Februar 2017. Ein Nordkoreaner wird am helllichten Tag am Flughafen von Kuala Lumpur vergiftet. Ein hochrangiger russischer Geheimdienstoffizier stirbt unter mysteriösen Umständen in einem Hotel in Washington. Und ein Reality-TV-Star zieht ins Weiße Haus ein.
Zufall? Oder Auftakt zu etwas Größerem?
Während sich die Machtzentren der Welt gefährlich neu sortieren und bizarre Gipfeltreffen die Schlagzeilen beherrschen, geraten drei Menschen ins Fadenkreuz: Jenna, eine CIA-Agentin, gejagt vom russischen Geheimdienst und vom nordkoreanischen Regime. Ljoscha, ein Moskauer Student, der Putin live im Fernsehen herausfordert, und nun seine Rache fürchten muss. Und Eric, ein nordkoreanischer Spion im Herzen des Weißen Hauses, der fasziniert ist von dem Mann, den er manipulieren soll.
In einer Welt aus brüchigen Allianzen, Verrat und verdeckten Kriegen ist Red Star Down ein packender globaler Thriller über Macht, Manipulation und den Moment, in dem die Welt aus den Fugen zu geraten droht.
Ein Vater, ein Sohn und ein Land, das es nicht mehr gibt
Sie sehen sich nur einmal im Jahr, und jedes Mal geraten sie in Streit. Der Vater, der als junger Mann nach Deutschland kam, hier eine Familie gründete, in der Gastwirtschaft arbeitete und das Land dreißig Jahre später wieder Richtung Kroatien verließ. Und der Sohn, der in Berlin lebt, Schriftsteller geworden ist und im Gästehaus seines Vaters an der Adriaküste Urlaub macht. Im Streit befreien sie sich von den Dingen, die zwischen ihnen stehen. Und sie entdecken in scheinbar kleinen Momenten eine unerwartete Nähe: wenn sie, begleitet vom Jugo, dem warmen Südwind, mit dem Boot zur Insel vor der Bucht fahren, Tennis auf dem Platz eines verfallenen Hotels spielen oder den kleinen Acker der Familie in Bosnien besuchen. Nach und nach legen sie alte, zugewachsene Wege frei – zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte.
Jugo ist ein berührendes Vater-Sohn-Porträt. Eine Liebeserklärung an den gleichzeitig nahen und fernen Vater, dessen Rückkehr in die alte Heimat schwieriger war als seine Ankunft in einem fremden Land. Einfühlsam erkundet Ilija Matusko die Vergangenheit, die eigene und die gemeinsame, erzählt von Familie und den Konflikten im zerfallenen Jugoslawien. Und er spürt einem Gefühl nach, das Vater und Sohn verbindet: nie ganz angekommen zu sein.
Ende der Achtziger, das ist im letzten Jahrtausend. Ende der Achtziger, das ist genau jetzt.
Marina träumt davon, der Sowjetunion den Rücken zu kehren, die Chance auf ein anderes Leben zu ergreifen, und sei sie noch so klein. Sie weiß: Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel, der nicht stillsitzt und wartet, dass man ihn fängt.
Jahre später und unzählige Kilometer entfernt versuchen Marinas Töchter, sich ihre Mutter als junge Frau vorzustellen. Wie war ihr Leben, bevor sie Mutter wurde? Wie ihr Verhältnis zur Großmutter, die sie nie kennengelernt haben: eine Ingenieurin mit einem Talent nicht nur für Zahlen, sondern auch für Deutungen der Zukunft.
Nach und nach reimen sich Marinas Töchter die Geschichte ihrer Familie zusammen. Eine Geschichte, bevölkert von Geistern, eine Geschichte, die zeigt, wie die Zeiten vergeh
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