllt sie mit Instagram, Dating und Online-Shopping. In einer Bar lernt Mara den PR-Agenten Hanno kennen, der von ihr und ihrem schragen White-Trash-Auftreten begeistert ist. Er engagiert sie für eine Party und überredet sie, sich als Romanautorin auszugeben. Den Roman geschrieben hat ein alter weiser Mann, der genauso wie Hanno und sein Lektor nicht glaubt, dass es sich unter seinem Namen verkauft. Die drei Manner schmieden einen Plan für einen großen literarischen Erfolg, auf den sich Mara einlasst. ≫Schrodingers Grrrl≪ ist ein zeitgenössischer Entwicklungsroman, eine Hochstaplerin-wider-Willen-Studie, eine Geschichte über eine junge Frau, die keinen Platz in der Gesellschaft findet, weil sie gar nicht erst daran glaubt, einen beanspruchen zu können. Doch da gibt es die drei Heldinnen – ihre Mutter, ihre beste Freundin Charis und ihre Sachbearbeiterin Frau Kramer in der Arbeitsagentur, die sie nicht im Stich lassen.
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Salomés Zorn von Simone Atangana Bekono
€24,00
Roman

WENN AUSGRENZUNG IN GEWALT UMSCHLÄGT Simone Atangana Bekono legt mit "Salomés Zorn" ein erstaunliches Debüt über das Aufwachsen in einem rassistischen Umfeld vor. Mit der Geschichte der Jugendlichen Salomé, die ihre Wut nicht kontrollieren kann und sich zunehmend an den Rand der Gesellschaft manövriert, erzählt sie auf eindringliche Weise, wie stark das Gefühl des Fremdseins ein Leben dominieren kann. "Du musst deiner Faust folgen", erklärte er und machte mir den Schlag vor. "So, als ob du ein Loch in deinen Feind schlagen willst." Salomés Vater weiß, was Rassismus bedeutet. Als Kameruner in der niederländischen Provinz hat er ihn oft genug am eigenen Leib erfahren. Für ihn liegt es auf der Hand, was er seiner sechzehnjährigen Tochter mit auf den Weg gibt: Du musst kämpfen. Seinen Blick voller Scham, als sie verhaftet wird, vergisst Salomé nicht. Die Jugendstrafanstalt, in die sie gebracht wird, ist kaum beklemmender als das Dorf, in dem sie aufgewachsen ist. Doch muss sich Salomé hier zum ersten Mal wirklich mit dieser großen Wut auseinandersetzen, die ihr Handeln immer stärker bestimmt. Und das ausgerechnet mit dem Therapeuten Frits, den sie aus "Hello Jungle" kennt, einer Trash-TV-Show, die mit den fremdenfeindlichen Vorurteilen ihrer Kandidaten auf Quotenfang geht. Aber mit Gewalt und Verachtung wird sie hier nicht weiterkommen, Salomé muss umdenken – und beginnt zu verstehen, dass ihre eigene Feindseligkeit nichts von dem aufwiegt, was sie selbst so verachtet. Das preisgekrönte Romandebüt der niederländischen Lyrikern Simone Atangana Bekono Ein packender Roman über strukturellen Rassismus in Europa Prägnant, tiefschürfend und mit großer Dringlichkeit erzählt
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Maifliegenzeit von Matthias Jügler
€22,00
Roman. »Ein unheimlich eindringlicher Roman über ein himmelschreiendes Unrecht« DENIS SCHECK, ARD DRUCKFRISCH

