Joseph ist einsam und hadert mit seinem Schicksal, nicht erst, seit seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, weil sie den Alltag auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat. Wahrlich etwas Besonderes in den Sechzigerjahren auf dem Land. Zum Glück ist da noch Ada, Lis' ältere Schwester, mit der sich Joseph schon immer sehr verbunden fühlt. Und dann steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, geschwächt und auf der Flucht vor ihrer Familie. Lis, Ada und Birdie – sie werden ihrem eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben.
Georg-Büchner-Preis 2026
Zwei Frauen in Paris, wie sie verschiedener nicht sein könnten: Marie Biheron, die schon im Mädchenalter nach Leichen sucht, um das Innenleben menschlicher Körper zu studieren und zu verstehen; und Madeleine Basseporte, die sich ganz der Anatomie von Blumen verschrieben hat, weil Menschen einen nur von der Arbeit abhalten und meist keine Ahnung haben, was vermehrt auf Männer zutrifft. Auch sie kommen vor, in teils erheiternden Nebenrollen – ein nervöser Bestseller-Autor, ein junger Nichtsnutz und Diderot, der Kaffee trinkt und viel redet.
Zora del Buono war acht Monate alt, als ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben kam. Seither hat sie ein turbulentes und reiches Leben führen dürfen, doch bleiben dieser frühe Verlust und diese väterliche Leerstelle stets präsent. Ohne Scheu, voller Fragen und immer neugierig macht sie sich in diesem Buch auf die Suche nach dem Unfallverursacher sowie dessen Leben mit der Schuld und erzählt eindringlich von den sich unentwegt wandelnden Gefühlen einer Tochter, Autorin, Liebenden.
Nach einem internen Ermittlungsverfahren hätte man DC Smith bei der Polizei von Norfolk gern in Rente geschickt. Zu alt, zu eigensinnig, zu charakterstark befand man, doch Smith lebt für seinen Beruf und schert sich wenig darum, was seine Vorgesetzten gern hätten. Er bekommt einen Routinefall zugeteilt – der Unfalltod eines Siebzehnjährigen –, doch was sich da vor Smith eröffnet, ist nichts weniger als die Frage nach Recht oder Gerechtigkeit.
Jeden Tag aufwachen und sich freuen
Fremde Welt Westberlin – und die Sehnsucht nach der Liebe und dem Leben
Mit 13 Jahren ist der Junge in diesem Alter: Das Leben hängt schief in den Angeln, der Alltag gerät zum Schwelbrand, die erste Liebe überwältigt ihn und lässt die Tage beben. 1969 steht die Zeit in Westberlin vielerorts noch still, und doch ändert sich für den Jungen alles. Von dieser Zerrissenheit erzählt Michael Wildenhain in seinem Roman so virtuos und episch, wie es nur einer kann, der dabei war.
Weil der Vater eine neue Stelle antritt, muss auch der Sohn in die Belziger Straße ziehen, in eine Atmosphäre der Wut gegen die ganze Welt. Hier droht die von den Traumata des Krieges geprägte Familie – der versehrte Vater, die gezeichnete Mutter – zu zerfallen; dort lockt die Wirklichkeit der Straße, brutal und zärtlich, derb und schön, die den Jungen in eine Entscheidung von beträchtlicher Tragweite treibt. Was zählt: die Nähe zu Körschi, Bandenchef und bester Boxer der Belziger. Und Alina, die Angebetete, die Körschi als sein Eigentum betrachtet und von der der Junge dennoch nicht lassen kann. Manchmal, das erfährt er, musst du etwas riskieren, selten sogar das Leben. »Das Ende vom Lied« erzählt von einem Westberlin jenseits der 68er Ereignisse, einer Stadt, wie es sie nie wieder geben wird, vom unstillbaren Durst nach der ungezähmten Realität und vom Licht, in dem wir träumen.
Edward von Stechowsky ist eine ungewöhnliche Mücke – denn im Gegensatz zu all seinen Artgenossen weigert er sich, zu stechen. Während ihn die anderen für verrückt erklären, träumt Edward von Größerem. Als er eines Tages eine Werbung für ein Elefantenhaus entdeckt, schmuggelt er sich kurzerhand in ein Auto – auf der Suche nach dem perfekten Ziel. Im Elefantenhaus angekommen, geht sein Traum in Erfüllung!
Eine skurrile, poetische und urkomische Bilderbuchgeschichte in Reimen über Individualität, Mut und den Glauben an sich selbst. Kongenial erzählt in Wort und Bild von Moritz Neumeier und Timo Zett.
Was macht die kleine Maus, wenn sie mausgeschlafen hat? Sie plant natürlich einen mausgezeichnet tollen Tag! Dazu gehört, sich ein mausgezeichnet leckeres Frühstück zu kochen, einen Mausflug zu machen und sich dann mit einem Freund mauszuruhen.
Die unvergleichlichen Illustrationen der Papeterie-Künstlerin Slinga erzählen voller Herz und Humor eine mausige Geschichte für kleine Kinder. Und auch Erwachsene finden sich in den Wortspielen und Botschaften über Entschleunigung und Entspannung.
Die kleine Schnecke trägt heute die Schneckenpost aus. Wen sie dabei wohl alles trifft? Maus, Maulwurf und Frosch freuen sich so sehr über die lieben Briefe, dass sie selbst welche verschicken möchten. Vielleicht sogar an die kleine Schnecke?
Ein Buch wie ein Liebesbrief: Die liebevollen Bilder von Slinga nehmen kleine und große Leser*innen mit auf eine entschleunigte Reise zu Freundschaft, Zusammenhalt und den einzigartigen Glücksmomenten im Alltag.