»Ich bin ja schon sehr alt. Aber bis jetzt ist es ganz gut gelaufen.«
Mut, Zuversicht, Selbstvertrauen: Das zeichnet Marianne Koch aus, und ihre alleinerziehende Mutter hat es ihr vorgelebt. Ihren Vater, den jüdischen Arzt Rudolf Schindler, der emigrieren musste, lernt sie erst als Erwachsene kennen. Da hat ihre Filmkarriere, der zuliebe sie ihr Medizinstudium unterbrach, sie schon nach Hollywood geführt. Doch ihre Passion gilt der Medizin. Nach einem großen Umbruch, der Scheidung von dem Vater ihrer Söhne, setzt sie ihr Studium fort. Sie arbeitet als Internistin, bleibt zugleich in den Medien präsent. Nun gibt sie uns Einblicke in viele Episoden ihres so reichen, wechselvollen Lebens, das sie viele Jahre mit dem Schriftsteller Peter Hamm teilte. Marianne Koch schaut zurück, und das prägende Gefühl ist Dankbarkeit.
Ein Staat wird – wie alle Staaten – gegründet für alle Ewigkeit und verschwindet nach vierzig Jahren nahezu spurlos. Sind die Menschen, die dort einmal lebten, dem Vergessen anheimgefallen und ihre Träume nur ein kurzer Hauch im epochalen Wind der Zeitläufte?
In seinem fulminanten Gesellschaftsroman lässt Christoph Hein Frauen und Männer aufeinandertreffen, denen bei der Gründung der DDR unterschiedlichste Rollen zuteilwerden, begleitet sie durch die dramatischen Entwicklungen einer im Werden befindlichen Gesellschaft, die das bessere Deutschland zu repräsentieren vermeint und doch von einem Scheitern zum nächsten eilt.
Überzeugte Kommunisten, ehemals begeisterte Nazis, in Intrigen verstrickte Funktionäre, ihre Bürgerlichkeit in den Realsozialismus hinüberrettende Intellektuelle, Schuhverkäufer, Kellner, Fabrikarbeiter, Hausmeister und selbst ein hoher Stasi-Mann erkennen auf die eine oder andere Art ihre Zugehörigkeit zu einer unfreiwilligen Mannschaft an Bord eines Gemeinwesens, das sie zunehmend als Narrenschiff wahrnehmen und dessen Kurs auf immer bedrohlichere historische Klippen ausgerichtet ist.
Auf dem düsteren Grund der Deutschen Bucht liegt ein Schiffswrack, an die Brüstung ist mit Handschellen ein Taucher gekettet. Das Schiff gilt seit 70 Jahren als verschollen, der Taucher ist erst vor Kurzem verschwunden. Vor ihm, knapp außerhalb seiner Reichweite, hängen die Schlüssel seiner Ketten. Er hatte sie im Blick, als er ertrank.
Es ist die Besatzung des niederländischen Bergungsschiffs Freyja, die den Taucher findet. Die Polizei Cuxhaven setzt einen besonderen Ermittler ein: Liewe Cupido, genannt «der Holländer» – ein wortkarger Kommissar, ruppig und rau, mit brillantem Instinkt.
Seine Ermittlung führt ihn von einem Tauchklub auf Terschelling über einen Wohnungseinbruch auf Föhr zu einem Familiendrama in Wilhelmshaven. Und je tiefer er gräbt, desto mehr wird er selbst in den Fall verwickelt. Denn er kennt das Boot, das den Taucher gefunden hat, ganz genau. Er s
Ähnliche Bücher wie Der Taucher
Flucht und Ankommen, Sehnsucht und die Vergangenheit im Gepäck. Und immer wieder der Geschmack der Ostsee im Mund.
Dorit Linke schreibt berührend von Hannas innerer Zerrissenheit zwischen Schuld und Hoffnung. Eine authentische Geschichte über ein Land im Umbruch und mutige Menschen, die ihren Platz in der neuen Freiheit suchen.
Hanna ist nach ihrer Flucht bei ihrer Tante in der BRD angekommen. Sie muss lernen, dass Freiheit nicht nur Aufbruch bedeutet, sondern auch, sich mutig der Vergangenheit zu stellen. Während sie versucht zwischen Schwimmtraining und Party eine neue Normalität zu leben, fällt die Mauer. Sie kehrt in die DDR zurück. Dort trifft sie bei ihren Eltern, Freunden und alten Bekannten auf Hoffnung, Orientierungslosigkeit und auch Misstrauen. Hanna fühlt sich zusehends zerrissen zwischen neuen Bekanntschaften, den Erinnerungen an Andreas und den Erlebnissen in der Nachwendezeit. Einige Jahre später erlebt sie die entfesselte Gewalt beim Pogrom in Rostock-Lichtenhagen, die das vermeintlich antifaschistische Selbstbild ihrer früheren Heimat brutal zerstört.
Erst als sie ihr Weg weiter führt, von Bremen, nach Berlin und schließlich nach Schottland, kann sie endlich wieder atmen, findet ihre Liebe und gewinnt die Leichtigkeit im Leben zurück.
Dorit Linke ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für ihr Engagement in der Politischen Bildung.
Für diesen Titel stehen Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download auf der Verlagswebsite arena-verlag.de zur Verfügung.
Gedruckt auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem „Blauen Engel“.
Außerdem von der Autorin bei Arena:
Jenseits der blauen Grenze
Jenseits der blauen Grenze. Ausgabe in Einfacher Sprache