»Feinfühlig und zugleich kraftvoll erzählt Matthias Jügler in diesem spannenden Roman davon, dass die Vergangenheit nie vorbei ist.« Julia Schoch Für Katrin und Hans wird der Alptraum aller Eltern wahr: Nach der Geburt verlieren sie noch im Krankenhaus unweit von Leipzig ihr erstes Kind – und kurz darauf auch sich als Paar. Denn Katrin quälen Zweifel an der Darstellung der Ärzte, Zweifel, von denen Hans nichts wissen will. Als Katrin Jahre später stirbt, wird klar, dass sie mit ihren Befürchtungen womöglich Recht hatte. Bei seinen Recherchen, die ihn tief in die Geschichte der DDR führen, stößt Hans auf Ungereimtheiten und eine Mauer des Schweigens. Klären kann er all seine Fragen in Zusammenhang mit dem Tod des Säuglings nicht, doch der Gedanke daran, in einem entscheidenden Moment seines Lebens versagt, etwas versäumt, einen Fehler begangen zu haben, lässt ihn künftig nicht mehr los. Da klingelt eines Tages das Telefon und sein Sohn ist am Apparat. Aufgewachsen in einer Adoptivfamilie, unterscheidet sich seine Vorstellung von der Vergangenheit grundlegend von dem, was Hans ihm erzählt. Wird sich die Kluft, die das Leben in einem Unrechtsstaat und vierzig fehlende gemeinsame Jahre gerissen haben, wieder schließen lassen? Matthias Jügler zeichnet das bewegende Porträt eines traumatischen Verlustes, erzählt von folgenschweren Zweifeln, von der Kraft des Neubeginns und dem heilsamen Erleben der Natur. Ein feinsinniger Familienroman über ein dunkles Kapitel ostdeutscher Geschichte. – »Wahrhaftig und voller Hoffnung.« Anne Rabe
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Ich will dich lebend von Julia Malik
€24,00
»Wie sehr dieses Buch gefehlt hat, versteht man erst, wenn man wieder auftaucht, weil es einen so mitreißt, so luzide und eindringlich ist es erzählt.« Daniela Dröscher

Selma und Mischa haben sich all die Jahre nicht füreinander interessiert. Bis sie, die erfolgreiche Architektin, beobachtet, wie er, Nobelrestaurantbesitzer, im Biosupermarkt klaut. Als er droht aufzufliegen, deckt sie ihn. »Verbrecherbraut«, grinst Mischa.
Jeanne, Mischas Schwester, ist Selmas beste Freundin – bis Selma plötzlich ganz und gar Mischa gehört. Als der Traum einer leidenschaftlichen Liebe zum Albtraum wird, lädt Jeanne das Auto voll und entführt Selma aus einem Berliner Kaffeehaus. Sie verharren in einem Versteck, bis der Termin kommt, an dem sie erneut ins Auto steigen und ins Gericht fahren.

Julia Malik zeigt in literarischer Sprache und bestechenden Bildern, wie Täter ihre Opfer in eine Spirale aus Verführung, Isolation, Abspaltung, Ohnmacht und Scham locken. Wie verheerend und perfide Leidenschaft, Manipulation und rohe Gewalt oftmals Hand in Hand gehen. » Ich will dich lebend « ist eine rasante, wütende und letztlich befreiende Jagd, die über Hindernisse der Bürokratie, durch demütigende Befragungen und die Grauzone zwischen Lebensrettung und Übergriffigkeit führt. Die Autorin verliert dabei niemals ihre Protagonistinnen aus dem Blick, ihre Wildheit, Widerständigkeit und ihre Würde.
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Hitze von Raven Leilani
€22,00
„Ein elektrisierendes, scharfsinniges und komisches Buch darüber, was es bedeutet, heutzutage jung zu sein. Brutal und brillant!“ Zadie Smith Ein Lieblingsbuch von Barack Obama New York Times-Bestseller „Das Debüt des Jahres.“ The Guardian „Sexy und unverschämt lesenswert!“ Daily Mail Die dreiundzwanzigjährige Edie lebt in Bushwick, Brooklyn, und hält sich nach ihrem abgebrochenen Kunststudium finanziell mit einem Assistenzjob in einem Verlag und emotional mit wechselnden Liebschaften über Wasser. Dann beginnt sie eine Affäre mit Eric, einem weißen Mann, der in einer offenen Ehe lebt und fast doppelt so alt ist wie sie. Während sich Edie mit Erics Ehefrau und vor allem mit der Adoptivtochter des Paares, Akila, einem Schwarzen Mädchen, anfreundet, verschieben sich alle Perspektiven. Edie scheint die einzige andere Schwarze Person zu sein, die Akila kennt, und die Beziehung zwischen den beiden wird bald wichtiger als alles andere. Auf einmal muss Edie sich mit ihrer eigenen Einsamkeit und dem schon immer in ihrem Leben gewesenen Rassismus und Sexismus neu auseinandersetzen.
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Wie Schiffe auf stürmischer See von Kathy Biggs
€22,00
Roman | Eine zarte Familiengeschichte und eine Liebeserklärung an die Kraft des Atlantiks

