Im glühend heißen Sommer des Jahres 1933 spitzt sich die politische Lage in Deutschland immer weiter zu – und genauso die der Familie Mann. Thomas, Katia und ihre sechs Kinder landen nach ihren abenteuerlichen Fluchten aus der Heimat durch puren Zufall am südfranzösischen Mittelmeer, in Sanary-sur-Mer.
Ein Ort, eine Familie, drei Monate bei dreißig Grad – Florian Illies erzählt von der Trauer um den Verlust der Heimat. Von Wehmut und vom Überlebenswillen, obwohl die alte Welt einzustürzen droht. Und er erzählt von der großen Zerreißprobe zwischen Klaus und Erika Mann und ihrem Vater.
»An Scuratis Romanbiographie des Duce kommt man nicht mehr vorbei« Frankfurter Rundschau
Der phänomenale Abschluss der weltweit gefeierten Bestsellerreihe aus Italien: »Das Ende und der Anfang« erzählt vom Ende des Mannes, dessen blutige Spuren sich von Italien nach Europa und in die ganze Welt ziehen – und vom Anfang des Mythos Mussolini. Ein unvergleichliches Epos.
Am 28. Juli 1943 wird Benito Mussolini nach Ponza deportiert. Er hat alles verloren, hegt keine Hoffnung mehr – bis er durch einen Handstreich deutscher Fallschirmjäger befreit und von Hitler an die Spitze eines Marionettenstaates gesetzt wird, so unbeweglich und bleiern wie die Wasser des Gardasees, von dem aus er ihn regieren soll: die Italienische Sozialrepublik. In den sechshundert Tagen ihres Bestehens – von September 1943 bis April 1945 –, erlebt Italien seine dunkelste Stunde: die Stunde der niederträchtigsten und feigsten Gewalt, der Judenverfolgung, der Flächenbombardements. Es ist der letzte Akt der Tragödie des Faschismus und des Krieges. Mit der ganzen Kraft und Sorgfalt der Literatur erzählt Antonio Scurati das tragische Ende: der Höflinge, der Mitwisser, derjenigen, die fliehen, und derjenigen, die bis zum Schluss beim Duce bleiben. Es ist das Ende Mussolinis – und es ist der Beginn der Freiheit für Italien und Europa.
Milwaukee, 1932: Amerika steckt in der Großen Depression, die Aufhebung der Prohibition steht kurz bevor, Al Capone sitzt im Knast. Hicks McTaggart, Privatdetektiv, nimmt einen Routinejob an: Er soll die ausgebüxte Erbin eines Käse-Fabrikanten ausfindig machen und nach Hause bringen. Doch unversehens findet er sich auf einem Ozeandampfer wieder und landet schließlich fern jedem Seehafen in Ungarn, wo eine Sprache wie von einem anderen Stern gesprochen wird und es genug Backwaren gibt, um einen Detektiv bis ans Lebensende zu versorgen, aber jede Spur von der flüchtigen Erbin fehlt. Als Hicks sie endlich gefunden hat, steckt er bis zum Hals in Verwicklungen mit Nazis, sowjetischen Agenten, britischen Gegenspionen, Swing-Musikern und Liebhabern paranormaler Praktiken. Der einzige Hoffnungsschimmer am Horizont: Es kündigt sich die große Zeit der Big Bands an, und zufällig ist Hicks
Ähnliche Bücher wie Schattennummer
»Ein furchtloser Roman über Mittäterschaft und darüber, wie aus dem kleinen Bösen das große Böse wächst. Kann man denn über das ›Dritte Reich‹ erzählen? Die Frage wird oft gestellt, nicht zu Unrecht. Nora Bossong beantwortet sie mit diesem großartigen Buch, indem sie es tut – vielschichtig, besonnen und erbarmungslos.« Daniel Kehlmann
Als Hans die elegante Stiefmutter seines Schulfreunds Hellmut Quandt kennenlernt, ahnt er noch nicht, welche Rolle Magda in seinem Leben spielen wird, für ihn persönlich, aber auch Jahre später als fanatische Nationalsozialistin und Vorzeigemutter des »Dritten Reichs«. Noch ist die Weimarer Republik im Aufbruch und Hans so heftig wie hoffnungslos in Hellmut verliebt. Doch nach einem Unglücksfall beginnen Hans und Magda eine Affäre, von der sie sich Trost und Vorteile versprechen: Sie will aus ihrer Ehe ausbrechen, er seine Homosexualität verbergen. Erst als Magda Joseph Goebbels kennenlernt und der NSDAP beitritt, kommt es zwischen Hans und ihr zum Bruch. Ein Roman, der über zwanzig Jahre den Weg zweier Menschen und eines Landes erzählt, der nicht unausweichlich war.
Nora Bossong zeichnet in ihrem Roman das intensive Porträt der Frau, die Magda Goebbels wurde, und ihres jungen Liebhabers. Zwei Menschen in der Maschinerie der historischen Ereignisse, unterschiedlich verstrickt, unterschiedlich schuldig geworden. Auch an sich selbst.
Eine unglaubliche, aber wahre Episode aus dem letzten Jahrhundert: spektakulär komisch, erschreckend zeitgemäß.
Berlin, in den 1940er-Jahren: Martha E. ist fleißig und äußerst sparsam. Gute Eigenschaften für die Stelle als Hausbesorgerin, die sie im Schöneberger Mietshaus der Brüder Berkowitz innehat. Liane Berkowitz kommt aus gutem Hause, ein neugieriges und lebenslustiges Mädchen, das mitten im Krieg die Liebe kennenlernt – und den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Jahrzehnte später wandert Martha die Straßen Schönebergs entlang, zerlumpt und abgerissen. Jeder kennt sie, doch keiner weiß, wer sie wirklich ist: eine Millionärin und Zeugin von Lianes schicksalhaftem Leben.
David Wojnarowicz gibt den Misfits Amerikas eine Stimme
Es sind die späten 70er, Wojnarowicz lebt auf der Straße, zieht kreuz und quer durch ein riesiges, verkommenes Amerika. Die Illusionen ist er los, aber die Menschen, die er trifft, liebt er, unbeirrbar – die Stricher, Pfarrer, Junkies, Soldaten, Trucker, Träumer, Ausreißer, die sich irgendwie durchschlagen, gestrandet in Bars und Stundenhotels, auf Hinterhöfen, an den Rändern der Gesellschaft, auf den gottverlassenen Nebenschauplätzen des Lebens.
Ihnen allen gibt Wojnarowicz Stimme und Würde, indem er ihre Begegnungen in einen grellen Bilderstrom aus fiktiven Monologen verwandelt – es sind unfassbare Geschichten, flirrend fremdartig und verstörend vertraut, über ein Land, das jeden Moment einzustürzen droht.
Mit tiefer Ehrlichkeit und halluzinatorischer Intensität erzählt David Wojnarowicz – der überlebensgroße, legendäre Künstler, Bilderstürmer und Aktivist – von Menschen, die nirgends dazugehören, von Aufbruch und Verzweiflung und von harscher Schönheit, wo niemand sie vermuten würde.