Königsmord und Liebesdrama, Eifersuchtsintrige und Geschlechterkampf: Hier sind sie versammelt, die bekanntesten und schönsten Dramen und Komödien des Weltliteraten Shakespeare – leicht fasslich in Prosa nacherzählt für Neueinsteiger in das Werk des großen englischen Autors. Romeo und Julia, Ein Sommernachtstraum, Hamlet, Viel Lärm um nichts, König Lear, Macbeth, Othello und viele mehr: Burkhard Neie hat alle Geschichten für dieses Lesebuch der Insel-Bücherei typografisch eingerichtet und mit seinen Illustrationen versehen, ein buchkünstlerisches Vergnügen!
Bertolt Brechts und Kurt Weills Welterfolg, Die Dreigroschenoper, ist jetzt in einer farbkräftig illustrierten Prachtausgabe neu zu entdecken. Katja Spitzers leuchtende Bilder voller Witz und Dynamik lassen dieses mitreißende Theaterstück in einem neuen Licht erstrahlen. So frisch und frech, so kraftvoll und knallig wurde Die Dreigroschenoper schon seit langem nicht mehr präsentiert.
In den düsteren Straßen Londons kämpft der skrupellose Gangster Macheath, genannt Mackie Messer, um Macht und Liebe ‒ doch sein größter Gegner ist nicht das Gesetz, sondern die noch korruptere Gesellschaft um ihn herum. Als er heimlich die schöne Polly, Tochter des zwielichtigen Bettlerkönigs Peachum, heiratet, entfaltet sich ein intrigantes Spiel um Verrat, Geld und Moral, in dem niemand wirklich unschuldig ist …
Samuel Beckett hat nur einmal in seinem Leben über längere Zeit Tagebuch geführt, nämlich auf seiner großen Deutschlandreise von September 1936 bis April 1937, die ihn u. a. nach Hamburg, Berlin, Dresden und München führte. Die sechs umfangreichen Hefte fanden sich im Nachlass.
Es handelt sich bei den „Deutschen Tagebüchern“ um die letzten bedeutenden Texte des Autors, die noch unveröffentlicht sind. Sie geben Aufschluss über die Entwicklung von Becketts Ästhetik in dessen Auseinandersetzung mit Literatur und mit bildender Kunst. Aber auch über die Motive, die ihn zur Ausweichbewegung dieser Reise veranlassten. Historisch bedeutsam sind sie wegen des unbestechlichen Blicks, den der junge irische Autor als teilnehmender Beobachter auf das Deutschland der frühen Nazijahre wirft.
Den Auswirkungen der NS-Kulturpolitik begegnet Beckett bei der Besichtigung abgehängter Bilder in den Depots von Museen sowie im Gespräch mit Künstlern und Sammlerinnen. Detailgenaue Beobachtungen des Alltags im nationalsozialistischen Deutschland durchziehen die gesamten Aufzeichnungen.
Der erste Band enthält die weltweit erste Veröffentlichung des mit deutschen Wörtern, Wendungen und Sätzen gespickten englischen Originals sowie die deutsche Übersetzung. Neben einem detaillierten, fortlaufenden Sachkommentar bietet Band zwei Einleitung und Nachbemerkungen der Herausgeber und der Übersetzerin, dazu Übersichten und Register, die als Werkzeuge die Tagebücher aufschlüsseln.
Das Thema der Liebe zieht sich durch alle Jahrzehnte von Brechts Werk hindurch: Die ersten Liebesgedichte schrieb er noch als Schüler, die letzten als weltbekannter Dramatiker.
Diese Auswahl zeigt, wie facettenreich Liebe sein kann: zärtlich und wild, himmlisch und sehr irdisch. Neben berührenden Klassikern wie »Vom ertrunkenen Mädchen« oder »Die Liebenden« stehen Texte, die direkt, sinnlich und manchmal derb sind – ohne Scheu vor dem Körperlichen.
Ein Leierkasten voller Weisheit
Marmelade, Schokolade, Wenn die Möpse Schnäpse trinken oder Die Weihnachtsmaus – James Krüss schuf mit seinen Gedichten die schönsten Sprachspiele zum Schmunzeln, Nachdenken und Singen. Sein zeitloser Leierkasten ist ein Klassiker der Kinderliteratur und eine nostalgische Wiederentdeckung für Erwachsene – wie auch schon Erich Kästner wusste, der für die Sammlung ein Nachwort schrieb.
»Was für ein Schatz an Form, Schönheit und weiser Melancholie!« Daniel Kehlmann
Mascha Kaléko ist eine leuchtende Ausnahmeerscheinung in der deutschen Literatur. Niemand verkörpert das Berlin der Weimarer Republik zwischen Schreibmaschinengrau, hellen Kinoreklamen und nicht enden wollenden Nächten im Romanischen Café so sehr wie die melancholische Großstadtdichterin mit ihrem sprühenden Witz. Auch nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten 1938 besang sie diese verlorene Heimat in Versen vom Emigrantenleben in New York, Jerusalem und anderswo. Zu ihrem fünfzigsten Todestag wirft Daniel Kehlmann mit dieser Auswahl einen persönlichen Blick auf das Werk seiner Schriftstellerkollegin – auf die »Großstadtlerche«, die glücklich und unglücklich Liebende, die berlinkranke Kosmopolitin.
Fridas Familie ist nicht wie andere Familien. Ihr Vater ist der Direktor des Gefängnisses von Haarlem, neben dem die Familie wohnt. Er hat zu viel Schopenhauer gelesen und ein Alkoholproblem, das langsam außer Kontrolle gerät. Fridas Mutter ist Kinderpsychiaterin. Sie ist immer beschäftigt, aber selten mit Frida. Mit trotzigem Humor und Eigensinn sucht Frida einen Weg aus dem elterlichen Chaos. Ein entwaffnend komischer, tieftrauriger Roman über das Erwachsenwerden.
Schluss mit schönen Worten!
In Bad Times Poetry formulieren die rund 50 Beitragenden in über 80 Texten ihre Betroffenheit und ihr Nachdenken, Nachworten, Nachspüren zu Ausgrenzung und Gewalt der derzeitigen Gesellschaft in poetischer Form. Die Themen der Gedichte reichen über Rechtsextremismus, Rassismus, Hass, Erinnern bis hin zu dem gemeinsamen Bemühen für ein besseres Morgen. Eine Anthologie, die in Lyrik gegossen Wut und Trauer ebenso Raum gibt, wie Hoffnung, Mut und Empathie und so dazu einlädt, Bündnisse zu schmieden.
Bad Times Poetry vereint Gedichte in schlechten Zeiten für schlechte Zeiten und schlechten Zeiten zum Trotz. Die Texte klingen tief, schwingen nach und lassen nachfühlen.