Ein tragisches Unglück, eine zerbrochene Familie – und Heilung von unerwarteter Seite

Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück auf den elterlichen Bauernhof an der windgepeitschten Küste von Wales. Den harten Alltag bestreitet sie allein, ein Unfall auf See hat ihr vor vielen Jahren den Bruder genommen. Nur ein Ritual am Abend spendet Grace Ruhe und Trost: Wenn sie eine alte Tonaufnahme des Seewetterberichts auflegt, die ihren immer vergesslicher werdenden Vater jedes Mal aufs Neue in dem Glauben einschlafen lässt, das Meer sei ruhig und sein Sohn in Sicherheit.  

Als eines Tages eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet, Graces Bruder sei tatsächlich noch am Leben, glaubt Grace ihr kein Wort. Doch ihr Vater lässt nicht ab von diesem Hoffnungsschimmer, und so machen die drei sich auf die Suche – eine Suche, auf der sich Grace auch ihre
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Die Tochter von Sebastian Haffner
€28,00
Roman. Mit einem Nachwort von Annett Gröschner

Nach dem Nr. 1-Bestseller »Abschied« erscheint nun Sebastian Haffners hellsichtiger Roman über eine Familie, die sich vor der Freiheit fürchtet Berlin im Oktober 1926: Die sechzehnjährige Lulli Langfuß will kurze Haare, ausgehen, frei sein. Doch in Lichterfelde schleichen ihr labiler Vater, die herrische Tante Viktoria und eine uralte Großtante in Filzschuhen durchs Haus, träumen vom Kaiser und zeigen der Zeit, »dass sie nichts von ihr wissen wollen«. Als Lulli auf einem Tanzfest den zynischen Arvid kennenlernt, beginnt sie offen zu rebellieren und zerreißt damit bald die Fassade einer ganzen Existenz. Sebastian Haffners bewegender erster Roman, drei Jahre vor »Abschied« geschrieben und sein letzter freigegebener Roman aus dem Nachlass, ist ein verblüffend hellsichtiger Gesellschaftsroman. In eindringlicher Sprache macht der Zwanzigjährige den Aufbruch und Überschwang der Weimarer Republik ebenso spürbar wie die Schizophrenie einer emotional verkümmerten Generation.
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Hotel Berlin von Vicki Baum
€15,00

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Der Himmel, unter dem wir Kinder waren von Marion Lagoda
€23,00
Roman

»Ich weiß nur, dass wir eine Hoffnung hatten. Wir glaubten an die Zukunft, an eine bessere Zukunft, eine gerechtere Welt. Wir hatten ein Warum zum Leben.« Sanft geschwungene Hügel bis zum Horizont und immer wieder der weite Himmel: Behütet und geborgen wächst Clara in den 1930er Jahren in einer kleinen Hofschaft im Bergischen Land auf. Ihr Vater ist Redakteur bei einer kommunistischen Tageszeitung, ihre Mutter arbeitet für einen jüdischen Buchhändler. Auch wenn die Familie einen freigeistigen, kulturell interessierten Lebenswandel pflegt, so ist das Mädchen trotzdem integriert in die Dorfgemeinschaft. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich Claras idyllische Kindheit jedoch schlagartig. Der Vater wird inhaftiert, die Mutter verliert ihre Anstellung und hat Mühe, ihre Tochter und sich über Wasser zu halten, während sie unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes kämpft. Bald bemerkt Clara auch, dass sich ihre Nachbarn und Freunde ihr gegenüber anders verhalten. Mehr und mehr fühlt sie sich ausgeschlossen und zerrissen. Einzig ihr Patenonkel Artur erscheint Clara wie ein Fixstern am Himmel – auch wenn er als Mitglied der KPD bald fliehen muss. Mit feinfühliger Beobachtungsgabe und inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt Marion Lagoda von einer Kindheit auf dem Land, einer Kindheit unter Hitler, einer Kindheit, in der Heimat und Widerstand untrennbar miteinander verbunden sind.
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Was nicht alles von Rose Macaulay
€22,00
Rose Macaulays 1918 erschienener Roman "What not" gilt als Inspiration für Aldous Huxleys "Schöne neue Welt". Im England einer unbestimmten Zeit nach dem „Großen Krieg“, der die Menschen und die Gesellschaft schwer gezeichnet hat, ist die Regierung zu dem Schluss gekommen, dass der Krieg und das Elend der Vergangenheit allein der Dummheit der Menschen geschuldet sind, und hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung klüger zu machen. Dazu werden die Bürger:innen in ein zweifelhaftes System von Intelligenzkategorien klassifiziert, von denen sich nur bestimmte Konstellationen miteinander fortpflanzen sollen. Unerwünschter Nachwuchs wird mit hohen Strafzahlungen sanktioniert, erwünschter finanziell belohnt. Erwartungsgemäß regt sich Widerstand in der Bevölkerung, die sich die Einmischung in ihre Liebes- und Familienangelegenheiten verbittet. Ein eigens eingerichtetes Ministerium, das „Ministry of Brains“, ist mit der Durchführung und der propagandistischen Vermittlung der Maßnahmen befasst. Als sich die junge Ministeriumsmitarbeiterin Kitty Grammont in den Minister verliebt, der nach der Klassifizierung für eine Ehe mit ihr nicht in Frage kommt, gerät nicht nur sie in Konflikt mit dem eigenen politischen Anspruch. Mit viel Witz und Situationskomik beschreibt Rose Macaulay das teils ans Absurde grenzende Amtsgeschehen und die frappierende Einfältigkeit der Bürger:innen und liefert mit ihren ironisch-ernsthaften Beschreibungen zugleich eine scharfsichtige Analyse der zerstörerischen Folgen des Ersten Weltkriegs für Gesellschaft und Individuum. Herausgegeben, erstmals ins Deutsche übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Josefine Haubold.
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Der Tøyen-Effekt von Bjarte Breiteig
€26,00
Roman

Der Tøyen-Effekt handelt von einem Osloer Stadtteil, und von einer Familie: von Mona, Jostein und ihrem Sohn Kalle. Sie betreiben seit mehreren Jahren ein Café in einem Bezirk, der lange als der berüchtigtste im ganzen Land galt. Rund um das Café existiert ein Netzwerk aus Menschen vieler verschiedener Kulturen, die einander helfen und sich in ihrer Nachbarschaft engagieren. Aber ist Tøyen ein solcher Ort geworden, wie sie ihn sich einst vorgestellt haben? Was ist passiert mit der weltoffenen, umsichtigen Nachbarschaft, in der einmal Platz war für alle? Jostein hat seinen Feuereifer verloren. Seine Fähigkeiten zur Zusammenfindung und sein brennendes Engagement verwittern, und Mona kämpft mit einer heimlichen Sehnsucht, Tøyen und ihn zu verlassen. Als Jostein nicht wie geplant von einer Reise zurückkehrt, spitzt sich die Situation zu, und im Lichte von Josteins Abwesenheit folgt der Roman Mona durch eine intensive Zeit im Verlauf eines Tages und einer Nacht, in einem Spannungsfeld zwischen Aufruhr und Selbstbefragung. Der Tøyen-Effekt ist ein hochaktueller, tiefschürfender Gegenwartsroman über eine Einwohnerinitiative, über die Suche nach einem Halt für die Liebe außerhalb der geschlossenen Familiensphäre und über den Glauben und den Zweifel an der Kraft der Gemeinschaft. »Der Tøyen-Effekt ist ein Roman, der sich leicht empfehlen lässt, der von Lokalkolorit, kultureller Toleranz und einem beeindruckenden politisch-menschlichen Engagement getragen wird.« STAVANGER AFTENBLAD
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Rom sehen und nicht sterben von Peter Wawerzinek
€24,00
Roman

»Peter Wawerzinek verwandelt den Stoff seines Lebens in große Kunst« NDR Kultur

Ein Frühjahr in Rom, Peter Wawerzinek ist Stipendiat in der Villa Massimo. Er durchstreift die Stadt, sammelt Inspiration für seinen neuen Roman, eine Fülle von Eindrücken bietet sich ihm dar, Schönheit, Chaos, eine vibrierende Lebendigkeit: Verheißungen für die kommende Zeit. Doch dann wird der Aufenthalt getrübt, die Pandemie macht den Spaziergängen einen Strich durch die Rechnung, die Technik versagt, und alles entstandene Textmaterial ist verloren. Peter Wawerzinek zieht nach Trastevere um, beschließt, über Pasolini zu schreiben. Etwas scheint aber nach wie vor nicht zu stimmen: kalte, weiße Fingerkuppen in der schönsten Frühlingssonne. Es ist sein Körper, der nicht mehr ins Bild passen will. Ein Besuch beim Berliner Hausarzt bringt schließlich die Diagnose: Es ist Krebs. Doch auch die Konfrontation mit dem Tod lässt ihn nicht aufgeben. Es zieht ihn wieder nach Rom, zur Intensität der ewigen Stadt – und dem Beginn des Wegs zurück ins Leben.

Peter Wawerzinek schreibt über die menschliche Vergänglichkeit, die unmittelbare Bedrohung durch den Tod – doch jede einzelne Zeile seines Romans birst vor Intensität. In Literatur, Musik, Kunst – vor allem aber in der Liebe, die ihm zufällig begegnet, genau zur richtigen Zeit, findet er die Kraft für die Heilung. Poetisch, bildgewaltig, zugleich atemraubend und befreiend ist die Sprache, die Peter Wawerzinek für eine existenzielle Erschütterung findet, die ihm alles abverlangt – über die er am Ende aber umso deutlicher triumphiert. Der neue Roman des virtuosen Sprachkünstlers Peter Wawerzinek ist nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025.
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Ein Schrei im Ozean von Benoit d`Halluin
€26,00
Ein aufwühlender Roman über Liebe, Lebensentscheidungen und moderne Machenschaften auf See

»Ein Buch mit Suchtpotential«
France Inter

Thailand, an einem Dezemberabend. Arun findet Zuflucht in einer Bar in einem kleinen Fischerhafen, nachdem er sich mit seinem Freund Olivier gestritten hat. Ein Mann bietet ihm einen Drink an. Ein paar Stunden später wacht er auf einer Matratze in einem verschlossenen Raum auf, ohne Papiere und Handy. Im Laderaum eines Fischerbootes auf offener See.
Olivier, der seit dem Streit keine Nachricht mehr von Arun erhalten hat, glaubt, dass dieser sich entschieden hat, zu verschwinden. Zurück in Paris jedoch stößt er auf ein Notizbuch, das sein Freund hinterlassen hatte. Was er dort liest, lässt ihn an seiner Überzeugung zweifeln und er begibt sich auf die Suche nach ihm.

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Hellere Tage von Ulrich Woelk
€26,00
Roman

Was bleibt, wenn alles sich verändert?

Wenn die Welt sich verändert, braucht es Geschichten, die Halt geben - Hellere Tage erzählt eine davon. Nach dem gefeierten Gesellschaftsroman Mittsommertage führt Ulrich Woelk seine Protagonistin Ruth Lember durch eine weitere Phase existenzieller Umbrüche und erzählt mit literarischer Eleganz vom Wandel der Werte und der Suche nach Nähe. Sein Roman ist das überzeugende Porträt einer Generation, die fühlt, wie ihre Distanz zur Gegenwart wächst.

Ruth, Professorin für Philosophie an der Humboldt-Universität, lebt inzwischen allein in Berlin-Moabit. Ihre Ehe mit Ben ist Vergangenheit, die Beziehung zu seiner Tochter ist zerbrechlich und doch voller Nähe. Ihre Studentinnen und Studenten scheinen von Jahr zu Jahr jünger zu werden, der wachsende Abstand zu ihnen beunruhigt Ruth ebenso wie die Spaltung der Gesellschaft. Dann tun sich auch im Privaten, der sicher geglaubten Vergangenheit, Risse auf: Der Tod ihres Vaters konfrontiert Ruth mit einem Familiengeheimnis, das ihre Identität erschüttert. Mit feiner Ironie und großer Empathie zeichnet Woelk das Porträt einer Frau, die sich den Fragen ihrer Zeit stellt. Hellere Tage ist ein kluger, berührender Gesellschaftsroman über Generationen, Identität und den Wunsch, uns zugehörig zu fühlen - ein literarischer Spiegel unserer Gegenwart.
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Die Verlassenen von Matthias Jügler
€12,00
Roman. »Ein berückendes, ein tiefschwarzes Zeugnis ostdeutscher Erinnerungskultur und darin eines der besten Bücher dieses Literaturfrühlings.« (Deutsc

Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern Johannes blickt zurück auf eine ostdeutsche Kindheit, die von feinen Rissen durchzogen war. Der frühe Tod seiner Mutter, das rätselhafte Verschwinden seines Vaters. All seine Fragen dazu blieben unbeantwortet, weshalb er noch als Erwachsener vorsichtig tastend durchs Leben geht. Als Johannes in einer alten Kiste auf einen Brief stößt, verändert dieser Fund nicht nur seine Zukunft, sondern vor allem seine Vergangenheit als Kind der Vorwende-DDR. Seine Erinnerungen sortieren sich neu und mit ihnen sein Blick auf das eigene Leben. In eindringlicher Dichte und mit kraftvoller Klarheit erzählt Matthias Jügler von Verlust und Verrat, vom Wert des Erinnerns und den drängenden Fragen einer ganzen Generation. Ein warmherziger, leuchtender Roman von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität. »›Die Verlassenen‹ erscheint als ein berückendes, als ein tiefschwarzes Zeugnis ostdeutscher Erinnerungskultur und darin als eines der besten Bücher dieses Literaturfrühlings.« Deutschlandfunk, Büchermarkt, Jan Drees
Ähnliche Bücher wie Die Verlassenen
Anfrage von Christian Geissler
€30,00
Roman

Christian Geissler untersucht in seinem Romandebüt »Anfrage« (1960) die Schuld der Väter am Holocaust und greift die »Wir haben von allem nichts gewusst«-Haltung der Adenauer-Ära an. Das war neu und stieß nicht gerade auf Gegenliebe in der Nachkriegsgesellschaft. Der Roman erzählt vom Physiker Klaus Köhler, der herausfinden will, was mit der jüdischen Familie Valentin geschehen ist. Ihr hatte das Haus gehört, in dem das Institut untergebracht ist, in dem er arbeitet. Seine »Anfragen« fördern das Bild einer Gesellschaft zu Tage, in der alte Nazis unbehelligt weiterleben und die Opfer sich weiterhin verstecken müssen. Zudem sucht der Protagonist den einzigen überlebenden Sohn des Eigentümers, der – noch immer in Angst und Schrecken – unter falschem Namen in der Stadt wohnen soll. Köhlers mit der DDR sympathisierender Kollege Steinhoff interessiert dies nicht. Für ihn, der ein Bein im Krieg verloren hat und der traumatisiert wie zynisch stets davon erzählt, wie Menschen als Soldaten von Hitler zum Kriegsende verheizt wurden, zählt ein Einzelschicksal nicht. Schließlich begegnet Köhler einem entfernten Verwandten der jüdischen Familie, der in den USA lebt und während einer Europareise das Haus der Familie aufsucht. »Anfrage« wurde 1960 zum Bestsellererfolg. Große und kleine Zeitungen druckten Besprechungen, sorgten so für eine enorme Verbreitung. Marcel Reich-Ranicki sah in dem Buch den lang ersehnten Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung, der Schande und der Empörung: »Ein heiserer Schrei, gewiß, doch ein erschütternder Schrei, dessen Ehrlichkeit nicht bezweifelt werden kann.«
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Eigentum von Wolf Haas
€14,00
»Ein Sprachspiel und intellektueller Genuss … eine zärtliche Liebeserklärung … ein wunderbares Buch.« Stefan Kuzmany, Der Spiegel »Ich war angefressen. Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging. Es musste ein Irrtum vorliegen.« Mit liebevoll grimmigem Witz erzählt Wolf Haas die heillose Geschichte seiner Mutter, die, fast fünfundneunzigjährig, im Sterben liegt. 1923 geboren, hat sie erlebt, was Eigentum bedeutet, wenn man es nicht hat. »Dann ist die Inflation gekommen und das Geld war hin.« Für sie bedeutete das schon als Kind: Armut, Arbeit und Sparen, Sparen, Sparen. Doch nicht einmal für einen Quadratmeter war es je genug. Erneut ein herausragender Roman von Wolf Haas. Ein großes, berührendes Vergnügen. Der SPIEGEL-Bestseller erstmals im Taschenbuch 8 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, Platz 1 der Österreichischen Bestsellerliste und Top 10 der Schweizer Bestsellerliste Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024, ausgezeichnet mit dem Erich-Kästner-Preis für Literatur 2024 »Ein ganz großes Memorial für ein nicht vergebens gelebtes Leben, aber auch eine große sprachartistische Leistung.« Denis Scheck, Best of Druckfrisch Wolf Haas' bislang persönlichstes Buch: Auf seine unnachahmliche Art erzählt er vom Leben und Sterben seiner Mutter, und davon, was Armut anrichtet.
Ähnliche Bücher wie Eigentum
Die Verwandelten von Ulrike Draesner
€15,00
Roman

»Für mich der große deutsch-polnische Roman seit Günter Grass‘ Blechtrommel.« SWR2, Lesenswert Quartett, Denis Scheck Eine nationalsozialistische Vorzeigemutter, die anderen beibringt, wie Kinder zu erziehen sind, doch über das Wichtigste, was sie verloren hat, niemals spricht. Eine Köchin, die lieber Frauen geliebt hätte als den Dienstherrn, unterwegs durch das zerstörte Deutschland im Sommer 1945. Ein Mädchen in München Solln, geboren in einem Lebensbornheim der SS. Eine alleinerziehende Anwältin von heute, die nach dem Tod ihrer Mutter unverhofft eine Wohnung in Wrocław erbt – und einen polnischen Zweig der Familie entdeckt. Alle Figuren dieses Romans verbindet ein Jahrhundert von Krieg und Nachkrieg, Flucht und Vertreibung, von Gewalt. Was bedeutet es, in einem Staat zu leben, der Menschenzucht betreibt? Und wie darüber schreiben, was den Frauen im Krieg geschieht? Was ihnen die Sprache nimmt. Was sie für immer verwandelt. Ulrike Draesner gibt den Verwandelten ihre Stimmen zurück. Sie erfinden sich neu, wechseln Sprache und Land, überraschen sich selbst mit ihrem Mut, ihrem Humor, ihrer Kraft. Ein erschütternder Roman, bewegend, aufwühlend, zärtlich, klug. »Wir hielten uns an den Händen, für die Kraft. Jede brauchte einen Menschen.«
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